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Zehn Jahre kicken&lesen - Elf neue Teams jubeln mit

03.04.2017 VfB Stuttgart, SC Freiburg und Baden-Württemberg Stiftung unterstützen Projekte zur Leseförderung für Jungs

Zehn Jahre kicken&lesen - Elf neue Teams jubeln mit

Im Zeitalter von PC, Tablet und Smartphone verliert das Buch an Attraktivität, und das Lesen spielt bei Kindern und Jugendlichen eine untergeordnete Rolle. Vor allem Jungen lassen sich dafür kaum begeistern und verbringen ihre Zeit lieber auf dem Bolzplatz. Doch Lesen gehört nicht nur zu den Schlüsselkompetenzen. Wer liest, erweitert seinen Horizont und hat bessere Chancen im Leben. Um insbesondere Jungen aus Familien, in denen das Lesen nicht zum Alltag gehört, eine bessere Perspektive zu bieten, bringen die Baden-Württemberg Stiftung, der VfB Stuttgart und der SC Freiburg das Buch auf den Fußballplatz. Sie zeigen, dass Lesen Spaß machen kann und unterstützen im zehnten Jahr wieder elf Projekte bei kicken&lesen

Stuttgart, 03. April 2017 – Mädchen greifen häufiger zum Buch als Jungs. Das bestätigt die JIM-Studie 2016. Fast die Hälfte der Mädchen (46 %) liest demnach regelmäßig, während bei den Jungs nur knapp jeder Dritte (30 %) regelmäßig ein Buch in die Hand nimmt.[1] Und das hat Folgen: Oft liegen sie im Vergleich zu Mädchen in der Lese- und Sprachkompetenz ein ganzes Schuljahr zurück. Bücher sind für Jungs „uncool“ und männliche Lesevorbilder fehlen. Doch Lesen gehört zu den Schlüsselkompetenzen und ermöglicht einen besseren Zugang zu unserem Bildungssystem. Die Baden-Württemberg Stiftung, der VfB Stuttgart und der SC Freiburg setzen sich seit 2007 mit dem Projekt kicken&lesen dafür ein, Jungen für das Lesen zu begeistern. Sie packen sie so bei ihrer großen Leidenschaft: dem Fußball.

Erfolgreicher Doppelpass    

Die Begeisterung der Jungs für den Fußball macht sich das Projekt kicken&lesen doppelt zu Nutze: Mit Hilfe von bekannten Vorbildern aus der Welt des Sports und spannenden Geschichten über die Vereine und die Bundesliga werden die jungen Kicker zum Lesen animiert. Austoben können sich die Jungs bei herausfordernden Trainingseinheiten auf dem Sportplatz, umkämpften Wettbewerben zwischen Vater und Sohn oder einer Rallye durch die örtliche Bücherei. So schlagen Ball und Buch bei kicken&lesen einen erfolgreichen Doppelpass.

Ab sofort sind an insgesamt elf Standorten in Baden-Württemberg die lesenden Nachwuchskicker unterwegs. Die Projekte werden mit bis zu 4.000 Euro unterstützt. Dazu gehören:

Steilpass zum Leseerfolg – wie man Fußball und Lesen spielerisch verbindet: Kreisgymnasium, Riedlingen

Bücher lesen, Tore schießen: Trägerverein Betreuung an der Anne-Frank-Grundschule e.V., Freiburg

Querpässe: Bildungszentrum Weissacher Tal, Weissach im Tal

Lesestürmer: Schulzentrum, Lautertal

Kicken mit Köpfchen: Grundschule, Harthausen

Club der buchversierten Kicker: Albrecht-Berblinger-Gemeinschaftsschule, Ulm  

Fußballkünstler trifft Leseratte: Spitalhof Gemeinschaftsschule, Ulm

Kicken mit Köpfchen: Jugendbüro, Ergenzingen 

Der Ball ist rund: Deutsches Literaturarchiv, Marbach

Kopf-Ball 2017: Falkenrealschule, Freudenstadt  

Internationale Lesekicker: Jengerschule, Ehrenkirchen

Die Projekte erhalten neben der finanziellen Unterstützung weitere tolle Angebote, wie z.B. Besuche beim VfB Stuttgart und SC Freiburg, ein kicken&lesen-Camp bei den Vereinen und Rundgänge im Stadion. Zum Abschluss im Oktober werden die Jungs mit einer Urkundenverleihung im Stadion für ihr Engagement belohnt.

Fußball ohne Grenzen
Aber auch in den Projekten selbst bieten die Betreuer ihren Gruppen ein buntes Programm. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Schreibwerkstätten, Poetry Slams, Besuche in Sportredaktionen, Theateraufführungen sowie die Produktion eines digitalen Jugend-Fußball-Magazins und Vorlesenachmittage im Seniorenkreis und im Kindergarten sind nur einige Beispiele. Selbstverständlich kommt das Kicken nicht zu kurz: immer wieder geht es raus auf den Platz, damit sich die Jungs richtig austoben können. Besonders bemerkenswert ist in diesem Jahr auch wieder die Einbindung von Flüchtlingskindern in die einzelnen Projekte. Denn gerade hier kann die Begeisterung für Fußball eine wichtige integrative Rolle übernehmen. Kurzum: Das Projekt kicken&lesen ist ein echter Volltreffer! 

Weitere Informationen zu kicken&lesen:

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen von Jungen durch die Erhöhung ihrer Lese- und Sprachkompetenz zu verbessern. Seit 2007 unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung landesweit Initiativen, die mit Hilfe des Fußballs eine Brücke zur Bildung schlagen und Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren neue Perspektiven eröffnen. Der VfB Stuttgart und der SC Freiburg sind Kooperationspartner. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Bisher haben mehr als 1.400 Jungen daran teilgenommen. Die nachhaltige Kooperation unterschiedlicher Institutionen, wie z.B. Schule und Verein, Integration, Inklusion und Gewaltprävention sind weitere Schwerpunkte des Projektes.

Hinweis an die Redaktionen: 
Weitere Informationen und Beschreibungen der einzelnen Projekte finden Sie auf der Programmseite. Gerne stellen wir den persönlichen Kontakt zu den kicken&lesen-Teams aus Ihrer Region her.

Medienkontakt:

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

Nadia Heide
Junior Referentin Stabsstelle KommunikationKriegsbergstraße 42 • 70174 StuttgartFon: +49.711.248 476-73Fax: +49.711.248 476-54
heide@bwstiftung.de


[1] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2016): JIM-Studie 2016. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Stuttgart, S. 15f

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