Werkstattgespräch Bürgerforum

Mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis haben wir die Ergebnisse aus unserem Bürgerforum "Über Medien - über Verständigung - über uns" diskutiert und Wege zur Umsetzung identifiziert.

Beim Werkstattgespräch rund um das Bürgerforum zur Zukunft der Medienlandschaft kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Medien, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger zu diskutieren und die Möglichkeiten der Umsetzung auszuloten.

Im Verlauf der Veranstaltung, die in Kooperation mit der Pressestiftung Baden-Württemberg stattfand, wurden unter anderem die Rolle der Medien für eine lebendige Demokratie, die Förderung von Qualitätsjournalismus, die Stärkung der Medienbildung sowie die Herausforderungen durch digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz thematisiert.

Der Vorsitzende der Pressestiftung BW, Dr. Jens Schmitz, moderierte das Gespräch, das sich in drei Themenblöcke gliederte: Politik, Medien und Medienkompetenz. In den einzelnen Phasen wurde anhand der Empfehlungen und eines Inputs von Landtagspräsident Thomas Strobl, SWR-Intendant Prof. Dr. Kai Gniffke und VSZV- und APR-Geschäftsführer Prof. Dr. Holger Paesler gemeinsam diskutiert.

Thomas Strobl, Präsident des Landtags von Baden-Württemberg, betonte die Bedeutung des Ehrenamts für die Demokratie und die Selbstwirksamkeit der Bürgerinnen und Bürger. Er sprach über die „Politik des Gehörtwerdens“ und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft – und lobte das Bürgerforum.

Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant beim Südwestrundfunk (SWR), sprach in seinem Impuls über die Verbindung zwischen Medien und Demokratie, die Idee einer europäischen Mediathek sowie die Kartellrechtsnovelle. Ihn treibt vor allem auch die Leistungsfähigkeit des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks um.

Dr. Holger Paesler, Geschäftsführer des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger e. V. (VSZV) und der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk, betonte, dass Medien nicht gleich Medien seien. Er beschrieb Medien als Demokratietechnik, warb für Investitionen in Medienbildung und machte deutlich, dass der digitale Raum kein rechtsfreier Raum sei. 

Vertreten waren weitere Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Verwaltung und Wissenschaft sowie wichtigen Institutionen, die sich mit demokratischer Teilhabe, Medien und politischer Bildung beschäftigen. Sie hatten sich ernsthaft mit dem Empfehlungsbericht des Bürgerforums auseinandergesetzt, griffen mehrere interessante Ansätze auf und vertieften diese – etwa in Diskussionen um die Förderung des Lokaljournalismus, Altersbeschränkungen für Social Media, Umgang mit Intermediären, Stärkung der Medienbildung von jungen Menschen sowie Kennzeichnungspflicht für KI und Qualitätslabel für journalistische Inhalte. Es nahm zudem eine Zufallsbürgerin aus dem Bürgerforum teil, die den Ausführungen sehr interessiert folgte.

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