
Im Jahr 2007 gab es in Baden-Württemberg rund 788.000 Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis. Seit 2001 ist die Zahl dieser Menschen in Baden-Württemberg insgesamt um knapp 16 % gestiegen, und zwar in allen Altersgruppen ab dem 6. Lebensjahr. Über 70 % der Schwerbehinderungen (Grad der Behinderung mind. 50%) resultieren aus körperlichen Einschränkungen verschiedenster Art, während es sich bei knapp über 20 % um zerebrale Störungen bzw. geistig-seelische Behinderungen handelt. Die häufigste Ursache für eine Schwerbehinderung sind mit einem Anteil von fast 89 % allgemeine Krankheiten. Nur bei 4 % aller Fälle handelt es sich um angeborene Behinderungen.
Der hohe Anteil krankheitsbedingter Schwerbehinderungen erklärt sich vor allem durch den starken Anteil höherer Altersjahrgänge an den schwerbehinderten Menschen, rund 496.000 Menschen ab 60 Jahre haben einen Schwerbehindertenausweis. Die demographische Entwicklung lässt darauf schließen, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird.
Die Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung von Menschen mit Behinderung wird gerade vor dem Hintergrund der genannten Zahlen auch in Zukunft von der Baden-Württemberg Stiftung als eine der zentralen Förderlinien beibehalten werden.
Daher hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 17. Februar 2009 ein Programm zur Förderung älterer behinderter Menschen bewilligt. Zielgruppen sind ältere Menschen mit Behinderung oder chronisch kranke Menschen. Der Fokus richtet sich auf Modellprojekte, die sich mit der Bewältigung des Übergangs in den Ruhestand befassen oder Hilfestellung in Fragen der Alltags- und Freizeitgestaltung geben.
Für das Programm wurden 13 Modellprojekte ausgewählt.
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie hier.
Birgit Pfitzenmaier
Sven Walter