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Neue Beschlüsse des Aufsichtsrats

07.04.2017
Neue Beschlüsse des Aufsichtsrats

Baden-Württemberg Stiftung: Weitere 10 Mio. Euro für Programme in Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Programme und Projekte geben wichtige Impulse für Zukunft Baden-Württembergs 

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat weitere Programme für das Jahr 2017 beschlossen. Die Stiftung startet u.a. ein neues Programm gegen populistische Strömungen zur Stärkung des Demokratiebewusstseins v.a. für Jugendliche mit geringen Perspektiven. Um mehr Studierenden aus Entwicklungsländern ein Studium im Land zu ermöglichen, wird das Baden-Württemberg-STIPENDIUM erweitert.

Stuttgart, 7. April 2017. Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat unter Vorsitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Frühjahrssitzung weitere Programme für das Wirtschaftsjahr 2017 beschlossen. In einer zweiten Tranche fließen zehn Mio. Euro sowohl in neue Projekte als auch in bestehende Programme aus den drei Bereichen Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur. Insgesamt stehen für das Jahr 2017 40 Mio. Euro, inklusive des Budgets der Stiftung Kinderland, zur Verfügung.

„Mit den beschlossenen Programmen und Projekten ebnen wir weiterhin den Weg für die Spitzenforschung im Land, für vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Insbesondere mit der Aufstockung des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs setzen wir ein Zeichen dafür, dass internationale Erfahrung ein wichtiger Baustein in unserer Wissenschafts- und Bildungslandschaft ist“, erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die Stiftung wird ihr Engagement für Demokratiebildung und gegen populistische Strömungen verstärken. „Mit unserem neuen Programm ‚Demokratie stärken‘ wollen wir Jugendliche mit geringen Perspektiven ansprechen. Sie sollen erfahren und begreifen, was eine Demokratie ausmacht und warum sie unverzichtbar ist“, erklärt der Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, Christoph Dahl. „Deshalb sollen die Jugendlichen das Wissen auch selbst als Multiplikatoren weiter tragen“.

Erfolgreiche Anlagestrategie sorgt für solide Finanzen

Die Baden-Württemberg Stiftung verwaltet ein Vermögen von 2,3 Mrd. Euro und zählt damit zu den größten Stiftungen in Deutschland. Die Finanzierung der für das Jahr 2017 insgesamt beschlossenen Projekte mit einem Volumen von 40 Mio. Euro basiert auf der weitsichtigen Investitions- und Anlagepolitik in der Vermögensverwaltung. „Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet und optimistisch, unsere Ziele für das Jahr 2017 zu erreichen", sagt der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Forschung

Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standort für den Bereich der Materialforschung. Um dieses Forschungsgebiet gezielt zu stärken, legt die Stiftung das neue Programm „Bioinspirierte funktionale Oberflächen und Materialien“ auf, das interdisziplinär den Bereich der Materialforschung ebenso wie den der Biomimetik abdeckt. Dabei handelt es sich um eine Forschungsrichtung, die Problemlösungen aus der Natur untersucht und diese in die technische Welt überträgt. Denn in der Natur findet sich eine Vielzahl von Materialien mit hochoptimierten Eigenschaften, die für technische Produkte von großem Interesse sind. Um Forschungsarbeiten in diesem Feld weiter voranzubringen, stellt der Aufsichtsrat 3,8 Mio. Euro zur Verfügung.

1,5 Mio. Euro fließen in die vierte Runde des Programms „Internationale Spitzenforschung“. Dadurch können zwei bis drei Projekte in das Programm aufgenommen werden, in dem baden-württembergische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit renommierten internationalen Kollegen kooperieren. Das treibt zukunftsweisende Forschungsfelder im Land voran und hilft den Forschungseinrichtungen, sich international zu behaupten. Neben zahlreichen Publikationen in angesehenen wissenschaftlichen Zeitungen belegen diverse Patentanmeldungen den Erfolg des Programmes.

Bildung

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM, das den internationalen Austausch junger Menschen fördert, wird mit 1 Mio. Euro aufgestockt. Im Einklang mit den entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes sollen die zusätzlichen Mittel v.a. Studierenden aus Entwicklungsländern, schwerpunktmäßig dem afrikanischen Kontinent, zugute kommen, die in Baden-Württemberg ein oder zwei Auslandssemester absolvieren. Die aktuell niedrigen Austauschzahlen zeigen, dass diese Vernetzung besonders gefördert werden muss. Vom Stipendium können durch die Erhöhung rund 250 bis 300 Studierende mehr pro Jahr profitieren, deren Brückenfunktion z.B. für zukünftige Wirtschaftsbeziehungen wertvoll ist. Außerdem können Hochschulpartnerschaften aufgebaut und stabilisiert werden.

Gesellschaftlicher Wandel und Kultur, Soziale Verantwortung

Das neu geschaffene Programm „Demokratie stärken – Demokratie leben“, das mit 2 Mio. Euro dotiert ist, nimmt v.a. Jugendliche mit geringen Perspektiven in den Blick. Sie sollen direkt erfahren, warum die Demokratie auf ihr Engagement angewiesen ist und wie sie zur Demokratie beitragen können. Daher wird u.a. Wissen über demokratische Grundprinzipien und die damit verbundenen Rechte und Pflichten vermittelt werden. Gleichzeitig sollen die jungen Menschen direkt erfahren, wie demokratische Teilhabe funktioniert. Da partizipative Ansätze besonders geeignet sind, um Menschen zu aktivieren, die sich abgehängt oder ausgeschlossen fühlen, werden Jugendliche selbst zu Multiplikatoren ausgebildet. Neben beruflichen Schulen zielt das Programm auch auf Jugendhäuser, Jobcenter, Agenturen für Arbeit und Arbeitsloseninitiativen ab, um z.B. auch Langzeitarbeitslose anzusprechen. Gerade diese Menschen fühlen sich oft ausgeschlossen und sind daher besonders gefährdet, sich aus der demokratischen Partizipation zurückzuziehen oder sich populistischen Bewegungen anzuschließen.

Hinweis an die Redaktionen:
Eine Übersicht über alle Beschlüsse finden Sie HIER.

 

Medienkontakt:

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

Julia Kovar

Leiterin Stabsstelle Kommunikation
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