Familienorientierte Prävention häuslicher Gewalt
Gesellschaft&Kultur · Familie, Gesundheit · Programm · Kinder, Jugendliche, Eltern
Familienorientierte Prävention häuslicher Gewalt
Kurzbeschreibung
Erhebungen zeigen, dass die Covid-19-Pandemie die Situation der Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, weiter verschärft hat. Das Programm nimmt familienorientierte Prävention häuslicher Gewalt in den Fokus. Die Baden-Württemberg Stiftung wird in Kooperation mit der Stiftung Präventive Jugendhilfe (Schirmherrin Herzogin Marie von Württemberg) ein neues Konzept entwickeln und erproben, wie sich alle Betroffenen in Maßnahmen zusammenführen lassen und Gewalt in Familien nachhaltig reduziert werden kann. Klassische Präventions- und Interventionsangebote sind bislang eher spezifisch auf Täter oder Opfer ausgerichtet.
Ziel
Im neuen Programm soll die gesamte Familie in den Blick genommen und positiv auf das Verhalten der Eltern eingewirkt werden, im Sinne einer psychisch gesunden Entwicklung für die Kinder. Dabei geht es gleichzeitig darum, allen Familienmitgliedern gerecht zu werden und sie jeweils bestmöglich zu unterstützen und zu versorgen. Ein solcherart familienorientierter Ansatz kann nur interdisziplinär gestaltet werden und setzt verbindliche Kooperations- und Vernetzungsstrukturen vor Ort voraus.
Fachtag Häusliche Gewalt
Am 13. Dezember fand mit dem Fachtag der offizielle Auftakt zum Programm Familienorientierte Prävention häuslicher Gewalt statt. Der Tag diente einer fachlichen Einordnung des Programmthemas in den vorhandenen „Hilfealltag“ bei häuslicher Gewalt in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis wurde die interessierte (Fach)Öffentlichkeit perspektivisch über aktuelle Entwicklungen zum Thema informiert.
Der Fachtag wurde im Hybridformat durchgeführt. Während die Anwesenden vor Ort aktiv in die Diskussion eingebunden wurden, konnten die Zuschauer über eine Chatfunktion im Stream Fragen und Anregungen einreichen, die in der weiteren Entwicklung Berücksichtigung finden. Rund 160 Personen haben teilgenommen, davon 50 vor Ort.
Einladungsflyer zum "Fachtag Häusliche Gewalt"