Klimaschutz konkret: Impulsfrühstück zum Klimafonds Baden-Württemberg
Wie wird aus guten Ideen konkreter Klimaschutz? Welche Beiträge können Unternehmen leisten? Und welche Rahmenbedingungen muss die Landespolitik dafür schaffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des zweiten Impulsfrühstücks der Baden-Württemberg Stiftung am 7. Oktober 2026 im Café ISOPI in Stuttgart.
Zum Austausch kamen Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmensverbänden, dem Landtag, den Landesministerien und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Im Fokus stand der Klimafonds Baden-Württemberg der Klimaschutzstiftung. Er ermöglicht es, naturbasierte Klimaschutzprojekte im Land konkret und verlässlich umzusetzen, von der Wiedervernässung von Mooren über den Waldumbau bis hin zu Agroforstprojekten.
Wie das in der Praxis aussieht, erläuterte Prof. Dr. Markus Röhl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen am Beispiel des Kugelmooses bei Villingen-Schwenningen. Er gab Einblicke in die geplante Wiedervernässung und zeigte, wie solche Projekte zum Schutz von Klima und Natur beitragen können. Die unternehmerische Perspektive ergänzte die Württembergische Gemeinde-Versicherung a. G. , die ihre Beweggründe für ein Engagement im Klimafonds in einem Talk mit der Leiterin der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg Julia Kovar, vorstellte. Unternehmen, die sich finanziell am Klimafonds beteiligen, erhalten sogenannte Naturprämien. Diese machen auf wissenschaftlicher Grundlage sichtbar, wie ihr Beitrag Klima, Natur und Biodiversität zugutekommt. Sie sind keine CO₂-Zertifikate und dienen nicht der Anrechnung eigener Emissionen.
Die anschließende Diskussion bot Raum für Fragen zu Beteiligungsmöglichkeiten und zur Rolle der Landespolitik. Das Impulsfrühstück brachte so unterschiedliche Perspektiven zusammen und rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie naturbasierter Klimaschutz in Baden-Württemberg gemeinsam vorangebracht werden kann.