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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

     

Die Jugend ist im Leben nicht nur eine Phase des Aufbruchs und Entdeckens, sondern auch eine Zeit voller Unsicherheiten, neuen Leistungsanforderungen, Ablösung, Identitätssuche und emotionalen Achterbahnfahrten – kurzum ein Lebensalter, das durch Ambivalenzen geprägt ist und höchste Ansprüche an die Entwicklungsaufgabe des jungen Menschen stellt.

In dieser Lebensphase kann es auch zum jugendtypischen Probierverhalten von Sucht- und Rauschmitteln kommen. Ein Ausprobieren, das große gesundheitliche und entwicklungshemmende Risiken birgt. Im Jugendalter sind es vor allem die Substanzen Tabak, Alkohol und Cannabis, deren Wirkung ausprobiert wird. Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rauchen 8,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, 20 Prozent der 12 bis 15-Jährigen trinken mindestens einmal im Monat Alkohol (bei den 16 bis 17-Jährigen bereits 60 Prozent) und Cannabis haben in dieser Altersklasse 8,7 Prozent zumindest probiert.

Die Aufklärung zu Konsumrisiken und sämtliche Aspekte rund um die Suchtprävention im Jugendalter ist eine zentrale Aufgabe für alle, die die Jugendlichen in ihrer Entwicklung begleiten. An erster Stelle sind hier zwar Elternhaus und Schule in der Pflicht,  aber die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ist sehr viel vielfältiger. Freizeitkult, Social Media, Leben im öffentlichen Raum, Peers in Verbänden und Vereinen oder unverbindliches Engagement zu aktuellen Themen – das und mehr zieht Jugendliche an und prägt ihren Lebensstil.

Hier setzt das Programm Partizipative Suchtprävention im Jugendalter an, indem es die Entwicklung und Erprobung partizipativer Projekte zur Suchtprävention im Jugendalter ermöglicht.

Bis einschließlich Mittwoch, den 15. Januar 2020 können gemeinnützige Organisationen und Kommunen einen Projektantrag einreichen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online über die Webseite der Baden-Württemberg Stiftung.

Es werden ausschließlich Anträge zur Entscheidung zugelassen, die das von der Baden-Württemberg Stiftung zur Verfügung gestellte Antragsformular sowie den ebenfalls von der Baden-Württemberg Stiftung zur Verfügung gestellten Finanzplan umfassen. Zudem ist bei gemeinnützigen Körperschaften ein aktueller Freistellungsbescheid beizufügen.

Anträge in Papierform sind nicht mehr zulässig.

Bereits seit der Ottawa-Charta (1986) ist das Prinzip der Partizipation unstrittig in der Gesundheitsförderung und Prävention. Partizipation gehört zu den zwölf Good-Practice-Kriterien und ist mittlerweile im Leitfaden Prävention des Gesamtkassenverbandes der Krankenkassen (GKV) als Fördervoraussetzung benannt. Dabei geht es letztlich um Programme und Konzepte für Setting Ansätze, die sich in der Lebenswelt der zu erreichenden Zielgruppe bewegen. Die Bedingungen, partizipative Ansätze zu verwirklichen, sind jedoch bisher spärlich. Die Regel ist nach wie vor, dass Programme von Fachkräften entwickelt werden und dann die Zielgruppen damit erreicht werden müssen. Es ist notwendig, Bedingungen anzubieten, unter denen echte partizipative Ansätze entstehen können. Dies soll in der Sucht- und Drogenprävention mit Jugendlichen entwickelt werden.

 

Im Rahmen des Programms sollen partizipative Projekte zur Suchtprävention im Jugendalter entwickelt und erprobt werden. Ziel soll es dabei sein, Ansätze zu entwickeln, die die Beteiligung der Zielgruppe (Jugendliche im Alter von 13- 18 Jahren) in allen Phasen des Projektes ermöglichen und sicherstellen. Dafür müssen Räume zum Experimentieren und Reflektieren geschaffen werden, damit die Beteiligten lernen können, wie sich Partizipation am besten realisieren lässt. Partizipation fordert heraus, weil sie Zeit, Flexibilität, Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die Bereitschaft, auch außerhalb von Hierarchien zu agieren, Vertrauensaufbau und Kontinuität in der Zusammenarbeit verlangt. 

Das Programm unterstützt den partizipativen Ansatz der Modellprojekte, indem es flexibel die Möglichkeit eröffnet, dass Projekte ihre Pläne im Vorfeld partizipativ konzipieren und im Projektverlauf in partizipativen Prozessen nachsteuern und anpassen können. Auf diese Weise soll berücksichtigt werden, dass es sich um einen Entwicklungsprozess handelt, der für die Umsetzung Zeit und Mittel erfordert, dadurch jedoch langfristig eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Beteiligten und die Nachhaltigkeit der Projekte ermöglicht.

 

Die Baden-Württemberg Stiftung wird bei der Programmumsetzung von der Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg unterstützt.

Fragen richten Sie an:

Klara Metzger
Referentin für Suchtprävention
Landesstelle für Suchtfragen
der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Tel. 0711 / 61967 34
E-Mail: metzger@suchtfragen.de 

Erreichbarkeit: Mo. & Di.: 9.00 – 16.0, Mi.: 9.00 – 12.00