Wir stiften Bildung
Indem wir uns gegen Einsamkeit einsetzen

Bereich
Bildung & Gesellschaft
Thema
Sozialer Zusammenhalt
Typ
Programm
Zielgruppe
Jugendliche, Studierende, Vereine, Kommunen

Connected Minds:
Darum geht es

Connected Minds verfolgt das Ziel, die Einsamkeitserfahrungen junger Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren in Baden-Württemberg wirksam zu adressieren und die soziale und emotionale Verbundenheit junger Menschen zu erhöhen. Im Zentrum steht der Aufbau von praxisnahem Interventionswissen: Was hilft wirklich? Gleichzeitig setzt das Programm Impulse zur Entstigmatisierung von Einsamkeit und fördert den offenen Umgang mit dem Thema. Durch die gezielte Vernetzung von Akteuren aus Bildung, Jugendarbeit, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wird Wissen gebündelt und weitergetragen. Digitale Medien spielen dabei eine zentrale Rolle – sowohl als Teil des Problems als auch als Teil der Lösung.

Wenn Sie mehr zu Einsamkeit bei jungen Menschen erfahren wollen, finden Sie hier einen Videoimpuls von Prof. Dr. Claudia Neu (Universitäten Göttingen/Kassel) beim Online-Q&A am 20.11.2025.

Die Bewerbungsfrist ist beendet, aktuell werden die Projekte durchgeführt.

Programmbeirat Connected Minds 

Der Programmbeirat unterstützt die Stiftung bei konzeptioneller Weiterentwicklung und Auswahl der Projekte. Der Programmbeirat setzt sich aus folgenden Personen zusammen: 

  • Prof. Dr. Claudia Neu 

Professorin für Soziologie Ländlicher Räume der Universitäten Kassel/Göttingen 

  • Prof. Dr. Michael Noack 

Professor für Methoden der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit / Quartiermanagement der Hochschule Niederrhein 

  • Prof. Dr. Thomas Meyer 

Professor für Sozialarbeitswissenschaft der Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (DHBW Stuttgart) 

  • Dr. Anja Langness 

Senior Project Manager Bildung und Next Generation der Bertelsmann Stiftung 

  • Gabriele Reichhardt 

Abteilung Strategische Sozialplanung der Stadt Stuttgart 

  • Juliane Rath 

Referatsleitung Referat 23 – Jugend des Sozialministeriums 

  • Silvia Mann 

Referentin im Referat 31 – Sozialpolitische Grundsatzfragen, Koordination, Quartiersentwicklung des Sozialministeriums 

  • Lorenz Springmann 

Mitglied im Landesjugendbeirat  

  • Henriette Weiß 

Schülerin und engagierte junge Stimme gegen Einsamkeit 

Ziel

In Förderlinie A: Digitales Marketing werden die folgenden Angebote mit einer digitalen Werbekampagne auf Social Media unterstützt, um neue Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen: 

Offene Kontaktzeit - Komm vorbei der Mobile Jugendarbeit Konstanz (MJA) 

Offener Treff des Jugendreferats der Stadt Schopfheim 

Konzerte und Veranstaltungen der offenen Jugendarbeit der Stadt Horb am Neckar 

RadlKutsch des BeWoJo e.V. 

Boxworkshops der Stadt Wildberg 

Antihelden* - Digitale Beratung zu Sexualität und sexualisierter Gewalt des Vereins zur Förderung von Jugendlichen e.V. 

#Connected zwischen Büchern der Stadtbücherei von Tübingen  

Humanity Sommer Bootcamp der Humanity Foundation gGmbH 

Jugend(em)power im Behindertensport des Württembergischer Behinderten- und Rehabilitationssportverbands e.V. 

Sounds gegen Einsamkeit des Freundeskreis Hohbuch/Schafstall e.V. 

Freizeit und Beschäftigungsangebote des Kreisjugendwerks der AWO Mannheim 

Gruppenarbeit des Malteser Hilfsdienst e.V. Baden-Württemberg 

 

In Förderlinie B: Neue Konzepte werden die folgenden Angebote gefördert, um bei unterschiedlichen jungen Zielgruppen Einsamkeit zu adressieren und Verbundenheit zu stärken: 

Sozialdienst muslimischer Frauen Freiburg e.V. 

