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Artur Fischer Erfinderpreis 2017 für Energieprojekt

12.07.2017 Strom aus Niedrigtemperatur-Abwärme / Kultusministerin Eisenmann: Hang zum Tüfteln ist unsere Stärke

Artur Fischer Erfinderpreis 2017 für Energieprojekt

STUTTGART, 12. Juli 2017 – Jochen Benz (62), Professor für Betriebswirtschaftslehre aus Radolfzell, hat den mit 10.000 Euro dotierten Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg 2017 im Bereich „Private Erfinder“ gewonnen. Seine Erfindung: eine Anlage zur Energiegewinnung aus Abwärme. Im Schülerwettbewerb machten Erfindungen wie ein autonom funktionierender Kühlschrank, ein quetschbarer Siphon, ein Farbwalzenreiniger sowie ein Assistenzsystem für blinde Personen mit ersten Preisen das Rennen. Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) lobte bei der Verleihung die Kreativität und den Erfindergeist im Land: „Wir Baden-Württemberger haben einfach einen Hang zum Tüfteln. Das ist eine unserer Stärken, die beim Erfinderpreis sichtbar wird.“

Im Andenken an den Namensgeber des Preises, Professor Artur Fischer, der 2016 im Alter von 96 Jahren verstarb, lobte die Unternehmensgruppe fischer in diesem Jahr erstmals einen „Sonderpreis Ressourcen-Effizienz“ aus, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Er ging an Maximilian Janik vom Gymnasium Ochsenhausen, der mit seinem Farbwalzenreiniger auch beim Wettbewerb für weiterführende Schulen einen ersten Platz belegte.

Der Artur Fischer Erfinderpreis wird seit 2001 alle zwei Jahre verliehen. Überreicht wurden die mit insgesamt 38.000 Euro dotierten Preise und Anerkennungen sowie der Sonderpreis im Rahmen des „Tags der gewerblichen Schutzrechte“ am Mittwoch, 12. Juli 2017, im Haus der Wirtschaft in Stuttgart durch Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes, München, Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, sowie Jürgen Grün, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der fischerwerke GmbH & Co. KG.

„Dass es um die Erfinderkultur im Land nach wie vor gut bestellt ist, zeigt die erfreulich hohe Bewerberzahl beim Artur Fischer Erfinderpreis“, erklärte Christoph Dahl. „150 Bewerbungen von 100 privaten Erfindern und 50 einzelnen Schülern und Schülergruppen sind eingegangen. Das beweist die Relevanz dieses Preises.“ Kultusministerin Eisenmann ergänzt: „Die Erfindungen und die dahinter steckende Leistung der jungen Forscherinnen und Forscher verdeutlichen den Stellenwert der MINT-Förderung an unseren Schulen. Diese wollen wir in den nächsten Jahren durch ein neues Konzept nochmals deutlich ausweiten.“

Nutzen und Anwendbarkeit stehen im Mittelpunkt

Neben der praktischen Idee steht beim Artur Fischer Erfinderpreis der Nutzen der Innovationen für Umweltschutz, Arbeitssicherheit oder Gesundheit im Blickpunkt. Bewertet wird auch das Engagement bei der Umsetzung der Erfindung in die Praxis. So ist das Besondere an der erstplatzierten Erfindung, dass sie aus Niedrigtemperatur-Abwärme Strom gewinnen kann. Der mit 7.500 Euro dotierte 2. Preis bei den „Privaten Erfinderinnen und Erfindern“ ging an Katharina Hönes und Martin Heßling aus Ulm für eine schonende Kontaktlinsen-Desinfektion mittels LEDs statt Chemie. Dritter wurde Jochen Egerter aus Bodelshausen für eine Notfall-Aufwicklung für elektrisch betriebene Rollläden.

