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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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Deutschland

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Fax +49.711.248 476-50
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Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Die Fabrik im Truck

Rund 250.000 Industrieunternehmen gibt es in Deutschland. Sie beschäftigen über 7 Millionen Menschen und erwirtschaften pro Jahr einen Umsatz von etwa 2 Billionen Euro. Der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung in Deutschland ist mit 22 Prozent höher als in fast allen anderen EU-Ländern. Vor allem in Baden-Württemberg mit seinen großen Automobilunternehmen sowie vielen international bedeutenden Zulieferern, Maschinenund Anlagenherstellern ist die Industrie ein tragender Pfeiler von Wirtschaft und Wohlstand. Doch um ihre Tragkraft zu bewahren, sind Industrieunternehmen angewiesen auf ausreichend viele und gut ausgebildete Fachkräfte – die sie nur finden, wenn sie junge Menschen für ihre Produkte und beruflichen Herausforderungen begeistern können.

Der Truck Discover Industry ermöglicht das auf eindrucksvolle Weise: Das mobile Industrielabor bietet Schülerinnen und Schülern die einzigartige Gelegenheit, auf 100 Quadratmetern hautnah zu erleben, was moderne industrielle Produktion ausmacht, welche innovativen Technologien sie nutzt und wie viel Mathematik, Physik und Ingenieurwissen sich in der Industrie verbirgt.

Eintauchen ins Berufsleben

Am 29. April 2015 weihte Ministerpräsident Winfried Kretschmann das einzigartige Ausstellungsfahrzeug auf dem Stuttgarter Schlossplatz feierlich ein. Seither rollt Discover Industry durch Baden-Württemberg und macht dabei an Schulen Station. Die mobile Industriewelt soll junge Menschen in der Phase der beruflichen Orientierung für MINT-Berufe begeistern – allerdings ohne fade Vorträge und belehrende Infomaterialien. Stattdessen setzen die Macher des Trucks darauf, lebendig und realitätsnah darzustellen, welche Bedeutung die Berufe aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik heute für die Industrie besitzen.

 

 

16 Meter geballte Industrie

Fünf Stationen im Erdgeschoss des zweistöckigen, über 16 Meter langen 40-Tonners bilden dazu die gesamte Kette der industriellen Produktion nach. Die Jugendlichen können selbst Hand anlegen, um die Abläufe in einer modernen Fabrik buchstäblich zu begreifen. Zusätzlich zu den Mitmach Stationen geben Exponate einen Überblick über wichtige Erfindungen aus Baden-Württemberg, zeigen Lebensläufe von Ingenieuren aus dem Land, demonstrieren spannende Hightech- Produkte wie Videobrillen, Endoskope oder ein Kugellager für Skateboards.

Für Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG in Dettingen und Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, beseitigt das innovative Ausstellungsfahrzeug Discover Industry ein Informationsdefizit, das bisher bei der Berufswahl im MINT-Bereich besteht (siehe „Drei Fragen an Dr. Stefan Wolf“). Daran beteiligt sich neben Südwestmetall auch die Bundesagentur für Arbeit. Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg, betont: „Der Truck bietet Technik zum Anfassen und Mitmachen und setzt damit das theoretische Schulwissen in direkten Bezug zur Arbeitswelt.“ Alle Gymnasien und Realschulen im Land können sich um einen Besuch von Discover Industry bewerben. Dann rollt der imposante Mitmach-Truck für zwei bis drei Tage auf ihren Hof.

An Bord sind neben reichlich Hightech- Equipment auch zwei Jungakademiker, die den Schülern die technischen Hintergründe der griffigen Exponate während einer zweistündigen gemeinsamen Entdeckungsreise erklären. Ein geräumiger Seminarraum in der zweiten Etage des Fahrzeugs bietet Platz für Zusatzveranstaltungen wie Workshops zu Berufsfeldern, Elternabende oder
Fortbildungen für Lehrkräfte.

Bildung vernetzen

Discover Industry ist Teil des Bildungsnetzwerks Coaching4Future. Mit diesem Programm, das seit 2008 läuft, hat sich die Baden-Württemberg Stiftung zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, sich bewusst mit MINT-Berufen zu beschäftigen. Bisher stellte die Stiftung etwa 8,5 Millionen Euro dafür zur Verfügung. Das Geld ist gut angelegt, um dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen. Im Rahmen von Coaching4Future gehen Coaches – junge Ingenieure, Mathematiker, Physiker oder Informatiker – direkt in Schulklassen, wo sie über ihre persönlichen Erfahrungen im Job berichten. Auf diese Weise werden aus abstrakten Berufsbildern packende Geschichten aus dem Alltag am MINTArbeitsplatz.

Interaktiv informieren und lernen

Im Internet bietet Coaching4Future eine Plattform für Schüler, Lehrer, Hochschulen und Unternehmen. Dort können sich Jugendliche über Studiengänge und Ausbildungsberufe informieren. Auf einer Kontaktbörse haben Firmen die Möglichkeit, gezielt Nachwuchskräfte zu suchen und Kontakt zu interessierten Jugendlichen aufzunehmen – und umgekehrt. Lehrer können kostenlos Lehr- und Lernmaterialien zu MINT-Themen herunterladen. Neben der Baden-Württemberg Stiftung beteiligt sich seit 2012 die Bundesagentur für Arbeit an dem Bildungsnetzwerk, 2014 kam der Arbeitgeberverband Südwestmetall mit ins Boot.

Alle Informationen über das Programm Coaching4Future

 

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