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Tagung Netzwerk
Bildungsforschung

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Bildungsforschung

Aktuelle Forschungsergebnisse zu Übergängen in Ausbildung, Studium und Beruf vorgestellt

Sprachkenntnisse helfen bei Integration in den Arbeitsmarkt

Im Rahmen einer Tagung des Netzwerkes Bildungsforschung der Baden-Württemberg Stiftung stellte Prof. Dr. Heike Solga vom Wissenszentrum Berlin für Sozialforschung heute in einem Vortrag ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu den Übergängen in Ausbildung, Studium und Beruf vor. Sie geht dabei vor allem der hochaktuellen Frage nach, unter welchen Bedingungen Betriebe hierzulande bereit sind, junge Erwachsene aus dem Ausland für eine Ausbildung einzustellen.

Stuttgart, 25. Februar 2016 – Der Übergang in die berufliche Bildung und den Beruf stellt einen wichtigen Schritt im Leben dar und legt die Weichen für die Zukunft. Jedoch spielen viele Faktoren, wie zum Beispiel Herkunft und Sprachkenntnisse, eine wichtige Rolle dabei, welcher Weg nach der Schule eingeschlagen wird und welche Hürden  beispielsweise beim Eintritt in den Arbeitsmarkt auftreten können. Das Programm Netzwerk Bildungsforschung der Baden-Württemberg Stiftung beschäftigt sich unter anderem mit diesen Themen: Seit 2013 befassen sich Forschergruppen verschiedener Fachrichtungen, Standorte und fachlicher Zugänge gemeinsam mit Fragen der empirischen Bildungsforschung. Forschungsschwerpunkt ist dabei der Bereich der Übergänge in die berufliche Bildung und den Beruf. Die Stiftung hat dazu insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt. Im Rahmen einer öffentlichen Tagung der Baden-Württemberg Stiftung stand heute vor allem die hochaktuelle Frage im Mittelpunkt, ob Betriebe hierzulande bereit sind, junge Erwachsene aus dem Ausland für eine Ausbildung einzustellen.

Sprache ist der Schlüssel zum Arbeitsmarkt
Die Direktorin der Abteilung Ausbildung und Arbeitsmarkt des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Prof. Dr. Heike Solga, sprach dazu vor 90 Gästen und stellte ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu den Übergängen in Ausbildung, Studium und Beruf vor. Dabei ging sie auf die Fragestellung ein, wie Personen ohne berufliche Ausbildung im deutschen Berufsbildungssystem zu verorten sind und zeigte anhand einer Studie den Einfluss der sozialen Herkunft auf die Aufnahme eines Studiums. Anschließend wendete sie sich der aktuellen Frage zu, wie junge, neuzugewanderte Menschen den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt finden und mit welchen Hindernissen sie zu kämpfen haben. Dabei konnte sie auf die Ergebnisse einer regelmäßigen experimentellen Umfrage aus dem Jahr 2014 des Instituts für Berufsbildung (BIBB) unter knapp 700 kleinen, mittleren und großen Betrieben und Verantwortlichen für Ausbildung zurückgreifen. Diesen wurden fiktive Profile von zugewanderten Bewerbern vorgelegt, die über gute bis schlechte Kenntnisse der deutschen Sprache verfügten. Manche dieser Bewerber waren erst kürzlich nach Deutschland gekommen, andere bereits schon in der zweiten oder dritten Generation im Land. Das Ergebnis der Umfrage: Die Chancen der Neuzugewanderten, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, unterscheiden sich stark nach ihren Sprachkenntnissen. Doch Sprache allein hilft nicht: selbst wenn die Neuzugewanderten die deutsche Sprache gut beherrschen, haben sie schlechtere Chancen als die zweite Generation von Migranten. „Ohne Sprache wird der Zugang zum Arbeitsmarkt schwer. Das bedeutet, eine gute Sprachvorbereitung ist für junge Erwachsene aus dem Ausland wichtig für den Zugang zum Arbeitsmarkt. Eine große Rolle spielen darüber hinaus die Rekrutierungskriterien der Betriebe“, sagte Prof. Dr. Solga.
    
Das Netzwerk Bildungsforschung:

Das Netzwerk Bildungsforschung (NeBf) ist seit 2013 zu einem interdisziplinären Forschungsnetzwerk herangewachsen, in dem Forschergruppen verschiedener Fachrichtungen, Standorte und fachlicher Zugänge gemeinsam Themen der empirischen Bildungsforschung bearbeiten. Forschungsschwerpunkt des NeBf ist der Bereich der Übergänge in die berufliche Bildung und den Beruf.




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