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Klinikpersonal zum Thema Organspende schulen

15.01.2018 Baden-Württemberg Stiftung startet neues Programm für Entnahmekrankenhäuser

Klinikpersonal zum Thema Organspende schulen

Ein Programm zur Förderung der Organspende setzt genau dort an, wo laut aktuellen Zahlen eines der größten Probleme liegt: Bei der Sensibilisierung des Klinikpersonals, das für den Ernstfall vorbereitet sein muss.

Stuttgart, 15. Januar 2018 – Die Zahl der Organspender ist in Deutschland im vergangenen Jahr erneut dramatisch gesunken. Nachdem es 2016 bereits ein historisches Tief gegeben hatte, fiel die Zahl der Spender im Jahr 2017 noch einmal um knapp acht Prozent auf nur noch 769. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Organspendeausweise sind strukturelle Regelungen in Kliniken wichtig, um im Ernstfall noch in der Klinik die Spendebereitschaft z.B. mit den Angehörigen abzuklären.

Genau hier setzt ein neues Programm zur Unterstützung der Organspende der Baden-Württemberg Stiftung an, das 2017 beschlossen wurde. Denn fehlendes Wissen über die Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (früher „Hirntod“) sowie über die Zuständigkeiten und Handlungsabläufe führen in den Kliniken dazu, dass mögliche Organspender nicht als solche erkannt und die notwendigen Maßnahmen nicht getroffen werden. Entscheidende Bedeutung für die Verfestigung einer Kultur der Organspende in den Entnahmekrankenhäusern ist die Sicherheit aller Beteiligten, dass eine Organspende innerhalb klarer und eindeutiger rechtlicher, medizinischer und ethischer Rahmenbedingungen stattfindet.

„Schlüsselrolle liegt bei Transplantationsbeauftragten“

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha erklärt: „Die Transplantationsbeauftragten nehmen bei der Organspende eine Schlüsselrolle ein. Bei der Wahrnehmung ihrer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe wollen wir sie weiter unterstützen, zum Beispiel mit Programmen wie dem der Baden-Württemberg Stiftung. Zudem stärkt die Landesregierung die Transplantationsbeauftragten, indem wir weiterhin die Kosten für die Qualifizierung tragen und ihre fachliche Unabhängigkeit gesetzlich festschreiben.“

Erreicht werden soll dies durch intensive und hochwertige Schulungen in den Entnahmekrankenhäusern. Die qualifizierten Transplantationsbeauftragten, die es verpflichtend in jeder Klinik gibt, sollen dabei als Multiplikatoren eingesetzt werden. Ziel des Projekts zur Unterstützung der Organspende in Baden-Württemberg ist daher die Entwicklung und Umsetzung eines Schulungskonzepts für die Entnahmekliniken. Parallel dazu soll das seit 2013 bestehende Curriculum für die Transplantationsbeauftragten inhaltlich fortentwickelt und um Schulungsmaßnahmen für Pflegekräfte von Intensivstationen ergänzt werden.

Das mit Mitteln in Höhe von 0,75 Mio. Euro ausgestattete Projekt wird ab 2018 von der Deutschen Stiftung Organtransplantation durchgeführt und über fünf Jahre lang laufen. Eine fachliche Begleitung und Beratung ist durch die Landesärztekammer, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft und das Ministerium für Soziales und Integration sicher gestellt.

Weiterführende Informationen und Zahlen:

Im Bundesländervergleich liegt Baden-Württemberg bei den Organspenden wie schon die Jahre zuvor auf Platz drei hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern; die Spenderzahlen für 2017 waren entlang des Bundestrends rückläufig. Mehr als 10.000 schwerkranke Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Allein in Baden-Württemberg stehen über 1.000 Menschen auf der Warteliste.* Eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus 2016 zeigt zwar, dass die Akzeptanz der Organspende in Deutschland mit über 80 Prozent auf internationalem Niveau ist. Gleichzeitig hält sich jedoch die Anzahl der realisierten Organspenden seit Jahren bundesweit auf niedrigem Niveau.

Unter Führung des Ministeriums für Soziales und Integration wurde im Jahr 2006 das Aktionsbündnis Organspende Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Ziel des Bündnisses ist es, die Organspende gemäß § 2 Abs. 1 Transplantationsgesetz (TPG) zu fördern. Mit Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung wurde im Jahr 2009 das Projekt „by heart. Dein Herz entscheidet“ umgesetzt – eine Wanderausstellung mit begleitenden Informations- und Bildungsveranstaltungen zum Thema Organspende.

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt 120 Entnahmekrankenhäuser.

 

*Zahlen des Sozialministeriums Baden-Württemberg, Juni 2017

 

Medienkontakt:

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Julia Kovar-Mühlhausen
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
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