Die Themen aus den drei Gruppen werden anschließend gemeinsam im Fishbowl-Format diskutiert: Eine Person aus jeder Gruppe bringt die Ergebnisse in die moderierte Diskussion ein. Neben den festen Sitzplätzen lädt ein frei gehaltener Stuhl das Publikum dazu ein, sich jederzeit in die Diskussion einzubringen, damit möglichst viele Beteiligte mitreden können.
Wichtige Erkenntnisse und Anregungen aus der Fishbowl:
- Angespannte Haushaltslagen in Kommunen sollen sich nicht auf die Handlungsfähigkeit von Kitas auswirken. Dabei wurde die Frage aufgeworfen: Welche Instrumente haben Kommunen, um trotzdem die Betreuungspflicht und Vorgaben zu gewährleisten?
- Ob der Erprobungsparagraf als erfolgreich oder nicht zielführend zu bewerten ist, lässt sich erst nach Abschluss der Evaluation und Auswertung der erhobenen Daten fundiert beurteilen.
- Viele Träger agieren bei Projekten im Rahmen des Erprobungsparagrafen besonnen und veranstwortungsbewusst. Sie sind sich bewusst, dass zahlreiche Akteure eingebunden werden müssen und legen großen Wert auf qualitativ hochwertige Betreuung.
- Träger und ihre Kitas sollten verstärkt Erfolgsgeschichten teilen, um Best Practice sichtbar zu machen und andere Einrichtungen zu ermutigen - Vieles hängt von der Leitung, den Beteiligungsprozessen und der Identifikation mit der eigenen Einrichtung ab. Die Qualifizierung von Leitungen ist ein wichtiger Hebel.
- Quereinstiege oder Einstieg für Menschen ohne Qualifikation leichter machen. Auch Begrifflichkeiten sollten klar definiert werden, um niemanden "herabzustufen".
- Auch Quereinsteigende bringen viel Expertise mit, werden aber durch gesetzliche Vorgaben oder Strukturen daran gehindert, "richtig" mitzuarbeiten.
- Fachkräfte aus unterschiedlichen Ländern: Bleiben sie? Sprachbarrieren bei pädagogischer Fachsprache in Kitas.
- Nicht nur neue Fachkräfte gewinnen, sondern auch halten, z.B. Fort- und Weiterbildungsangebote für Bestandsmitarbeitende anbieten
- Blick ins Ausland: Was machen andere Länder anders?
- Prüfbare Standards und Checklisten, aber Freiheit bei der Umsetzung wichtig.
Danke an Axel Habermehl für die Moderation des Abends!