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Neue Handwerksprojekte für Kinder und Jugendliche

16.08.2018 Stiftung Kinderland und Wiedeking Stiftung fördern innovative Werk!statt

Neue Handwerksprojekte für Kinder und Jugendliche

„Die Zukunft in die Hand nehmen – Innovative Werk!statt für Kinder und Jugendliche“ ist ein neues Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg in Kooperation mit der Wiedeking Stiftung Stuttgart. Insgesamt 21 Projekte aus ganz Baden-Württemberg wurden jetzt ausgewählt, um die Feinmotorik und handwerklichen Fähigkeiten von Kindern zu verbessern. Die Stiftung Kinderland fördert das Programm mit insgesamt 1,1 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.

Stuttgart, 20. August 2018 – „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zu uns Kindern gehen!“ Ganz im Sinne dieses alten Volksliedes beteiligen sich 21 Institutionen aus ganz Baden-Württemberg mit kreativen Projekten an einem neuen Programm, um Kindern und Jugendlichen das Handwerk näherzubringen. Ob Körbe flechten, Beete anlegen, Apfelsaft pressen, töpfern, schmieden oder nähen: Bei den ausgewählten Handwerksprojekten von Mannheim bis Ravensburg können Kinder und Jugendliche aus allen Gesellschaftsschichten ihre handwerklichen Fähigkeiten auf vielfältige Weise ausprobieren und weiterentwickeln. Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, erklärt: „Mit dem neuen Programm wollen wir möglichst viele Kinder von ihren Handys und Tablets weglocken und sie motivieren, etwas mit ihren Händen zu erschaffen. Das macht die jungen Menschen nicht nur stolz und gibt ihnen Befriedigung, sondern fördert auch ihre kognitiven Fähigkeiten. Das gemeinsame Arbeiten stärkt darüber hinaus ihre soziale Kompetenz.“

Erste Projekte erfolgreich angelaufen
Mit dabei ist beispielsweise der Katholische Verein für soziale Dienste in der Diözese Freiburg (SKM). Der SKM organisierte vom 27. Juli bis 4. August eine erlebnispädagogische Ferienfreizeit für 23 Kinder, die über ihre Familien Kontakt mit der Straffälligenhilfe haben. In einer sogenannten Kinder-Kunst-Waldwerkstatt in der Jugendherberge Sargenroth im Hunsrück entwickelten die Teilnehmer im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren ihre handwerklichen und kreativen Fähigkeiten. Gemeinsam mit dem örtlichen Förster machten die Kinder unter anderem einen Werkzeugführerschein und bereiteten Brennholz vor. Auch eine Näherei, ein Schmuckatelier und ein Catering-Service waren Teil der Waldwerkstatt. „Die verschiedenen handwerklichen Aktivitäten kamen bei den jungen Teilnehmern sehr gut an“, berichtet Petra Schaab, Geschäftsführerin des SKM im Landkreis Karlsruhe und Leiterin der Freizeit. „Ein echtes Highlight war eine Versteigerung von allen selbstgemachten Gegenständen am Ende unserer Werkstattwoche. Außer dem Nervenkitzel des Bietens haben die Kinder dabei nochmal eine besondere Wertschätzung ihrer Arbeit erfahren und sind mit einem Erfolgserlebnis zurück nach Hause gekommen.“   

Auch im Hort der Grundschule Rammersweier der Stadt Offenburg gehen die fleißigen Handwerker bald ans Werk. Im sogenannten „Inventor’s Workshop“ bekommen Viertklässler dort an insgesamt 20 Projektnachmittagen eine kurze Einführung in die Elektrizitätslehre, etwa in die Eigenschaften von Stromkreisen. Weil alle Theorie bekanntlich grau ist, wird auch kräftig angepackt: Gemeinsam nehmen die Kinder gesammelten Elektromüll auseinander und bauen die Einzelteilen wieder neu zusammen. Dabei entstehen kreative Objekte, wie Roboter oder Fahrzeuge, die die jungen Erfinder anschließend wieder zum Laufen bringen. Der „Inventor’s Workshop“ startet am 21. September und findet dann jeden Freitagnachmittag von 14:00 bis 15:30 Uhr statt.

Mehr als Kreativität
Kinder und Jugendliche lernen beim Basteln und Werken mehr als Kreativität und den geschickten Umgang mit unterschiedlichen Materialien: Das Bearbeiten von Gegenständen mit den eigenen Händen verbessert nicht nur die Feinmotorik, sondern schult auch das Gehirn und fördert die Lernfähigkeit. Darüber hinaus hat die Arbeit mit den eigenen Händen noch weitere positive Effekte: Zum Beispiel erleben junge Menschen, dass sie Schwierigkeiten und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen können und stärken so ihr Selbstvertrauen.

„In einer Zeit, in der Digitalisierung und Virtualisierung das Leben junger Menschen immer stärker prägen, ist die schöpferische Arbeit mit den eigenen Händen nicht mehr selbstverständlich. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir mit den vielen spannenden Projekten die Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen um eine wichtige Dimension erweitern können“, sagt Dr. Wendelin Wiedeking, Vorsitzender der Wiedeking Stiftung Stuttgart. Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur ist zuversichtlich: „Wir freuen uns, zusammen mit der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg, das Programm in den kommenden Jahren zu begleiten und so einen positiven Beitrag zur Entwicklung junger Menschen in unserem Land zu leisten.“

„Die Zukunft in die Hand nehmen – Innovative Werk!statt für Kinder und Jugendliche“ ist ein neues Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg in Kooperation mit der Wiedeking Stiftung Stuttgart. Mit dabei ist beispielsweise der Katholische Verein für soziale Dienste in der Diözese Freiburg (SKM). Der SKM organisierte eine Ferienfreizeit mit Waldwerkstatt für Kinder, die Kontakt mit der Straffälligenhilfe haben (s. Foto).

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Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de

 

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