„Für uns war der Weg in die Selbstständigkeit der richtige. Mit dem nötigen Biss lassen sich im Handwerk Träume verwirklichen“, sagt Diana Scheuerle, 48. Mit ihrem Mann Heiko leitet sie seit mehr als 25 Jahren den eigenen Malerbetrieb in Herrenberg. Während er die Arbeit auf den Baustellen koordiniert und sich um die Akquise kümmert, ist sie für die Buchhaltung, die Lohnabrechnungen und das Marketing zuständig. Was beiden wichtig ist: immer einen Schritt weiterzudenken. „Wir wollen Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und betriebswirtschaftlichen Erfolg zusammenbringen“, sagt Diana Scheuerle. „Schon allein als Eltern sehen wir uns in der Pflicht: Was hinterlassen wir unseren Kindern?“ In ihrer Branche sind sie als klimaneutraler Betrieb Vorreiter: Sie haben ihre Malerwerkstätte geprüft und einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Aktuell installieren sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, das Büro funktioniert weitestgehend papierlos, Lohnabrechnungen und Stundenzettel werden digital erstellt und bearbeitet. Die verwendeten Farben sind ohnehin schon lange umweltfreundlich, Farbreste werden entweder über Spezialanbieter entsorgt oder verschenkt, etwa an regionale Kunstschaffende. Über die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg kompensiert der Betrieb unvermeidbare CO2-Emissionen. „Wir wollen unseren Teil beitragen und das Handwerk so attraktiver machen, auch für die nächste Generation“, sagt Diana Scheuerle.