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„Jeder Politiker sollte einen Kinderberater haben“

Angelina Limberger und Katrin Altpeter im Gespräch

Interview: Iris Hobler
Fotos: Sebastian Berger

 

Angelina Limberger ist 14 Jahre alt, Juniorbotschafterin bei Unicef und Sängerin in einer  Band. Katrin Altpeter ist 51 Jahre alt, Arbeits- und Sozialministerin in Baden-Württemberg, und sie hat eher wenig Zeit für Hobbies. Die Rechte von Kindern liegen beiden am Herzen.

Katrin Altpeter: Wie kommt es, dass Du Dich so für Kinderrechte einsetzt?

Angelina Limberger: Meine Schwester, meine beiden Cousinen und ich haben einen Garten, in dem wir viel pflanzen. Aus den Beeren haben wir Marmeladen gekocht und sie auf dem Markt verkauft. Wir wollten das Geld spenden. Dabei sind wir auf Unicef gestoßen und haben gemerkt, wie wichtig Kinderrechte sind. Das war vor sechs Jahren, und seitdem sind wir Juniorbotschafterinnen beim Kinderhilfswerk.

Altpeter: Das erinnert mich total an meine Kindheit. Da haben wir Deckchen und Topflappen gehäkelt und verkauft und das Geld einer Hilfsorganisation in Chile gespendet. Zu der Zeit hat das Militär in Chile geputscht und die Kinder dort haben nicht mehr den halben Liter Milch bekommen, den es vorher jeden Tag gab. Das fanden wir ungerecht. Am Verkaufsstand haben unsere Omas dann die eigenen Häkelteile gekauft… Und was machst Du als Botschafterin noch so?

Angelina: Wir vier Mädels sind gemeinsam in einer Band, die sich 11 wie Du nennt. Da gehen wir an Schulen und singen über die Rechte von Kindern und sprechen dann mit allen darüber. Vor drei Jahren hatten wir einen Termin mit Angela Merkel. Wir wollten wissen, warum in Deutschland die Kinderrechte nicht im Grundgesetz stehen. 

Altpeter: Was hat sie euch geantwortet?

Angelina: Sie hat gesagt, dass die Kinderrechte schon ein bisschen in den Menschenrechten drin seien. Wenn wir nachgehakt haben, hat sie das etwas anders wiederholt. Wir finden jedenfalls, dass die Kinderrechte einzeln stehen sollten. In der Verfassung von Baden-Württemberg stehen sie auch nicht drin, warum eigentlich?

Altpeter: Da verhandeln wir gerade. Mir ist es wichtig, dass wir in diesem Jahr noch so weit kommen und die Kinderrechte in die Landesverfassung aufnehmen. Wer die Verfassung des Landes ändern will, benötigt eine Zweidrittel-Mehrheit; es reichen also nicht die Stimmen von SPD und Grünen, sondern wir brauchen auch Stimmen der Opposition.

 

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