Nutzung des Internet Explorers 6/7/8

Sie nutzen eine alte Version des Internet Explorers, die leider nicht mehr unterstützt wird. Bitte verwenden Sie einen aktuellen Browser. Falls Ihnen die Rechte hierfür fehlen, können Sie Ihren Internet Explorer auch um Google Chrome Frame erweitern. Die Erweiterung ermöglicht Ihnen die Darstellung von Webseiten, die den Internet Explorer nicht mehr unterstützen. Der Download ist hier möglich.


Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

     

Das Projekt EMIL – Emotionen regulieren lernen ist Teil des Programms „Verbesserung der Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ und widmet sich der Frage, wie Erzieher und Erzieherinnen Kindern helfen können, ihre exekutiven Funktionen bestmöglich zu entwickeln und damit die sozial-emotionale Kompetenz zu stärken. „Exekutive Funktionen“ sind geistige Fähigkeiten, die es uns ermöglichen, unser Denken und Verhalten bewusst zu steuern sowie kontrolliert mit den eigenen Gefühlen umzugehen.

Mit der Entwicklung, Erprobung und Evaluierung eines entsprechenden Konzepts hat die Baden-Württemberg Stiftung das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm beauftragt. 

EMIL ist ein Konzept, das an der täglichen Arbeit von pädagogischen Fachkräften im Kindergarten anknüpft. Dafür werden Kita-Teams darin qualifiziert, wie sie in ihrem Alltag viele Gelegenheiten für selbstgesteuertes Tun und soziales Lernen schaffen können. Dies erfolgt nicht in einem gesonderten Programm, sondern tagtäglich in der Interaktion mit den Kindern. Die pädagogischen Fachkräfte werden befähigt, ihr professionelles Handeln bezüglich der Förderung kindlicher Selbstregulation zu reflektieren und zu erweitern. Die vom ZNL entwickelten Methoden und Materialien für den Kindergartenalltag sollen pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen, alltagsbegleitend exekutive Funktionen und dabei besonders die inhibitorische Verhaltenssteuerung, planvolles und flexibles Vorgehen, die Aufmerksamkeitslenkung sowie die Regulierung eigener Emotionen von Kindern spielerisch zu fördern. Parallel zu der Entwicklung des EMIL-Konzepts wurden in einer Evaluation die Wirkung und die Akzeptanz des Konzepts in der Praxis geprüft.

Landesweit erprobt

Das Konzept und die Wirkung von EMIL wurden landesweit in Kitas mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen erprobt. Die bisherigen Auswertungen haben gezeigt, dass an EMIL beteiligte Kinder über eine signifikant bessere Verhaltensinhibition und Perspektivenübernahme sowie über eine größere Kapazität des Arbeitsgedächtnisses verfügen. Zudem deuten die Auswertungen darauf hin, dass die Kinder der Interventionsgruppe eine bessere kognitive Flexibilität entwickeln. Die Teams der beteiligten Einrichtungen haben ihrer Aussage nach sehr von der Teilnahme an EMIL profitiert. Sie beurteilten die Themen und Inhalte der Qualifizierungen sowie die Art der Vermittlung mit „gut“ oder „sehr gut“. Die pädagogischen Fachkräfte berichten, dass sie Vieles in ihrem pädagogischen Alltag umsetzen können. So ermutigen sie Kinder häufiger, selbsttätig nach Lösungen zu suchen und beziehen sie in Konfliktsituationen stärker mit ein. Auch die Raumgestaltung und das Materialangebot sind bewusst darauf ausgerichtet, dass die Kinder ihr Miteinander selbstreguliert und an gemeinsamen Zielen orientiert gestalten können. Kleine Spiele und Rituale zur Förderung der exekutiven Funktionen werden seit EMIL bewusster in den Alltag eingeflochten.

EMIL wird allen interessierten pädagogischen Fachkräften im Land als kostenlose Schulung angeboten. Informationen zu den Schulungsinhalten und zum  Anmeldeverfahren im aktuellen EMIL-Imageflyer und auf der Website des TransferZentrums für Neurowissenschaften.

Am 13. und 14. Oktober 2014 fand im Haus der Wirtschaft in Stuttgart der erste internationale Kongress zu exekutiven Funktionen in Deutschland statt, der insbesondere den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Praxis zum Ziel hatte. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wurden neueste Forschungsergebnisse im Feld der exekutiven Funktionen vorgestellt. International renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren der Einladung der Baden-Württemberg Stiftung gefolgt und berichteten über die aktuelle Forschungslage, die Bedeutung für die Praxis sowie zukünftige Richtungen bei diesem Thema zu referieren.

Neben Fachvorträgen wurden interessante Workshops sowie eine Posterausstellung zu aktuellen Forschungsprojekten und -ergebnissen angeboten.

Ausführliche Informationen zu den angeboten Tagungsinhalten sowie den Referentinnen und Referenten und finden Sie in der Kongresspublikation:

Kontakt

TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm

Laura Walk
Tel.: 0731/500-62006
E-Mail: Laura.walk@znl-ulm.de