Schülerwettbewerb mit Profi-Ergebnissen

Im Schülerbereich gewannen bei den weiterführenden Schulen neben Maximilian Janik auch Alexander Bayer und Niklas Gutsmiedl vom Kopernikus-Gymnasium Aalen einen 1. Preis (2.000 Euro). Sie entwickelten ein Assistenzsystem für blinde Personen, das weit über die Leistungen eines üblichen Blindenstocks hinausgeht. Anwendungsbereit präsentiert sich auch eine Echtzeitregelung für Fräsbearbeitungszentren, die von Lukas Bohnacker und Jannik Münz vom Schülerforschungszentrum in Ulm vorgestellt und mit dem 2. Platz bedacht wurde. Auch eine Methode zur Enteisung von Multicopter-Propellern von Fabian Albrecht und Felix Haag vom Gymnasium Spaichingen wird bereits im professionellen Bereich erprobt. Sie erhielt den mit 1.000 Euro dotierten 3. Preis.

In der Kategorie Klasse 8-10 erhielt den 1. Preis Lessing Elhardt von der Erich Kästner Realschule in Steinheim an der Murr. Er hat sich einen durchsichtigen, quetschbaren Siphon ausgedacht, der durch Druckverwirbelung leicht wieder von angestautem Schmutz befreit werden kann (2.000 Euro). Zweiter wurde Federico Burisch vom Liselotte-Gymnasium Mannheim mit einem Lerngerät für Blindenschrift (1.500 Euro). Den mit 1.000 Euro dotierten 3. Preis bekamen Marla und Silvan Laidler vom Max-Planck-Gymnasium Heidenheim für einen Rollstuhl, der Patienten mit Gehschwäche automatisch folgt.

Im Wettbewerb bis Klasse 7 erhielten die Biberacher Gymnasiasten Jan-Patrick Otto, Luca Jonski und Paul Nachtigall den 1. Preis für einen autonom agierenden Kühlschrank (2.000 Euro). Zweiter wurde Nathanael Strom vom Gymnasium Spaichingen mit einem intelligenten Kopfhörer (1.500 Euro). Dritte Sieger sind Frederik Reuter, Leonhard Leuchter und Leon Hertenstein vom Kolleg St. Sebastian in Stegen, die Methoden zur Energiegewinnung aus Abwasser entwickelt haben.

Hinweis an die Redaktionen:
Genauere Informationen zu den Erfindungen finden Sie HIER
Fotos der Preisträger in hoher Auflösung finden Sie HIER
© KD Busch



Auflistung der Preisträger:

 

Bereich Private Erfinderinnen und Erfinder

 

1. Preis: 10.000 Euro:

Jochen Benz (62), Professor für Betriebswirtschaftslehre aus Radolfzell, für einen Niedrigtemperatur-Stirling-Motor zur Erzeugung von Strom aus Abwärme

 

2. Preis: 7.500 Euro:

Katharina Hönes (26), Doktorandin im Bereich Medizintechnik, und Martin Heßling (49), Professor für Medizintechnik aus Ulm, für eine Kontaktlinsen-Desinfektion mit violetten LEDs

 

3. Preis: 5.000 Euro:

Jochen Egerter (44), Diplom-Ingenieur aus Bodelshausen, für eine Notfall-Aufwicklung für Rollläden

 

Anerkennungen

-       Uta Jermann aus Friedrichshafen für Beinwärmer für Radfahrer

-       Walter Föhl aus Remshalden für einen Universalträger für Rollstühle

-       Dr. med. Georg Schmid (Tübingen), Hans-Walter Heckmann (Rottenburg) und Roland Rieker (Mössingen) für einen integralen Lawinen-Atemschutzhelm

-       Katrin Annette Leiber aus Walldorf für einen auswechselbaren Schuhabsatz

-       Bernd Jetter aus Balingen für einen Anzünder für Imkersmoker

-       Karl-Heinz Eichhorn aus Esslingen für ein modulares Liegerad-Tandem

-       Professor Friedrich Grimm aus Stuttgart für ein Automobil mit einer Karosserie als U-Flügel

 

Schülerwettbewerb

 

Kategorie bis Klasse 7:

 

