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Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Baden-Württemberg Stiftung stellt 4,5 Millionen Euro für Programme bereit

29.04.2020 Mobiles Testlabor und weitere Corona-Maßnahmen geplant

Baden-Württemberg Stiftung stellt 4,5 Millionen Euro für Programme bereit

Die Baden-Württemberg Stiftung investiert dieses Jahr weitere 4,5 Millionen Euro in Programme für Integration und Nachhaltigkeit sowie in ein deutsch-französisches Kulturprojekt. Das hat der Aufsichtsrat der Stiftung per Umlaufverfahren beschlossen. Mittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro werden verschoben, um Gelder für Soforthilfemaßnahmen in der Coronakrise freizumachen. Über entsprechende Projekte wird in einem weiteren Abstimmungsverfahren im Mai entschieden.

Stuttgart, 28. April 2020. Die anhaltende Coronakrise beeinflusst auch die Arbeit der Baden-Württemberg Stiftung. Deshalb wurden nun Beschlüsse für Programme in Höhe von 3,6 Millionen Euro verschoben, um Mittel für Soforthilfemaßnahmen während der Corona-Pandemie einsetzen zu können. Über entsprechende Projekte wird in einem zweiten Verfahren im Mai abgestimmt. „In den vergangenen Wochen haben sich gesellschaftlich und politisch tiefgreifende Veränderungen ergeben, die ein flexibles und schnelles Umdenken und Umlenken erfordern“, erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Die Baden-Württemberg Stiftung reagiert auf die Corona-Krise, indem sie in allen Bereichen Strategien und Projekte zur Unterstützung der Krise entwickelt. Mit einer teilweisen Umwidmung geplanter Mittel gewinnen wir dafür einen zusätzlichen Spielraum.“

Mobiles Testlabor, digitale Austauschplattform und Unterstützung von Künstlern

Zu den Corona-Hilfsprojekten, die im Mai dem Aufsichtsrat zum Beschluss vorgelegt werden, gehört ein mobiles Testlabor, das derzeit in der Umsetzungsplanung ist. „Wir haben über viele Jahre große Erfahrung im Betrieb von mobilen Plattformen gesammelt“, sagt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Diese Erfahrung möchten wir nun in den Betrieb eines mobilen Testlabors einbringen und damit die Testkapazitäten im Land erhöhen.“ Der Truck, der ein Labor unter höchsten Sicherheitsstandards enthält, kann Brennpunkte wie Alten- und Pflegeheime oder Justizvollzugsanstalten anfahren und direkt vor Ort testen.

Ein weiteres Projekt soll die Austausch- und Kooperationsplattform „makers4care“ sein, die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit der Maker- und Entwicklerszene zusammenbringt. Diese bietet für den großen Bedarf an Schutzausrüstung oder Ersatzteilen für medizinische Geräte schnelle und innovative Lösungsansätze. Unter Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg soll „makers4care“ den direkten Kontakt der Nutzer aus Gesundheit und Pflege zu Entwicklern und Helfern vor Ort ermöglichen. Des Weiteren sollen im Rahmen eines Musikwettbewerbs einzelne Musikerinnen und Musiker unterstützt werden, die durch die Beteiligung am Wettbewerb direkte Fördermittel erhalten.

Die Finanzierung der Projekte für das Jahr 2020 sei zwar gesichert, erklärt der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Reiner Moser. Angesichts der prognostizierten schweren Rezession im Jahr 2020 sei derzeit aber absehbar, dass in diesem Jahr am Kapitalmarkt Erträge nur bei einer derzeit nicht absehbaren wirtschaftlichen Erholung erzielt werden können.

Neue Beschlüsse zu Integration, Nachhaltigkeit und Völkerverständigung

Aktuell hat der Aufsichtsrat Programme in Höhe von 4,5 Mio. Euro für Integration und Nachhaltigkeit, weitere Mittel für das Baden-Württemberg-STIPENDIUM sowie die Förderung eines deutsch-französischen Kulturprojekts bewilligt.

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM gehört zu den großen Programmen für den internationalen Austausch von Studierenden sowie Berufstätigen ohne akademischen Abschluss in Deutschland. Seit 2001 konnten mehr als 25.000 junge Menschen mit dem Stipendium internationale Erfahrungen sammeln – im Ausland oder als Gast in Baden-Württemberg. Für Stipendien, die im Stipendienjahr 2020/21 vergeben werden, fließen 1 Million Euro in das Programm, in Ergänzung zu den bereits im Herbst 2019 bewilligten 6,5 Millionen Euro.

Das Programm Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft wird mit 1,5 Millionen Euro fortgesetzt. Ziel des Programms ist es, Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter das Thema Nachhaltigkeit in seiner ganzen Breite nahezubringen. Schon die Kleinen sollen aktiv an der Bewertung von nicht-nachhaltigem Verhalten teilhaben, sich an Kriterien der Nachhaltigkeit im eigenen Leben orientieren und nachhaltige Entwicklungsprozesse gemeinsam in Gang setzen. Die neue landesweite Ausschreibung fördert vor allem Modellprojekte mit Kindern, die sich mit dem Themenkomplex „Klimawandel“ befassen. Bisher wurden bereits mehr als 120 Modellvorhaben mit einer Laufzeit von jeweils 3 Jahren umgesetzt.

Auch das Integrationsprogramm Vielfalt gefällt wird mit 1,5 Millionen Euro dotiert. Die Baden-Württemberg Stiftung engagierte sich von Beginn an für die Stärkung von sozialer Kohäsion und Teilhabe. In einer neuen landesweiten Ausschreibung sollen Modellprojekte entwickelt und gefördert werden, die soziale Distanz abbauen sowie Ablehnungshaltungen und Vorurteile vor allem gegenüber dem islamisch geprägten Teil der Bevölkerung überwinden. Im Programm wird zudem ein Fortbildungsangebot für Mitarbeitende in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit entwickelt und kostenfrei angeboten, um besser mit fremdenfeindlichen Positionen umgehen zu können.

Mit 0,5 Millionen Euro fördert die Baden-Württemberg Stiftung ein Musikprojekt des Balthasar-Neumann-Ensembles unter Leitung von Thomas Hengelbrock. Hengelbrock und seine Musikerinnen und Musiker wurden von der französischen Regierung eingeladen, eine künstlerische Residenz im französischen Château de Fontainebleau anzutreten und dort ein Musikprojekt ins Leben zu rufen. Neben dem Schwerpunkt auf Frankreich und Deutschland sollen vor allem der europäische Gedanke und ein gesamtgesellschaftlicher Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Im „projet franco-allemand“ steht die Verbindung zu Deutschland und Baden-Württemberg im Fokus. Die vielfältigen Möglichkeiten des Châteaus de Fontainebleau für Austausch- oder Kooperationsprojekte dienen vor allem der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern und stärken den europäischen Gedanken.

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