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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

     

Die UN-Behindertenrechtskonvention betont, dass jungen Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit gegeben werden soll, gleichberechtigt mit anderen Kindern eine vorschulische oder schulische Bildungseinrichtung zu besuchen. Im Rahmen inklusiver Beschulung werden immer mehr Schulbegleiter eingesetzt. Schulbegleiter unterstützen Kinder und Jugendliche mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung in ihrem schulischen Alltag. Verlässliche und einheitliche Standards gibt es hierzu nicht, jedoch eine Vielzahl an Ansätzen und Modellen.

Ziel des Projekts der Baden-Württemberg Stiftung war die Entwicklung und die wissenschaftliche Evaluation eines Curriculums für Schulbegleiter von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung bzw. für Kinder und Jugendliche, die von Behinderung bedroht sind. Das geplante Vorhaben war auf vier Jahre angelegt und wurde im März 2017 erfolgreich abgeschlossen und das fertige Curriculum in Ulm vorgestellt. Mit dem Projekt konnte ein gewinnbringender Beitrag zur aktuellen Inklusionsdebatte geleistet werden, ohne dabei die Verantwortung der Schulen für die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Schüler aus dem Blick zu verlieren.  

Mit der Erstellung und Erprobung des Curriculums wurde ein Projektteam der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm unter Leitung von Prof. Dr. Fegert und Prof. Dr. Ziegenhain beauftragt. 
Die Einführung des Curriculums in Baden-Württemberg wird aktiv von einem Begleitkreis unterstützt und die Fortbildungen evaluiert. Nähere Informationen finden Sie unten stehend (Landesweites Fortbildungsangebot).

Das fertige Curriculum bietet einen qualitativ hohen Standard für die Qualifizierung von Schulbegleitern in Baden-Württemberg und wird vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg begrüßt. Das wird in einem gemeinsamen Empfehlungsschreiben von Frau Ministerin  Dr. Susanne Eisenmann  und Herrn Minister Manfred Lucha MdL zum Ausdruck gebracht.

Die Baden-Württemberg Stiftung und das Universitätsklinikum Ulm, unterstützt vom Beirat des Projekts, haben ein großes Interesse daran, das Fortbildungsangebot zu verbreiten. Um die Qualität der Fortbildung auf dem Weg in die Breite zu sichern, bieten die Baden-Württemberg Stiftung und das Universitätsklinikum Ulm folgende Perspektive zur Verstetigung an:

• Alle Träger und Institutionen im Land haben die Möglichkeit, die Fortbildung „Schulbegleiter“ anzubieten. Voraussetzung hierfür ist, dass die Fortbildung von ausgebildeten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gemäß dem dreitätigen Curriculum durchgeführt wird.

• Die organisatorischen Details sowie alle weiteren Modalitäten sind den Trägern/Institutionen bzw. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren selbst vorbehalten.

• Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden auch zukünftig in regelmäßigen Abständen in speziellen Schulungen ausgebildet. Aktuell stehen ca. 30 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Baden-Württemberg zur Verfügung.

• Die Zertifizierung der fortgebildeten „Schulbegleiter“ verbleibt wie bisher bei der Baden-Württemberg Stiftung und dem Universitätsklinikum Ulm. Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass die Fortbildung gemäß dem Standard und als dreitägige Schulung durchgeführt wird.

• Die Baden-Württemberg Stiftung und das Universitätsklinikum Ulm tragen mit der Bereitstellung einer Homepage dazu bei, die Fortbildung öffentlich und überregional bekannt zu machen. Auf der Homepage werden alle geplanten Fortbildungen mit dem Verweis auf die jeweiligen Ansprechpartner gelistet sein. An diesen Schritt ist auch der Versand der kostenfreien Begleitmaterialien für die Fortbildungsteilnehmenden geknüpft.

• Das Universitätsklinikum Ulm wird den Stand der Verbreitung der Fortbildung und die Zahl der zertifizierten Schulbegleiter dokumentieren sowie die Qualität der Fortbildungen auch zukünftig evaluieren.

Bei Rückfragen zum Fortbildungsangebot „Schulbegleiter“ wenden Sie sich bitte an das Universitätsklinikum Ulm (E-Mail-Adresse: projekt.schulbegleiter@uniklinik-ulm.de; Telefonnummer Forschungshaussekretariat: 0731 500-61612). 

