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Bilanz: Auch in
Zukunft mit uns!

Bilanz: Auch in 
Zukunft mit uns!

Baden-Württemberg Stiftung zieht Bilanz und erarbeitet Empfehlungen:
Starke Partner in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft machen Jugendbeteiligung erfolgreich


Jugendliche fordern mehr Beteiligung auf Landesebene

Mit dem Projekt „In Zukunft mit UNS!“ unterstützte die Baden-Württemberg Stiftung Jugendliche darin, sich aktiv für die Gestaltung ihres Lebensumfeldes und für Demokratie in den Städten, Gemeinden und Landkreisen einzusetzen. Nun zogen die Akteure in der Veranstaltung „Auch in Zukunft mit UNS!“ im Stuttgarter Hospitalhof Bilanz und richteten den Blick auf die Zukunft der Jugendbeteiligung und ihre Erfolgsfaktoren.

In Sachen Jugendbeteiligung ist in Baden-Württemberg vieles in Bewegung: Durch die Änderung der Gemeindeordnung (§41a GemO) und des Schulgesetzes sowie die Absenkung des Wahlalters bei Kommunalwahlen auf 16 Jahre haben die Jugendlichen mehr Mitsprachemöglichkeiten bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes. Mitbegleitet und angeregt wurde dieser Prozess durch das Projekt „In Zukunft mit UNS!“ der Baden-Württemberg Stiftung, das nun nach drei Jahren Laufzeit abgeschlossen wurde.

Seit Oktober 2013 wurde das Projekt vom Landesjugendring in Abstimmung mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Führungsakademie Baden-Württemberg durchgeführt. In einer ersten Phase wurden rund 5.000 Jugendliche mit Aktionstagen auf die Kommunalwahl ab 16 Jahren vorbereitet. Dafür wurden u.a. Jugendliche als Multiplikatoren geschult. In der zweiten Phase wurden erste Schritte unternommen, um Jugendbeteiligung über Schulungsmodule und die Veröffentlichung von Handreichungen dauerhaft in Kommunen, Jugendvereinen und -verbänden sowie Schulen zu verankern.


Wie kann Jugendbeteiligung gelingen?

Auf große Zustimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bilanzveranstaltung  stießen die folgenden Empfehlungen für eine gelingende Jugendbeteiligung, die sich aus den Projekterfahrungen ergeben:

1.   Jugendbeteiligung ist mehr als Wählen. Jugendliche können an vielen Orten ihres Lebensumfeldes (Schule, Kommune, persönliches Umfeld) positive Beteiligungserfahrungen machen. Deshalb ist Jugendbeteiligung eine gesellschaftliche Zukunftsaufgabe, die über Institutionen hinweg gedacht und im Alltag verankert werden muss.

2.   Jugendliche sollten schon früh in ihrem persönlichen Lebensumfeld positive Partizipationserfahrungen machen und mit der Übernahme von Verantwortung experimentieren können. Der nicht-schulische und nicht formalpolitische Rahmen von Vereinen und Verbänden ist hierfür bestens geeignet.

3.   Jede Kommune sollte ihren eigenen, passgenauen Ansatz für Jugendbeteiligung finden. Über stabile Landesprogramme und eine landesweite Koordination müssen Ideen und Strategien in die Kommunen transferiert werden.

4.   Um Jugendbeteiligung zu stärken, ist es notwendig, dass die einzelne  Akteure wie Schulen, Jugendverbände, Jugendringe, Kommunen und die Jugendsozialarbeit eng zusammenarbeiten und ihre Kräfte bündeln.

5.   Zukünftige Initiativen zur Jugendbeteiligung müssen sowohl bereits motivierte Jugendliche erreichen, als auch stille Gruppen berücksichtigen. Hierzu ist es notwendig, die Akteure und Erfahrungen der Jugendsozialarbeit und der mobilen Jugendarbeit (z.B. Streetworker) einzubeziehen.

6.   Jugendbeteiligung braucht starke Partner in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Stabile Netzwerke, gut qualifizierte und engagierte Multiplikatoren sowie eine Kultur des Gehörtwerdens sind zentrale Voraussetzungen für das Gelingen von Beteiligungsverfahren.


Jugendliche für Absenkung des Wahlalters

Im Podiumsgespräch zur Eröffnung der Bilanzveranstaltung formulieren Jugendvertreter selbstbewusst ihre Forderungen an etablierte Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft:

„Die Stärkung der Teilhabe von Jugendlichen auf kommunaler Ebene durch den neuen  § 41a der Gemeindeordnung war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, bekräftigt Anne-Marie Berg vom Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg. „Wir fordern aber auch mehr Beteiligung auf Landesebene, angefangen mit einer Absenkung des Wahlalters bei Landtagswahlen auf 16 Jahre."

Staatsrätin Erler: Beteiligung Jugendlicher stärken

Staatsrätin Gisela Erler zeigt sich beeindruckt von dem Mut und Engagement vieler Jugendlicher, die sich aktiv einbringen, mitgestalten und damit einen großen Beitrag zur Stärkung der Demokratie leisten: „Angesichts des demographischen Wandels halte ich es für besonders wichtig, die Beteiligung Jugendlicher vor allem in der Kommunalpolitik zu stärken und ihnen damit mehr Gehör zu verschaffen. Nur so können wir uns für ihre Anliegen stark machen und sie bei ihren Ideen und der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen.“

Der vielschichte Ansatz sei auch einer der Faktoren, der das Projekt „In Zukunft mit UNS!“ so erfolgreich gemacht habe. „Jugendliche müssen positive Erfahrungen machen, um sich einzubringen“, erklärt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Wir müssen ihnen also noch mehr Gelegenheiten bieten, ihr Lebensumfeld direkt mitzugestalten. Hierfür sind starke Partner in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft unabdingbar.

Mehr Infromationen finden Sie unter www.beteiligungslotse.de/startseite/

Medienkontakt:

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Julia Kovar-Mühlhausen
Leiterin Stabsstelle Kommunikation

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