Wir stiften Zukunft
durch innovative demokratische Praxis.

Zukunftslabor für innovative demokratische Praxis

Hintergrund 

Unsere Demokratie lebt vom Diskurs, vom Austausch und vom Finden gemeinsamer Lösungen auf unterschiedliche Fragen und Herausforderungen – im Großen wie im Kleinen. Die Menschen und Institutionen, die mitgestalten wollen, fühlen sich oft nicht gehört und gesehen oder scheinen vor komplexen und undurchsichtigen Verwaltungsstrukturen und langwierigen Genehmigungsverfahren zu resignieren.
Das Vertrauen in Staat und Verwaltung sinkt.

Die bereits vorhandenen Spielräume für innovatives und rasches Handeln sind bisher wenig bekannt. So ermöglichen regional wie überregional normierte Experimentierklauseln und Regelungsbefreiungsverordnungen es, über einen bestimmten Zeitraum, bürokratische Hürden zu überwinden und innovative Ideen rasch in konkretes Handeln zu überführen.

In diese Lücke stößt die Baden-Württemberg Stiftung mit dem Programm Zukunftslabor für innovative demokratische Praxis. Damit leisten wir aktiv einen Beitrag dazu, wie das Zusammenwirken von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft und lokalen Gemeinschaften gefördert, neue Handlungsspielräume genutzt und das Vertrauen in die Demokratie und seine Institutionen gestärkt werden kann.

Worum geht es?

Mit den Zukunftslaboren werden geeignete Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ermutigt und dabei unterstützt, vorhandene Ideen rasch in soziales Handeln zu bringen.

Dabei kann es sich um Ideen zu Deregulierung und Entbürokratisierung handeln, die experimentell an einem konkreten Beispiel im jeweiligen Umfeld erprobt werden. Auch kulturelle oder soziale Herausforderungen im Quartier oder der Kommune können angegangen und gemeinschaftlich tragfähige Lösungen auf die Beine gestellt werden.

Um Erkenntnisse sichern und Wirkung nachweisen zu können, muss in jedem Projekt der Prozess von einem geeigneten Partner durchgehend wissenschaftlich begleitet sein. Der Prozess findet in einem geschützten Rahmen mit „Labor-Charakter“ statt.

Umsetzung

In einer im Herbst beginnenden Pilotphase werden zunächst bis zu vier außergewöhnliche, unkonventionelle und innovative Ideen gefördert, die einen Beitrag leisten zu Veränderungsprozessen von demokratischen Entwicklungsstrukturen, Methoden der Verfahrensvereinfachung und -beschleunigung sowie der Entwicklung von Handlungsempfehlungen für relevante Akteure in Politik, Verwaltung oder Zivilgesellschaft.

Die Auswahl der Pilotprojekte erfolgt unter Einbindung externer Expert:innen im Rahmen einer nicht-öffentlichen Ausschreibung.

Sven Walter

Referent Bildung & Gesellschaft
Tel +49 (0) 711 248 476-24
walter@bwstiftung.de