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Stiftung Kinderland verleiht Lehrerpreis 2020

27.04.2020 75.000 Euro für mehr Nachhaltigkeit an Schulen

Stiftung Kinderland verleiht Lehrerpreis 2020

 

Mit dem Lehrerpreis hat die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg Lehrerinnen und Lehrer ausgezeichnet, die sich besonders für Nachhaltigkeit an ihren Schulen einsetzen. Das Preisgeld in Höhe von jeweils 25.000 Euro kommt den Schulen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung zugute.

Stuttgart, 27. April 2020 – Die Corona-Krise hat unseren Alltag fest im Griff und die Schulen in Baden-Württemberg sind schon lange geschlossen. Exzellente nachhaltige Schulprojekte im Land sollen trotzdem die Anerkennung bekommen, die ihnen gebührt. Der Lehrerpreis der Stiftung Kinderland würdigt deshalb auch 2020 wieder herausragende Leistungen und besonderes Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sechs Lehrerinnen und Lehrer aus Baden-Württemberg wurden aus 86 Nominierten ausgewählt und für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind Axel Schütz vom Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall, Ines Bölle und Angela Lütte von der Rudolf-Graber-Schule in Bad Säckingen sowie Christine Nagel, Mirjam Ulmer und Judith Hültner von der Plaisirschule in Backnang. Unterstützt wird der Lehrerpreis von der experimenta in Heilbronn, Deutschlands größtem Science Center. Die experimenta lädt alle Preisträgerinnen und Preisträger ein, die naturwissenschaftliche Lern- und Erlebniswelt mit ihren Schulklassen zu besuchen. Auch wenn die Ehrung der Lehrkräfte nicht in gewohnter Weise stattfinden kann, kommen die Gewinnerinnen und Gewinner heute in einer Videopreisverleihung zusammen. Das vollständige Programm sowie eine kurze filmische Vorstellung der prämierten Projekte gibt es unter folgendem Link ab 16:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Baden-Württemberg Stiftung: https://www.youtube.com/watch?v=KcUkAUlD7zM

Das Engagement der Lehrkräfte anerkennen

Lob für den besonderen Einsatz der Lehrkräfte gibt es auch von Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann: „Durch den Lehrerpreis wird das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer gewürdigt, die ihren Schülerinnen und Schülern den Stellenwert von sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit durch aktivierende Bildungsangebote vermitteln. Dieses Engagement geht weit über den Lehrplan hinaus.“ Die Ministerin betont: „Es ist wichtig, dass wir unserem Nachwuchs von klein auf zeigen, was es bedeutet, verantwortungsbewusst mit den endlichen Ressourcen umzugehen. Ich bin dankbar, dass sich so viele Lehrerinnen und Lehrer diesem Thema annehmen. Durch den Lehrerpreis können wir dieses besondere Engagement würdigen, der Lehrerpreis liegt mir deshalb besonders am Herzen.“

Verantwortung für Menschen und Umwelt
Die Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger vermitteln mithilfe verschiedener Lehr- und Lernmethoden sowie außerschulischer Aktivitäten den Stellenwert sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit. „Die Gestaltung einer lebenswerten und gerechten Zukunft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das sehen wir in diesen Tagen besonders deutlich. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Mitmenschen und der Welt, in der wir leben, war nie so wichtig wie heute. Deshalb müssen wir schon bei den Kleinsten beginnen, sie für nachhaltiges Denken und Handeln zu begeistern“, erklärt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Den Lehrerinnen und Lehrern ist das mit viel Engagement und Kreativität auf beeindruckende Weise gelungen. Diesen Einsatz würdigen wir mit dem Lehrerpreis.“

Schüler vermitteln UN-Ziele in Bad Friedrichshall

Axel Schütz vom Friedrich-von-Alberti-Gymnasium Bad Friedrichshall entwickelt und betreut das Projekt Fair Lessons. Die Fair Lessons sind Unterrichtsstunden, in denen Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse jüngeren Grundschulkindern die von den Vereinten Nationen formulierten Ziele für nachhaltige Entwicklung selbstständig vermitteln. Themen wie „Soziale Gerechtigkeit“, „Ökologische Nachhaltigkeit“ oder „Fairer Handel“ stehen dabei im Mittelpunkt. Neben den Inhalten sind das aktive und kooperative Lernen wichtige Bestandteile des Projekts. „Wir erleben eine hohe Akzeptanz bei den Grundschulen und die Schülerinnen und Schüler entwickeln und verbreiten das Projekt eigenständig weiter“, berichtet Axel Schütz. „In den vergangenen zwei Jahren haben mehr als 200 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums sowie rund 200 Kinder anderer Schulen die Fair Lessons vorgestellt bekommen.“

Nachhaltige Schülerfirma in Bad Säckingen

Ines Bölle und Angela Lütte von der Rudolf-Graber-Schule in Bad Säckingen betreuen seit drei Jahren die Schülerfirma RGS-LebensWert, zu der die beiden Projekte „Im Namen der Biene" und das „Apfelprojekt Streuobstwiese" gehören. In den Projekten lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretische Inhalte, sondern bewirtschaften auch eine Streuobstwiese, ernten und verarbeiten Äpfel, verkaufen Essig und Marmelade auf Märkten und kümmern sich um Wildbienen. „Für uns ist das Thema Nachhaltigkeit tief verankert in dem Gefühl für Heimat, Ursprung und Natur“, erklären Ines Bölle und Angela Lütte. „Bildung ist dabei die Voraussetzung, um überhaupt verstehen zu können, was in unserer Welt passiert und wo wir stehen.“ Die nachhaltige Schülerfirma gewann bereits 2018 den baden-württembergischen Genossenschaftspreis sowie 2019 den ersten Platz beim bundesweiten Schülerwettbewerb „Echt kuh-l!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Umweltschutz und Hühnerhaltung in Backnang

Naturverbundenheit und Umweltschutz werden in der Plaisirschule Backnang großgeschrieben. Dazu passt, dass die sogenannte Naturparkschule seit einigen Jahren auf ihrem Gelände Hühner hält. Christine Nagel und Mirjam Ulmer versorgen die Tiere zusammen mit den Grundschulkindern und helfen bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Helfern, die es für eine artgerechte Tierhaltung braucht. Judith Hültner hat an der Schule die sogenannte „Grüne Messe“ initiiert, die im Herbst dieses Jahres stattfinden soll und bei der alle Klassen Themen unter anderem aus den Bereichen Umweltschutz, Ökologie und Energiesparen vorstellen. Die drei Lehrerinnen stellen fest, dass ihre Arbeit bei den Schülerinnen und Schülern Wirkung zeigt, wie Christine Nagel zusammenfasst: „Wir beobachten mit Stolz, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler viele Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit machen. Sie überdenken alte Verhaltensmuster und suchen nach Verbesserungen.“

Der Lehrerpreis der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg
Die Auszeichnung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Klassenstufen 3 bis 6 in Baden-Württemberg, die sich in besonderem Maße im Bereich BNE engagieren, also ihren Schülerinnen und Schülern durch aktivierende Bildungsangebote den Stellenwert von sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit vermitteln. Dies kann beispielsweise durch die inhaltliche und didaktische Gestaltung des Unterrichts geschehen, aber auch durch die Gestaltung der Lernumgebung oder durch außerschulische Aktivitäten in Projekten. Die Lehrkräfte können ab Herbst 2020 von den Schulleiterinnen und Schulleitern sowie vom Kollegium für den Lehrerpreis vorgeschlagen werden. Über die Vergabe entscheidet ein fachlich besetztes Expertengremium. www.lehrerpreis-bw.de.

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