1. Preis: 2.000 Euro:

Jan-Patrick Otto, Luca Jonski, Paul Nachtigall, Wieland Gymnasium Biberach, für einen autonomen Kühlschrank

 

2. Preis: 1.500 Euro:

Nathanael Strom, Gymnasium Spaichingen, für einen intelligenten Kopfhörer

 

3. Preis: 1.000 Euro:

Frederik Reuter, Leonard Leuchter, Leon Hertenstein, Kolleg St. Sebastian, Stegen, für Energie aus der Kanalisation

 

Anerkennungen:

-       Emilia Beutel, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, Bad Saulgau, für ein Schlafohrensystem für Nackenstützen

-       Roland Grimm, Luca Agnanostopolus, Gymnasium Spaichingen, für „Auto-Streich“

 

Kategorie Klasse 8 bis 10

 

1. Preis: 2.000 Euro:

Lessing Elhardt, Erich Kästner Realschule in Steinheim an der Murr, für einen Siphon mit Verwirbelungstechnik

 

2. Preis: 1.500 Euro:

Federico Burisch, Liselotte-Gymnasium Mannheim, für ein Gerät zur Erlernung der Blindenschrift

 

3. Preis: 1.000 Euro:

Marla Leidler, Silvan Laidler, Max-Planck-Gymnasium Heidenheim, für einen intelligenten Rollstuhl

 

Anerkennungen:

-       Leo Grossmann, Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach, für intelligentes Fahrradschloss

-       Nico Ansel, Robin Baki, Simon Josenhans, Ramon Schmidt, Marco Zipperle, Ludwig-Uhland-Realschule Heimsheim, für eine Rennbahn mit Fußpedal

-       Felix Gäckle, Diego Martin, Adrian Storz, Gymnasium Spaichingen, für ein Umbaukit zum Elektro-Rollstuhl

-       Jonathan Kalmbach, Jonas Machmer, Stiftsgymnasium Sindelfingen, für einen Fahrrad-Elektroantrieb mit Turbowechseltechnik

 

Kategorie Weiterführende Schulen

 

1. Preis: 2.000 Euro:

Alexander Bayer, Niklas Gutsmiedl, Kopernikus-Gymnasium Aalen, für ein Assistenzsystem für blinde Personen

 

1. Preis: 2.000 Euro:

Maximilian Janik, Gymnasium Ochsenhausen, für einen Farbwalzenreiniger

 

2. Preis: 1.500 Euro:

Lukas Bohnacker, Jannik Münz, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, Ulm, für die Echtzeitregelung eines Fräsbearbeitungszentrums

 

3. Preis: 1.000 Euro:

Fabian Albrecht, Felix Haag, Gymnasium Spaichingen, für die intelligente Propeller-Enteisung für Multicopter

 

Anerkennung:

-       Adrian Feißt, Simon Baro, Caroline Vandersee, Jonas Madlinger, Jeremia Schmitt, Gymnasium Achern, für ihr Zelt mit Farbstoffzellenfolie

-       Christoffer Raun, Timo Schönegg, David Lippner, Samuel Layer-Reiss, Gymnasium Überlingen, für einen autonomen Feldroboter

-       Jonathan Ranck, Moritz Fischer, Raphael Diedersdorfer, Schubart-Gymnasium Aalen, für Easy-Stop

-       Claudius Kienle, Vincent Cui, Wieland Gymnasium Biberach, für Gärtnern 2.0

 

Sonderpreis Ressourcen-Effizienz der Unternehmensgruppe fischer: 5.000 Euro:

Maximilian Janik, Gymnasium Ochsenhausen, für einen Farbwalzenreiniger.

Pressekontakt 1:
Joachim Rogosch
Fon +49.7561.91 58 50
erfinderpreis@rogosch.de                               

Pressekontakt 2:
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Julia Kovar
Kriegsbergstr. 42
70174 Stuttgart
Fon +49.711.248476-16
Fax +49.711.248476-54
kovar@bwstiftung.de

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