In Dornhan am Rande des Schwarzwalds leben rund 6.200 Menschen. Es gibt dort mehrere Supermärkte und neuerdings auch wieder einen Metzger. Robin Ott, 23, hat zum Jahresbeginn seine „Hofmetzgerei“ aufgemacht. Der Metzgermeister ist niemand, der die Dinge auf die lange Bank schiebt. Mit 13 Jahren fiel sein Entschluss, dieses Handwerk zu erlernen – auch weil sein Vater angestellter Metzger war. Mit 15 fing Robin Ott die Metzgerlehre an, mit 20 machte er den Meister, jetzt ist er Chef von zehn Angestellten. Mit seinem Schritt stemmt er sich gegen das Ladensterben auf dem Land. Und bislang läuft es. „Die Leute sind froh, dass es wieder einen regionalen Metzger gibt“, erzählt Ott. Die Massenware aus dem Supermarkt sei mit seinen handgemachten Produkten nicht zu vergleichen, sagen ihm die Leute. Bis zu 150 Kundinnen und Kunden pro Tag begrüßt die Metzgerei Ott. Besonders beliebt: die Bratwürste und der Fleischkäse. Die Entscheidung, den ehemaligen Metzgerladen in Dornhan zu übernehmen, hat sich Ott nicht leicht gemacht.
Schließlich musste er Investitionen in fünfstelliger Höhe tätigen. Dafür gingen seine Ersparnisse drauf und auch seine Eltern haben ihn finanziell unterstützt.
Ein Glück, dass er die Einrichtung seines Vorgängers übernehmen konnte. Sonst wäre die teure Neuausstattung schlicht nicht bezahlbar gewesen. Einer der Gründe, warum so wenige Metzgereien neu gegründet werden.