Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Jeutter in Göppingen lebt Nachhaltigkeit. Das kommt nicht von ungefähr. Johannes Martin Jeutter, 57, und seine Frau Nicole, die das Familienunternehmen in der fünften Generation führen, sind fest in christlichen Werten verwurzelt. „Mit der Kirche bin ich nicht immer einig, aber die Zehn Gebote sind essenziell“, sagt Johannes Martin Jeutter. Das Wohl der anderen zu achten und die Natur ernst zu nehmen: Diese Haltung prägt seine Arbeitsweise. Geheizt wird mit eigenen Holzabfällen, Strom wird aus Sonnenenergie gewonnen, die Düngemittel sind naturverträglich und Schädlinge bekämpft er mit Nützlingen. Für Jeutter ist ein Garten ein ökologischer Mikrokosmos, der immer in seiner Ganzheit gesehen werden muss – und ein Refugium für bedrohte Arten. Aber auch der Gärtnerhof selbst ist ein Schutzort. Jeutter bildet Jugendliche aus problematischem Umfeld und junge Menschen mit Migrationshintergrund aus.
Wichtig ist ihm, das Gemeinschaftsgefühl im Team zu stärken. So tauschen sich alle Mitarbeitenden des Gärtnerhofs regelmäßig aus, beispielsweise bei gemeinsamen Essen. „Kommunikation ist alles“, sagt Jeutter. Er will vor allem auch zuhören – für ihn eine wichtige Voraussetzung, um die Dinge zum Besseren zu wenden.