jes - Jugend engagiert sich

Bürgerschaftliches Engagement – nichts für junge Menschen? Von wegen – mehr als ein Drittel der 14- bis 24jährigen engagiert sich gesellschaftlich! Die Engagementbereitschaft ist noch größer, wenn vor Ort entsprechende Rahmenbedingungen bestehen. Wie erfolgreich eine zielgerichtete Jugendengagement-Förderung wirken kann, belegt eindrucksvoll das Programm "jes –Jugend engagiert sich" der Baden-Württemberg Stiftung. Nach sechs Jahren kann eine positive Gesamtbilanz gezogen werden und die wissenschaftliche Auswertung des Programms bescheinigt der Stiftung, dass mit "jes" völlig neue Wege in der Förderung von freiwilligem Jugendengagement gegangen wurden. Eines der Zauberworte heißt Projektarbeit: Wenn junge Menschen die Möglichkeit haben, sich für eine Sache nicht gleich dauerhaft entscheiden zu müssen, steigt die Einsatzbereitschaft. Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg zwischen 2001 und 2008 rund 6.000 Jugendliche in mehr als 600 jes-Projekten engagiert.

Das besondere an "jes" gegenüber anderen Freiwilligendiensten: Hier werden neben sozialen Tätigkeitsfeldern auch Jugend-Freiwilligenprojekte im ökologischen oder kulturellen Rahmen gefördert. Und das Engagement wird honoriert. Alle Jugendlichen aus "jes"-Projekten bekommen für ihr Engagement am Ende eine Urkunde, die vom Bürgermeister unterschrieben und überreicht wird – eine Sache mit großer Strahlkraft. Eine Umfrage unter den "jes"-Jugendlichen ergab, dass diese öffentliche Ehrung für die Teilnehmer auch eine öffentliche Anerkennung bedeutet. Sie werden ernst genommen und ihr Einsatz wird gewürdigt. Das mehrt das Selbstbewusstsein und macht stolz. Als weiteres wichtiges Element kam bei "jes" hinzu, dass sich Bürgerinnen und Bürger als Mentoren ausbilden ließen und die Jugendlichen begleiten.

Überall dort, wo "jes" sowohl in der Schule als auch in der Kommune stark verankert war, entstand viel Einsatz, der über die Projektdauer hinaus lebendig bleibt. Zudem wurde mit jesIconnection die gezielte Einbindung von Unternehmen in Handlungsfelder des Bürgerschaftlichen Engagements erprobt.

Im Rahmen eines Festaktes wurde "jes" am 23.11.2007 offiziell beendet. 2008 wurden in einer abschließenden Förderphase mit interessierten Kommunen Projekte umgesetzt, um nochmals auf eine möglichst nachhaltigere Verankerung von jes in den jeweiligen örtlichen Strukturen hin zu wirken, und Idealerweise die Durchführung von jes Projekten über die Förderphase hinaus zu sichern. Zudem wurde im Frühjahr 2008 im Juventa-Verlag ein Arbeitshandbuch veröffentlicht, das mit vielen Praxisberichten Einblicke in die Projektwelt von jes vermittelt und zudem praktische Tipps und Hinweise für eigene Aktivitäten gibt. Kommunen, die auch weiterhin nach dem jes-Konzept geeignete Projekte entwickeln und umsetzen wollen, wurden am 5.12.2008 in einer Feierlichen Stunde als "jes-Kommune" zertifiziert.

Mit der Projektdurchführung war über den gesamten Zeitraum das Paritätische Bildungswerk in Baden-Württemberg betraut.

Projektdienstleister

Paritätisches Bildungswerk Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Haußmannstr. 6 • 70188 Stuttgart
Martin Link
Fon +49.711.215 518 4 • Fon +49.711.215 521 4
link(a)bildungswerk-paritaet-bw.de
www.paritaet.org

Abteilungsleiterin Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung

Birgit Pfitzenmaier Birgit Pfitzenmaier
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-18
Fax +49 (0) 711 248 476-52 pfitzenmaier(a)bwstiftung.de

Referent Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung

Sven Walter Sven Walter
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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