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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

     

     

Die Zahl der Menschen, die in unserem Land Schutz suchen, weil sie vor Krieg, Verfolgung, humanitären Missständen oder vor der Zerstörung ihres Lebensraumes fliehen, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit Blick auf die wachsende Vielfalt unserer Gesellschaft beschäftigt sich der aktuelle Diskurs deshalb verstärkt mit den Fragen, wer „wir“ sind und wie „wir“ zusammenleben wollen.

Ganz entscheidend für ein gelungenes Miteinander ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Baden-Württemberg Stiftung hat deshalb ein Programm initiiert, dass die Teilhabe von Mitmenschen mit Zuwanderungs- und Fluchterfahrung am gesellschaftlichen Leben fördern und so möglicher Ausgrenzung und Diskriminierung zuvorzukommen soll. Gemeinsam mit der Allianz für Beteiligung führt die Baden-Württemberg Stiftung in den nächsten drei Jahren das Programm Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders durch.

Kern der ausgewählten Projekte wird die Begegnung und das Miteinander unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen sein, insbesondere unter der Beteiligung von Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung. Die Projekte sollten den Mut aufbringen, kreative Wege zu gehen und wahrnehmbare Veränderungen in ihrem jeweiligen Umfeld anzustoßen.

Orte des Miteinanders werden von vielen Beteiligten geschaffen. Kommunen, Landkreise, Wohlfahrtsverbände oder Vereine, sie alle bringen sich aktiv in die Gestaltung unseres Zusammenlebens ein. Sie sind genauso Zielgruppe des Programms, wie auch die oft losen Zusammenschlüsse, Bürgergruppen oder Initiativen, die schnell und pragmatisch helfen möchten, aber aufgrund der fehlenden Organisationsstruktur vor großen Hürden stehen.

Um auch diese Akteure in das Programm mit einzubinden, bietet die Allianz für Beteiligung allen interessierten zivilgesellschaftlichen Akteuren ohne Gemeinnützigkeitsstatus Unterstützung an.

Das Programm wird unter der Leitung von Prof. Albert Scherr, PH Freiburg, wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitung wird während der Programmlaufzeit nicht nur die Evaluierung durchführen, sondern auch in den fachlichen Dialog mit den Projektverantwortlichen treten. Das Programm und die Evaluationsergebnisse werden dokumentiert. Diese Dokumentation wird in Form eines Abschlussberichts nach der Programmlaufzeit von drei Jahren der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Allianz für Beteiligung

Die Allianz für Beteiligung ist ein Netzwerk von Akteuren in Baden-Württemberg, die sich für eine Stärkung der Bürgerbeteiligung und der Zivilgesellschaft einsetzen. Die Allianz möchte erreichen, dass sich Bürger in Entscheidungsprozesse in ihrer Gemeinde einbringen und sie von Anfang an mitgestalten können. Dabei bietet sie im Besonderen Akteuren der Zivilgesellschaft (bürgerschaftlichen Initiativen, Arbeitsgruppen, Vereinen usw.) die Möglichkeit, sich zu ihren Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Zudem macht sie gelungene Beteiligungsprojekte in Baden-Württemberg sichtbar und bietet Bildungsveranstaltungen an, in denen sie über Möglichkeiten und Verfahren guter Beteiligung informiert.
 
Den Impuls zur Gründung der Allianz für Beteiligung hat Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg, gegeben. Die Allianz für Beteiligung wird vom Land Baden-Württemberg, der Baden-Württemberg Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Breuninger Stiftung und der Führungsakademie Baden-Württemberg gefördert.

Im Rahmen des Programms Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders ist die Allianz für Beteiligung Kooperationspartner der Baden-Württemberg Stiftung und Ansprechpartner für alle zivilgesellschaftlichen Akteure ohne Gemeinnützigkeitsstatus (z.B. Bürgergruppen). Sie berät zunächst die Antragsteller und unterstützt die ausgewählten Projekte anschließend in Form von Wissensvermittlung und Vernetzung.

Das Vorgänger-Programm Vielfalt gefällt! 60 Orte der Integration wurde von der Tübinger Forschungsgruppe für Migration, Integration, Jugend, Verbände unter der Leitung von Herrn Professor Dr. Dr. h.c. Josef Held wissenschaftlich begleitet.

2012 – im Jahr des Landesjubiläums – wurde das Programm von der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Integration ins Leben gerufen und diente der Erprobung und Förderung neuer und nachhaltiger Integrationsansätze in verschiedenen Handlungsfeldern an 60 Orten im Land.

Bei der Evaluation handelte es sich um eine begleitende Praxisforschung, die die Reflexion über das eigene Handeln und das gemeinsame Interesse an einer Verbesserung der Praxis in der Integrationsarbeit in den Mittelpunkt stellte.
Das neue Programm Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders baut auf den Erkenntnissen des Vorgängerprogramms auf und möchte insbesondere den Aspekt der Begegnung und dem damit verbundenen Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung in den Fokus rücken.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung finden Sie hier.