Mit niedrigschwelligen Gruppenangeboten bringt „Vibes & Bonds Freiburg“ Jugendliche und junge Erwachsene mit Flucht- oder Migrationserfahrung zusammen. Begleitet von Peer-Hosts entstehen bei gemeinsamen Aktivitäten, Workshops, Kochen, Sport und Kultur sichere Räume für Austausch, Zugehörigkeit und neue Freundschaften. Ziel ist es, unter anderem junge Menschen nachhaltig an unterstützende Angebote anzubinden. 

AWO Kreisverband e.V. – Kreisjugendwerk der AWO Karlsruhe-Stadt 

Das Projekt schafft offene Begegnungsräume für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren – besonders für neu Zugezogene, junge Erwachsene in Übergangsphasen und Menschen, die den Anschluss an Peergroups verloren haben. Kennenlernabende, Workshops, Freizeitaktionen und Informationen zu Engagementmöglichkeiten machen es leicht, neue Kontakte zu knüpfen. Ziel ist es, Zugehörigkeit, Gemeinschaft und sinnstiftende Teilhabe zu stärken.

Pyramidea e.V. 

„HoffungsTinte“ verbindet kreatives Schreiben, Illustration und interkulturellen Austausch. Jugendliche mit Einsamkeitserfahrungen – insbesondere junge Menschen mit Fluchtgeschichte, Migrationserfahrung oder Mobilitätseinschränkungen – entwickeln gemeinsam Texte und Bilder, die in einem Buch und einer öffentlichen Präsentation sichtbar werden. Das Projekt will Ausdrucksfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Freundschaften und soziale Verbundenheit stärken.

Kubus e.V. 

„PLEKS connects“ bietet jungen migrantischen und geflüchteten Frauen einen geschützten Ort für Begegnung, Austausch und Empowerment. Regelmäßige Gruppentreffen, Workshops, Ausflüge, Peer-Begleitung sowie digitale und aufsuchende Ansprache schaffen neue Zugänge zu Gemeinschaft. Ziel ist es stabile Beziehungen aufzubauen und junge Frauen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken und dadurch Einsamkeit zu reduzieren. 

Zukunftswerkstatt Rückenwind e.V. 

Bei „12 Weekend-Vibes“ gestalten junge Menschen selbst Wochenend- und Freizeitangebote für Gleichaltrige. Der Peer-to-Peer-Ansatz schafft Begegnungen auf Augenhöhe und lädt ein, gemeinsam Freizeit zu erleben, mitzuplanen und Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, soziale Beziehungen, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit zu fördern. 

Freundeskreis Hohbuch/Schafstall e.V. 

Musik wird hier zum Türöffner gegen Einsamkeit: In offenen Musikworkshops können Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam jammen, ausprobieren und Teil einer Music Community werden. Die niedrigschwelligen Sessions fördern Begegnung, kreativen Ausdruck und Selbstvertrauen – unabhängig von musikalischen Vorkenntnissen. Ziel ist es, soziale Teilhabe im Stadtteil zu stärken und neue Verbindungen entstehen zu lassen.

Gemeinde Sinzheim 

In einer Theater-Ferienwerkstatt entwickeln Jugendliche gemeinsam ein Stück über Einsamkeit, Ausgrenzung und das, was oft unsichtbar bleibt. Durch Schauspiel, gemeinsame Reflexion und Aufführungen an Schulen entsteht ein kreativer Raum, in dem Gefühle Ausdruck finden und Dialog möglich wird. Ziel ist es, Einsamkeit zu enttabuisieren, Selbstwirksamkeit zu stärken und Gemeinschaft erfahrbar zu machen. 

Duha e.V. – Verein für soziale Dienste 

Ein mobiles Wohnzimmer bringt Begegnung direkt in den öffentlichen Raum. Jugendliche und junge Erwachsene können unkompliziert ins Gespräch kommen, an kreativen Workshops teilnehmen und bei „Connect Together“ vertiefende Angebote im Vereinshaus erleben. Besonders junge Menschen mit Migrationsgeschichte oder in Risikolagen erhalten niedrigschwellige Zugänge zu Austausch, Teilhabe und unterstützenden Beziehungen. 

