Nutzung des Internet Explorers 6/7/8

Sie nutzen eine alte Version des Internet Explorers, die leider nicht mehr unterstützt wird. Bitte verwenden Sie einen aktuellen Browser. Falls Ihnen die Rechte hierfür fehlen, können Sie Ihren Internet Explorer auch um Google Chrome Frame erweitern. Die Erweiterung ermöglicht Ihnen die Darstellung von Webseiten, die den Internet Explorer nicht mehr unterstützen. Der Download ist hier möglich.


Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Sprachkompetenz und Ausdrucksvermögen sind zentrale Voraussetzungen, damit Kinder erfolgreich lernen können. Sprache ist der Schlüssel zur Bildung und eine wesentliche Voraussetzung für eine chancenreiche Zukunft. Mit dem erfolgreichen Programm Sag' mal was fördert die Baden-Württemberg Stiftung Sprache und Mehrsprachigkeit bereits im Kleinkindalter.

Das Programm Sag' mal was hat das Ziel, die sprachliche Bildung und den Spracherwerb von Kindern sowie deren Mehrsprachigkeit zu stärken. Sag' mal was wurde 2003 ins Leben gerufen und war von Beginn an als ein „lernendes Programm“ angelegt. Basierend auf Erkenntnissen und Erfahrungen aus den Projekten werden kontinuierlich neue Initiativen entwickelt. Das Programm ist deshalb mittlerweile über seinen ursprünglichen Fokus „Vorschulkinder“ hinaus aktiv.

Zentrale Projekte und Initiativen sind:

  • Landesweites Netzwerk Sprache: Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zum Wissenstransfer

  • Kongresse und Veranstaltungen

  • Publikationen

  • Studien zu den Wirkungen früher naturwissenschaftlicher Bildung: Early Steps into Science und Early Steps into Science and Literacy (Gestaltung von Lehr-Lernsituationen, sprachliche Anregungsqualität und sprachliche Fähigkeiten der Kinder)

  • Entwicklung und Erprobung von Qualifikationsmodulen zum Spracherwerb U 3 für die Kindertagespflege

  • Sprachliche Bildung für Kleinkinder: Entwicklung von Modellprojekten zur Qualifikation von pädagogischen Fachkräften

  • Entwicklung der Förderdiagnostik LiSe-DaZ® – Linguistische Sprachstandserhebung für Deutsch als Zweitsprache

  • Schulungen zum Einsatz von LiSe-DaZ® und zu den Themen Spracherwerb, Sprachverhalten und Sprachförderung

  • Sprachfördermaßnahmen für Vorschulkinder mit und ohne Migrationshintergrund. Von 2003 bis 2010 wurden in ganz Baden-Württemberg fast 90.000 Kinder erreicht.


Eine Projektgruppe und ein wissenschaftlicher Beirat begleiten und steuern das Gesamtprogramm. Aus dem Programm Sag' mal was sind Publikationen hervorgegangen, in denen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zu den Sprachfördermaßnahmen sowie die Evaluation der Modellprojekte „Sprachliche Bildung für Kleinkinder“ veröffentlicht sind (s. u.).

Der Newsletter Sag' mal was erscheint mehrmals im Jahr mit aktuellen Informationen rund um die Themen LiSe-DaZ®, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung. Hier geht es zum kostenlosen Abonnement.

In ihrer neuen Projektinitiative setzt die Baden-Württemberg Stiftung den Akzent auf frühe Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in Kinder- und Familienzentren. Die Eltern sollen ohne Rücksicht auf ihre Herkunft, Sprache, Bildung oder ihren sozialen Status die Möglichkeit erhalten, ein auf ihren Bedarf abgestimmtes Angebot zeitlich und räumlich wahrnehmen zu können und aktiv mitzugestalten. Der interdisziplinäre Ansatz sieht vor, die vernetzten Strukturen der Kinder- und Familienzentren gewinnbringend zu nutzen und dadurch ein Sprachfördernetzwerk unter dem Aspekt der Mehrsprachigkeit aufzubauen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Baden-Württemberg Stiftung hat das landesweite "Netzwerk Sprache" initiiert, um eine Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Es sollen damit Informationen gebündelt und der Wissenstransfer sowie die Nutzung von Kompetenzen und Synergien ermöglicht werden. Sprachbildung, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit und Sprache sind die zentralen Themenbereiche des Netzwerks.

Die konstituierende Sitzung fand am 16. Juli 2014 in den Räumen der Baden-Württemberg Stiftung in Stuttgart statt.


Weitere Informationen zu "Netzwerk Sprache" erhalten Sie hier.

LiSe-DaZ® – Linguistische Sprachstandserhebung. Deutsch als Zweitsprache

LiSe-DaZ wurde im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung von Prof. Rosemarie Tracy, Universität Mannheim, und Prof. Petra Schulz, Universität Frankfurt/Main, entwickelt.

