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Bürgerforum
Wie wollen wir uns in Zukunft informieren und austauschen?
Gemeinsam mit der Pressestiftung Baden-Württemberg haben wir die Bürgerforen „Über Medien – Über Verständigung – Über uns“ realisiert.
Neun Themenfelder, 44 Empfehlungen – am Samstag, 17. Januar 2026, haben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Medien in Stuttgart die Ergebnisse eines Bürgerforums zur Zukunft der Medienlandschaft entgegengenommen. Das Forum mit dem Titel „Über Medien – Über Verständigung – Über uns: Wie wollen wir uns in Zukunft informieren und austauschen?“ ist ein Projekt der Pressestiftung Baden-Württemberg, es wurde von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert.
Am Ende dieser Seite finden Sie die Ergebnisse zum Download.
Sieben Vertreter:innen der Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger verkündeten die Ergebnisse aus den Workshops der vergangenen sechs Monate. Die Empfehlungen wurden von den Teilnehmenden erarbeitet und wissenschaftlich von Prof. Dr. Uwe Wagschal begleitet. Gerichtet waren sie vor allem an die anwesenden Medienvertreterinnen und -vertreter des Landes.
„Die Baden-Württemberg Stiftung hat als Auftrag, Zukunft zu stiften für Baden-Württemberg. Wir sind, mit allen Spielräumen, die wir haben, zu 100% dem Land verpflichtet und wir wollen dafür sorgen, dass das Land gut aufgestellt in die Zukunft geht. Dafür wird eine stabile, handlungsfähige Demokratie, dafür wird eine handlungsfähige Regierung, dafür wird ein selbstbewusstes Parlament benötigt. Es werden aber vor allen Dingen gut informierte, selbstbewusste, engagierte Bürgerinnen und Bürger, die auch Verantwortung übernehmen, die sich einmischen, die ihre Stimme erheben. Die Frage ist drängend und brisant für und alle, aber auch das Instrument der Beteiligung über Zufallsbürger ist eines, von dem wir lernen wollen, wie funktioniert dies, was können wir daraus lernen“ sagte Theresia Bauer, Geschäftsführerin der Baden-Württemberg Stiftung.
Die schriftlich zusammengefassten Empfehlungen wurden Vertreter:innen von Politik und Medien überreicht. Anwesend waren dafür Muhterem Aras (Präsidentin des Landtags Baden-Württemberg), Barbara Bosch (Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung), Prof. Dr. Kai Gniffke (Intendant SWR), Anna‑Maria Schuck (ZDF-Studioleiterin) und Prof. Dr. Holger Paesler (Verlegerverband).
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Unter den Empfehlungen war unter anderem ein verantwortungsbewussterer Umgang mit Künstlicher Intelligenz ein zentrales Thema: Wenn KI zum Einsatz kommt, soll sie weiterhin deutlich gekennzeichnet werden und die menschliche Intelligenz niemals vollständig ersetzen. Zudem plädierten die Teilnehmenden für altersbezogene Einschränkungen beim Einsatz digitaler Medien und betonten, wie wichtig es ist, auch in Zukunft die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv als Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung der Medienlandschaft einzubringen. Eine Teilnehmerin beschrieb dieses Engagement als „ein beflügelndes Erlebnis“, das zeigt, wie wertvoll gelebte Mitbestimmung ist.
Besonders betont wurde von den Medienvertreterinnen und -vertretern, dass die Empfehlungen ernst genommen und nicht ignoriert werden. So versicherte die Landtagspräsidentin Muhetrem Aras: „Wir politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger werden uns die Ergebnisse des Bürgerforums sehr genau anschauen. Uns interessiert, was die Bürgerinnen und Bürger von der Medienlandschaft der Zukunft erwarten. Denn: Freie politische Meinungsbildung braucht ausgewogene, einordnende Berichterstattung, braucht objektive und unabhängige Nachrichten, braucht verlässliche, verifizierte Informationen.“
Moderiert wurde die Bekanntgabe und Übergabe der Empfehlungen von Kimsy von Reischach.
Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit für Austausch an verschiedenen Thementischen, die bei Häppchen und Getränken rege genutzt wurde.