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DAN OLWEUS

Dan Olweus gilt als Gründervater der Mobbing-Forschung. Der 84-jährige Professor für Psychologie an der norwegischen Universität Bergen über die Aktualität seines Programms und die besondere Rolle von Erwachsenen.

"SCHÜLER HABEN EIN RECHT AUF EINE SICHERE SCHULUMGEBUNG"

# 01 / Sie haben Ihr Präventionsprogramm in den 1980er-Jahren entwickelt – ist es noch zeitgemäß?

Seit die erste Version 1983 erschien, gab es zahlreiche Überarbeitungen. Zuletzt 2012. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Olweus von allen Anti-Mobbing-Programmen weltweit die besten und beständigsten Resultate erzielt. Kein anderes Programm wurde so häufig wiederholt positiv evaluiert.

# 02 / In Deutschland werden Schüler zur Selbstverantwortung erzogen. Ihr Konzept arbeitet mit autoritären Methoden. Gibt es hier einen Widerspruch?

Unser Programm setzt ausdrücklich nicht auf autoritäre Erziehungsmethoden, sondern auf die verantwortungsvolle Rolle von Erwachsenen. Ein strikter, aber fairer Lehrer vermittelt Wärme und Sicherheit und schafft so eine gute Lernatmosphäre. Aus unserer langjährigen Praxis und Forschung wissen wir, dass es zu unerwarteten und negativen Folgen führen kann, wenn man Schüler in Mobbing-Situationen sich selbst überlässt.


# 03 / Die Integration Ihres Programms in en Schulalltag ist sehr aufwändig – warum sollten Schulen diesen beschwerlichen Weg gehen?

Es ist richtig, dass unser Programm Zeit und Ressourcen benötigt. Schulen sind träge Systeme, die sich nicht über Nacht ändern werden. Aber die negativen und ernsthaften Langzeitfolgen von Mobbing sind mittlerweile ausreichend dokumentiert. Mobbing kann zu Depression, Angst, Suizidtendenzen oder Gewalt in Beziehungen führen. Durch Präventionsprogramme wie Olweus wird nicht nur jede Menge persönliches Leid vermieden, der Hauptgrund für die Umsetzung ist, dass die Schüler ein Recht auf eine sichere und schikanenfreie Schulumgebung haben.

 

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