Mit LiSe-DaZ ist es möglich, den sprachlichen Entwicklungsstand bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache sowie Deutsch als Muttersprache zu erfassen. Daraus lassen sich konkrete Anhaltspunkte für die Durchführung individueller Sprachfördermaßnahmen ableiten. Durch wiederholte Anwendung kann zusätzlich die Effektivität einer spezifischen Förderung überprüft werden.

LiSe-DaZ ist geeignet für

  • Kinder mit Deutsch als Zweitsprache zwischen 3,0 und 7,11 Jahren

  • Kinder mit Deutsch als Muttersprache zwischen 3 und 6 Jahren


LiSe-DaZ testet

  • Sprachproduktion (Satztypen, spezifischen Wortklassen, Subjekt-Verb-Übereinstimmung und Kasus)

  • Sprachverständnis (Verbbedeutung, einfache W-Fragen, Negation)


Implementierung von LiSe-DaZ

Die Baden-Württemberg Stiftung bietet seit 2012 in Baden-Württemberg Schulungen zum Einsatz von LiSe-DaZ sowie Schulungen rund um das Thema Sprache an.

Mehr Informationen zu LiSe-DaZ erhalten Sie hier.

Das Landesinstitut für Schulentwicklung berät und begleitet die Baden-Württemberg Stiftung als Programmträger bei der Umsetzung von Sag' mal was.

Landesinstitut für Schulentwicklung
Dr. Ulrike Philipps
ulrike.philipps@ks.kv.bwl.de

Heilbronner Straße 172
70191 Stuttgart

Fon +49.711.6642 3200
Fax +49.711.6642 3299
www.ls-bw.de

Frühe Mehrsprachigkeit - Chancen und Perspektiven im Blick

Auf der internationalen Fachtagung "Frühe Mehrsprachigkeit – Chancen und Perspektiven im Blick" diskutierten rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Praxis in Stuttgart über bereits erreichte Ziele sowie neue Herausforderungen im Themenfeld Mehrsprachigkeit. Als Ergebnis wurde die "Stuttgarter Erklärung" als Ergänzung zur "Mannheimer Erklärung zur frühen Mehrsprachigkeit" (2006) formuliert.

Die "Stuttgarter Erklärung" erkennt Mehrsprachigkeit als Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit an, gerade im Kontext der neuen Migration. Sie beschreibt die Sprachbildung als langfristige Aufgabe, bei deren Umsetzung alle Akteure in Bildungseinrichtungen und im gesamten sozialen Raum zusammenwirken sollten. Eine wertschätzende Haltung aller Beteiligten gegenüber sämtlichen Sprachen wird dabei als unerlässlicher Bestandteil des Spracherwerbs sowie der Integration insgesamt betrachtet.

Integration und Sprachkompetenz sieht Professorin Rosemarie Tracy von der Universität Mannheim in einem ähnlichen Verhältnis zueinander wie Huhn und Ei. Für sie steht zum Abschluss der Tagung "Frühe Mehrsprachigkeit – Chancen und Perspektiven im Blick" fest, dass beide sich bedingen und das eine nicht ohne das andere funktioniert.

Stuttgarter Erklärung (Ergänzung zur Mannheimer Erklärung von 2006)

I. Der Blick auf das kindliche Wohlbefinden und eine wertschätzende Haltung gegenüber den Sprachen der Kinder und ihrer Familien sind bedeutsam für die kindliche Entwicklung und ihre (mehr-)sprachliche Bildung.

II. Im Kontext der „neuen Migration“ ist es wichtiger denn je, die frühe Mehrsprachigkeit als Chance zur Gestaltung von mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder differenziert wahrzunehmen und zu nutzen.

III. Durchgängige Sprachbildung ist eine langfristige Aufgabe. Gerade am Übergang Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ist eine gelebte Kooperation Grund-voraussetzung für eine nachhaltige Förderung und Unterstützung der Kinder in ihrer Sprachbildung.

IV. Es ist im Interesse ein- und mehrsprachiger Kinder, dass Akteure der sprachlichen Bildung im Sozialraum zusammenwirken. Dies kann durch verstärkte Vernetzungs-prozesse z.B. in Kinder- und Familienzentren durch Eltern, pädagogische Fachkräfte, Ärztinnen und Ärzte usw. gelingen.

Für Impressionen der Fachtagung klicken Sie hier.

Programm

Mehr Informationen: www.sagmalwas-bw.de

Aus dem Programm Sag' mal was sind Publikationen hervorgegangen, in denen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung der Sprachfördermaßnahmen sowie die Evaluation der Modellprojekte "Sprachliche Bildung für Kleinkinder" veröffentlicht wurden. Außerdem sind verschiedene Handreichungen für die Praxis erschienen.

• Mit Kindern im Gespräch, Auer Verlag (2014)
• Sag' mal was – Sprachliche Bildung für Kleinkinder, Narr Verlag (2014)
• LiSe-DaZ®, Hogrefe Verlag (2011)
• Sag' mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder, Narr Verlag (2011)
• Dialoge mit Kindern führen, Verlag das Netz (2011)


Die Publikationen sind im Buchhandel erhältlich.