Am 5. Juli 2016 fand im Tagungszentrum der Katholischen Akademie Berlin der Fachtag Schulbegleitung - Motor oder Bremse schulischer Inklusion? statt. Rund 80 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen zum Thema Schulbegleitung.

Insbesondere konnte die im Rahmen des Projekts der Baden-Württemberg Stiftung erstellte Expertise zu Rechtsfragen in der Praxis vorgestellt werden.   Weitere Expertenvorträge und eine Podiumsdisdiskussion rundeten den Fachtag ab.

Die Expertise und weitere Projekthintergründe finden Sie hier.

Die Fachvorträge im Einzelnen finden Sie hier.

Professor Jörg M. Fegert (Uniklinikum Ulm): Inklusion und Teilhabereform aus ärztlich-therapeutischer Sicht

Professorin Ute Ziegenhain (Uniklinikum Ulm): Das Projekt Schulbegleiter - Entwicklung eines interdisziplinären Curriculums als Beitrag zur Inklusion

Dr. Thomas Meysen (Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V., Heidelberg): Expertise "Rechtsfragen in der Praxis der Schulbegleitung"


Dr. Wolfgang Dworschak (Ludwig-Maximilians-Universität München): Schulbegleitung - das Mittel der Wahl zur schulischen Inklusion?

Da es bisher keine aussagekräftigen Daten zu Schulbegleitern in Baden-Württemberg gibt, wurde zu Beginn des Projektes eine landesweite Erhebung an allgemein bildenden Schulen durchgeführt. Es sollte damit geklärt werden, wie viele Schulbegleiter es derzeit gibt, welche beruflichen Hintergründe diese haben und welche Aufgaben sie bei der Begleitung der Schüler übernehmen. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Um konstruktive Rückmeldungen aus Wissenschaft und Praxis bei der Konzipierung des Curriculums berücksichtigen zu können, wird das Projekt durch einen Praxis- und einen Expertenbeirat begleitet.

Expertenbeirat:

  • Professorin Dr. Judit Hollenweger, Pädagogische Hochschule Zürich

  • Professor Dr. Hans Peter Füssel, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung Berlin

  • Professorin Dr. Lisa Pfahl, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Dr. Wolfgang Dworschak, Ludwig-Maximillians-Universität München

  • Dr. Luise Poustka, Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim

  • Dr. Thomas Meysen, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. Heidelberg

  • Professor Dr. Reinhard Wiesner, Bernzen Sonntag Rechtsanwälte Berlin

  • Dr. Andreas Oberle, Klinikum Stuttgart, Olgahospital

  • Bernhard Scholten, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie Rheinland-Pfalz

  • Professor Dr. Rüdiger Kißgen, Universität Siegen

  • Professor Jo Jerg, Evangelische Hochschule Ludwigsburg 

 

Praxisbeirat:

  • Sönke Asmussen, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

  • Gerd Weimer, Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Baden-Württemberg

  • Gabriele Lagger, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg 

  • Roland Kaiser, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (Dezernat Jugend)

  • Franz Schmeller, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (Dezernat Soziales)

  • Frank Kissling, Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe für behinderte Menschen Baden-Württemberg

  • Dr. Stefanie Hinz, Städtetag Baden-Württemberg

  • Theo Keck, Landeselternbeirat Baden-Württemberg

  • Gerhard Semler, Stadt Ulm

  • Hansjörg Böhringer, Der PARITÄTISCHE Landesverband Baden-Württemberg

  • Dr. Heike Schmidt-Obkirchner, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

  • Jutta Pagel-Steidl, Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg

  • Erwin Berger, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg

Schulbegleitung als Beitrag zur Inklusion - Bestandsaufnahme und Rechtsexpertise

Schriftenreihe Nr. 81

Die 2008 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention und 2009 durch die Bundesregierung ratifizierte UN-Behinderechtskonvention ist ein Meilenstein zur Herstellung umfassender Teilhaberechte von Menschen mit einer Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Besondere Bedeutung kommt Artikel 24 der Konvention zu: Er legt die Möglichkeit des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderung in allgemein bildenden Schulen fest. Die vorliegende Publikation enthält eine Rechtsexpertise zu den derzeit bestehenden Rechtsgrundlagen der Praxis der Schulbegleitung. Zudem  wichtige Informationen über den beruflichen Hintergrund, die Qualifizierung und die alltäglichen Aufgaben der Schulbegleiter in Baden-Württemberg.

Interessierte Einrichtungen und Personen aus Baden-Württemberg können die Publikation hier kostenlos bestellen oder hier herunterladen.