PerspektivenWerk e.V. 

„Connect yourself“ stärkt Jugendliche in kleinen, schulnahen Gruppen durch kreative und bewegungsorientierte Module wie Rap, Skateboarding, Theater, Yoga und Achtsamkeit. Die Teilnehmenden können ausprobieren, was ihnen guttut, und erleben dabei Gemeinschaft, Selbstausdruck und Anerkennung. Ziel ist es, Rückzugstendenzen vorzubeugen, Zugehörigkeit zu fördern und Selbstvertrauen aufzubauen.

Tübinger Verein für Sozialtherapie bei Kindern und Jugendlichen e.V. / kit jugendhilfe 

Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen mit Migrationsbiografie, die wenig außerfamiliäre Kontakte haben oder soziale Isolation erleben. In regelmäßigen Gruppenangeboten geht es um Austausch, Selbstfürsorge, Kreativität, Achtsamkeit, Peer-Beratung und das Erkunden von Freizeitmöglichkeiten im Sozialraum. Ergänzend werden Mütter durch Empowerment-Formate einbezogen. Ziel ist es, Schutzräume, Teilhabe und solidarische Netzwerke zu stärken. 

*Frauenfreundschaft auf Esperanto

AWO Soziale Dienste gGmbH Schwäbisch Hall 

„LINK UP!“ erreicht Jugendliche dort, wo sie sind – auch wenn sie bisher kaum Zugang zu bestehenden Angeboten haben. Eine mobile Projektstation, Workshops, Peer-Multiplikator*innen und digitale Kontaktmöglichkeiten schaffen neue Wege der Ansprache und Vernetzung. Ziel ist es, Einsamkeit frühzeitig sichtbar zu machen, soziale Teilhabe zu fördern und jungen Menschen konkrete Brücken in Gemeinschaft zu bauen.

Stadt Eislingen/Fils 

„Brücken bauen“ verbindet Beratung, Prävention, Freizeitangebote und Netzwerkarbeit zu einem niedrigschwelligen Angebot gegen Einsamkeit. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren erhalten Ansprechpersonen, erlebnispädagogische Formate, Aktionsangebote und Möglichkeiten zur Beteiligung. Ziel ist es, soziale Isolation zu verhindern, Gemeinschaft zu fördern und ein starkes lokales Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. 

Stadtbücherei der Stadt Tübingen 

Die Stadtbücherei möchte sich weiter als ruhiger Begegnungsort für introvertierte junge Menschen öffnen. Formate wie Buchclubs, Silent Reading, Cosy Games und Manga-Zeichnen ermöglichen Kontakte ohne Leistungsdruck und mit viel Raum für unterschiedliche Bedürfnisse. Ziel ist es, soziale Nähe, Akzeptanz und nachhaltige Gruppenbildung in einer barrierearmen Atmosphäre zu fördern.

TIME-AUT e.V. 

„KON-TAKT“ schafft erlebnispädagogische Freizeit- und Gruppenangebote für Jugendliche und junge Erwachsene im Autismus-Spektrum. Naturaktionen, gemeinsame Projekte und lokale Einbindung eröffnen geschützte Möglichkeiten für Begegnung, soziale Partizipation und Selbstwirksamkeit. Zugleich sensibilisiert das Projekt Vereine und Akteur*innen vor Ort für inklusive Teilhabe.

Stuttgarter Jugendhaus gGmbH 

„MitSpielen“ lädt über spezielle Ansprache gezielt Jugendliche ein, die soziale Situationen eher meiden, zu einer wöchentlichen, strukturierten Spielegruppe ein. In einem sicheren und pädagogisch begleiteten Rahmen können sie ohne Leistungsdruck Gemeinschaft erleben, Vertrauen aufbauen und soziale Kompetenzen erproben. Ziel ist es, Rückzug zu verringern, Kontakte zu ermöglichen und positive Gruppenerfahrungen zu schaffen. 

Benedikt Reusch
Referent Bildung & Gesellschaft
Tel +49 (0) 711 248 476-34
reusch@bwstiftung.de