Ziel
Die Corona-Pandemie hat deutlich aufgezeigt, dass für Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen der fehlende Zugang zu bzw. Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln und das Leben in gesonderten Welten den Anschluss an eine gleichberechtigte Teilhabe drastisch einschränkt. Menschen mit Behinderungserfahrungen erhalten im Projekt Raum, um ihre Bedürfnisse, Interessen und Wünsche zu artikulieren und diese in inklusiven Projektkontexten zu erproben. Mit diesem Empowermentansatz wird eine nachhaltige Entwicklung bzw. Implementierung der inklusiven Aktivitäten ermöglicht. Die unmittelbare Einbindung von Expertinnen und Experten mit Behinderungserfahrung in die Projektumsetzung und Vermittlung von Inhalten (Peer Counselling) dient der Stärkung des Empowermentansatzes.
Wie das gelingen kann, wird in den kommenden drei Jahren in zwölf Modellprojekten erprobt, die mindestens einen der nachstehenden Schwerpunkte fokussieren:
Inklusion und Digitalisierung Inklusion und Teilgabe Inklusion und Biografiearbeit
Im Programm Teilhabe - Bildung - Inklusion wurden von 2023 bis 2026 elf Projekte gefördert, die die Teilhabeperspektive von Menschen mit Behinderungserfahrung in Richtung Teilgabe weiteten. Dabei konnten sie ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente entfalten und weiterentwickeln. So wurden sie zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihrer eigenen Lebenswelt sowie eines inklusiven Gemeinwesens. Dieser Bericht gibt Einblicke in die wissenschaftliche Begleitforschung sowie unmittelbar in die Projekte und deren unterschiedlichen Konzepte.