Zwei, drei Kilo könnten schon runter. Und, ja, man weiß es ja selbst, dass Zucker kein Grundnahrungsmittel ist. Man müsste, könnte, sollte mal eine Zeit lang darauf verzichten. Jede und jeder kennt sie: diese eine Sache, die man ändern will. Aber warum fällt es so schwer, einen Vorsatz tatsächlich in die Tat umzusetzen? Wie kommen wir von der Idee ins Handeln?
Im Netz geben Coaches jede Menge Ratschläge. Du willst dreimal die Woche Sport machen? Mach das Joggen zur Gewohnheit! Du willst mit dem Rauchen aufhören? Erzähle anderen davon! So baust du Druck auf und überlistest deinen inneren Schweinehund. Diese lebenspraktischen Tipps sind häufig an persönliche Geschichten geknüpft. Die US-amerikanische Fernsehanwältin und Motivationstrainerin Mel Robbins erzählt, wie sie als erfolgreiche, mitten im Leben stehende Frau in eine Krise stürzte. In ihrer Ehe rumorte es, sie wurde arbeitslos und war fast pleite. Eine Depression machte sie handlungsunfähig. Obwohl sie wusste, dass sie aktiv werden musste, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, war die Antriebslosigkeit riesig. Allein das Aufstehen am Morgen wurde so zu einer schier unüberwindbaren Hürde. Robbins erfand für sich die Fünfsekundenregel: Jedes Mal, wenn sie dachte: „Eigentlich müsste ich jetzt …“, zählte sie rückwärts bis fünf und fing spätestens in der letzten Sekunde einfach an. Schritt für Schritt nahm sie so Veränderungen vor, die sie aus der Angst zurück ins Leben brachten. Ihr Buch zur Fünfsekundenregel ist bis heute einer der Topseller der Selbsthilfeliteratur.