02.05.2012

Baden-Württemberg Stiftung beschließt zukünftige Ausrichtung und neue Programme

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Stiftung ist ein wertvoller Partner

Stuttgart, 2. Mai 2012 - Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner heutigen Sitzung über die zukünftige Zielsetzung und Organisationsstruktur beraten sowie Programme in Höhe von 12,05 Mio. Euro beschlossen. Das bewährte Drei-Säulen-Modell, welches den Fokus auf die Bereiche Forschung, Bildung und Soziale Verantwortung legt, wird gestärkt. Ministerpräsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Winfried Kretschmann betonte: „Die Baden-Württemberg Stiftung ist für das Land ein wertvoller Partner“.

Die Baden-Württemberg Stiftung wird ihre generelle und bewährte Ausrichtung auch in Zukunft weiter verfolgen und sich ausschließlich Programmen in den Bereichen Forschung, Bildung und Sozialer Verantwortung widmen, die zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Landes beitragen. Innerhalb dieser Struktur wird es neue strategische Zielsetzungen und operative Schwerpunkte geben. Das wurde heute in der Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen. Insgesamt wurden Projektmittel in Höhe von 12,05 Mio. Euro bewilligt.

Nachhaltige Qualitätssicherung und Transparenz
„Die Baden-Württemberg Stiftung hat sich als eine der größten deutschen Stiftungen einen Namen gemacht und ist für das Land ein sehr wertvoller Partner“, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Deshalb halten wir an der bewährten Drei-Säulen-Struktur mit Forschung, Bildung und Sozialer Verantwortung fest, setzen aber neue inhaltliche Schwerpunkte, die die Stiftung noch eindeutiger positionieren und besser für die Herausforderungen der Zukunft rüsten.“

„Wir verstehen uns als Zukunftswerkstatt des Landes und werden ganz im Sinne der heutigen Sitzung sicherstellen, dass unsere Arbeitsweise transparent bleibt und die verwendeten Mittel effektiv eingesetzt werden“, erläuterte Geschäftsführer Christoph Dahl. „Gleichzeitig haben wir den Anspruch, die einzelnen Bereiche noch besser zu vernetzen, die Ergebnisse unserer Arbeit nachhaltig zu verankern und eine Übertragbarkeit zu gewährleisten.“

„Der Vermögensbereich der Baden-Württemberg Stiftung wird an der bisherigen, erfolgreichen strategischen Ausrichtung seiner kurz-, mittel- und langfristigen Vermögensanlagen festhalten. Wie bisher werden wir auch in Zukunft im rechtlich zulässigen Umfang Rücklagen zum Ausgleich der inflationsbedingten Wertminderung des Vermögens bilden. Die Investitionen im Immobilienbereich, insbesondere der Neubau an der Willy-Brandt-Straße und der Kauf des ehemaligen Postquartiers, werden künftig zu einer Stabilisierung der Ergebnisse beitragen", so Walter Leibold, zuständiger Geschäftsführer für den Vermögensbereich der Baden-Württemberg Stiftung.

Das heute beschlossene Projektvolumen in Höhe von 12,05 Mio. Euro verteilt sich auf die drei Bereiche Forschung, Bildung und Soziale Verantwortung.

Forschung
Mit ihrem neuen Forschungsprogramm „Biologie-inspirierte chemische Materialwissenschaft“ reagiert die Baden-Württemberg Stiftung auf die immense wirtschaftliche Bedeutung der Materialforschung. Im Fokus stehen in der Natur vorkommende Systeme mit hochoptimierten Eigenschaften – wie etwa die Photosynthese der Pflanzen – die mit synthetischen Materialien bisher unerreicht sind. Das Programm will dazu beitragen, Lösungen in drängenden Bereichen wie der Energieversorgung, Mobilität oder Medizin zu entwickeln. Die Baden-Württemberg Stiftung trägt damit auch den neu beschlossenen operativen Schwerpunkten „Klimawandel und Energiewende“, „Lebenswissenschaften und Gesundheit“ sowie „Ökologische Modernisierung der Wirtschaft“ Rechnung. Für das neue Forschungsprogramm bewilligte der Aufsichtsrat 5,0 Mio. Euro.

Bildung
Die „Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg“ hat mit ihrer multimedialen, interaktiven Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen bereits 100.000 Besucher an mehr als 100 Standorten direkt erreicht. Ziel der Informations- und Bildungsinitiative ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu nachhaltigem Handeln im Alltag zu motivieren. Nachdem in der vergangenen Sitzung bereits Mittel für 2012 bewilligt worden waren, ist mit einer neuen Tranche von 0,3 Mio. Euro der weitere Betrieb gewährleistet. Mit Hilfe eines Lernzirkels, der individuelles Lernen in Kleingruppen ermöglicht, sollen nun verstärkt Schüler angesprochen werden. Das Programm „Expedition N“ wurde bereits vielfach ausgezeichnet, etwa vom Rat für Nachhaltige Entwicklung als „Werkstatt N – Projekt 2012“ oder als „Ausgewählter Ort 2011“ der Initiative „Land der Ideen“.

Gesellschaftlicher Wandel und Kultur, Soziale Verantwortung

Integration ist ein zentrales Thema der Baden-Württemberg Stiftung. Mit dem neuen Programm „60 Orte der Integration“, das anlässlich des 60-jährigen Landesjubiläums initiiert wurde und in Kooperation mit dem Ministerium für Integration Baden-Württemberg durchgeführt wird, sollen Menschen aller Alters- und Bildungsstufen mit und ohne Migrationshintergrund bestärkt werden, sich aktiv in das gesellschaftliche Miteinander einzubringen und in einen offenen und respektvollen Dialog zu treten. Insgesamt 60 innovative Modellprojekte werden in den nächsten drei Jahren zur Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Integrationskonzepte gestartet. Zentrales Element dabei ist die intensive Begleitung der Einzelprojekte durch fachlich versierte Integrationscoaches. Der Aufsichtsrat stimmte der Aufnahme von 2,9 Mio. Euro zur Durchführung des Integrationsprogramms in den Wirtschaftsplan 2012 zu.

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