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Erster Fachtag in Stuttgart zum Thema Schulbegleitung

25.02.2019 Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder mit Behinderung

Erster Fachtag in Stuttgart zum Thema Schulbegleitung

Über die Chancen und Herausforderungen, die durch den Einsatz von Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern entstehen, diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Schule und Jugendhilfe auf dem ersten Fachtag „Zukunft der Schulbegleitung in Baden-Württemberg“ im Stuttgarter Hospitalhof. Im Mittelpunkt steht das Fortbildungsprogramm Schulbegleiter der Baden-Württemberg Stiftung. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann sowie Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha begrüßen den erfolgreichen Verlauf der Initiative.

Stuttgart, 25. Februar 2019 – Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung – ob mit oder ohne Behinderung. Im Sinne der Chancengleichheit soll dieser Anspruch auf Teilhabe in Deutschland in einem inklusiven Bildungssystem verwirklicht werden. Zu diesem Zweck unterstützen immer mehr Begleitpersonen, sogenannte Schulbegleiter, Kinder und Jugendliche mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung in ihrem schulischen Alltag. Und der Bedarf wird immer größer.

Fachleute und Politik diskutieren über Qualitätsstandards
Auf dem ersten Fachtag „Zukunft der Schulbegleitung in Baden-Württemberg“ erörtern Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Schule und Jugendhilfe im Stuttgarter Hospitalhof, wie die Schulbegleitung in den Unterricht erfolgreich integriert und die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessert werden können. Mit dabei sind Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration, sowie Professor Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm. Zusammen sprechen sie über das Fortbildungsprogramm Schulbegleiter, das die Baden-Württemberg Stiftung zusammen mit der Uniklinik Ulm ins Leben gerufen hat.

Mittlerweile wurden mehr als 350 Personen in 23 Schulungen fortgebildet. Befragungen haben ergeben, dass 98 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Fortbildung weiterempfehlen würden. Insbesondere Aufbau, Inhalt und die praktische Umsetzung des Lehrplans haben in der Bewertung sehr gut abgeschnitten. Lob für das Programm kommt auch aus der Politik: „Die Schulbegleitung leistet einen wertvollen Beitrag für Schule und Unterricht in Baden-Württemberg“, bekräftigt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. „Vielerorts fehlt es an Weiterbildungsangeboten für Schulbegleiter. Dass wir hier bei uns so schnell eine derart fundierte Qualifizierungsmaßnahme entwickeln konnten, ist eine besondere Leistung und eine wichtige Errungenschaft für das Land. Damit verbessern wir die Bildungschancen aller Kinder.“

Wachsender Fortbildungsbedarf soll gedeckt werden
Zentrale Themen der Tagung sind die Erweiterung des Fortbildungsangebots und die Entwicklung neuer Informationsbroschüren sowie einer Austauschplattform für Multiplikatoren. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha erklärt: „Inklusion zeigt sich im Alltag auf vielfältige Art und Weise und ganz Besonders im Bereich der Schule. Denn auch Menschen mit Behinderungen sollen selbstverständlich an Bildungsmöglichkeiten teilhaben. Bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe sind wir nicht zuletzt durch das Programm der Schulbegleiter ein gutes Stück vorangekommen. Die Fortbildung wird mittlerweile erfolgreich an unterschiedlichen Standorten im Land angeboten. Mit der Weiterentwicklung des Programms geht es jetzt darum, noch mehr Multiplikatoren zu schulen, um den Fortbildungsbedarf zu decken und damit die Qualität der Ausbildung zu sichern.“

Aktuell wird das Schulbegleiterprogramm landesweit angeboten und künftig weiter ausgebaut. Bislang hat die Baden-Württemberg Stiftung 1,8 Millionen Euro in das Programm investiert. Im November 2018 beschloss der Aufsichtsrat, das Programm um fünf Jahre zu verlängern. „Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter sind unverzichtbare Stützen für Kinder und Jugendliche, die Hilfestellung benötigen“, erläutert Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Dafür braucht es angemessene Qualifizierungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund hat die Baden-Württemberg Stiftung ab 2013 ein Curriculum zur Fortbildung von Schulbegleitern entwickelt, evaluiert und erfolgreich erprobt. Die positive Resonanz bestätigt, dass wir mit dem Programm auf dem richtigen Weg sind.“

 

Weitere Informationen:

Zum Schulbegleiter-Programm der Baden-Württemberg Stiftung
Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention betont, dass jungen Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit gegeben werden soll, gleichberechtigt mit anderen Kindern eine vorschulische oder schulische Bildungseinrichtung zu besuchen. Schulbegleiter unterstützen Kinder und Jugendliche mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung in ihrem schulischen Alltag. Verlässliche und einheitliche Standards gab es hierzu nicht, jedoch eine Vielzahl an Ansätzen und Modellen.

Ziel des Projekts der Baden-Württemberg Stiftung war daher die Entwicklung und die wissenschaftliche Evaluation eines Curriculums für Schulbegleiter von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung bzw. für Kinder und Jugendliche, die von Behinderung bedroht sind. Mit dem fertigen Curriculum konnte ein gewinnbringender Beitrag für die schulische Bildung dieser Kinder und Jugendlichen geleistet werden, ohne dabei die Verantwortung der Schulen für die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Schüler aus dem Blick zu verlieren.

Mit der Erstellung und Erprobung des Curriculums wurde ein Projektteam der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm unter Leitung von Prof. Dr. Fegert und Prof. Dr. Ziegenhain beauftragt. Die Einführung des Curriculums in Baden-Württemberg wird aktiv von einem Begleitkreis unterstützt und die Fortbildungen evaluiert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stiftungsprofil:
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de

 

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