25.08.2011

Neue Broschüre: Chancengleichheit im kommunalen Raum

Fünf Modellkommunen erproben geschlechtergerechtes Handeln in der Verwaltungsarbeit

Büchereien, Altenheime oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit: Kommunale Verwaltungen und Institutionen haben viele Schnittstellen zu Bürgerinnen und Bürgern. Die Geschlechtergerechtigkeit dabei aktiv umzusetzen und Angebote auszudifferenzieren, wird daher immer wichtiger. Die Kommunen Karlsruhe, Ulm, Leonberg, Nagold und der Landkreis Sigmaringen stellten sich im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung dem Praxistest. Die Ergebnisse sind nun in der Broschüre „GeKom“ erschienen.

Stuttgart, 25. August 2011 – Um tatsächliche Chancengleichheit zu verwirklichen, wird die Berücksichtigung der Geschlechter-Perspektive immer wichtiger. Sie ist genauso Teil einer zielgruppengerechten Ansprache wie die Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund, Senioren oder Kindern. Wie man dies praktisch umsetzen kann und Stolpersteine erfolgreich umgeht, zeigt die neue Publikation „GeKom – Gender-Kompetenz und Gender Mainstreaming im kommunalen Raum“ der Baden-Württemberg Stiftung, die innerhalb des Programms „Chancen=Gleichheit. Gleiche Chancen für Frauen und Männer“ entstanden ist.

Die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive führt dazu, eingefahrene Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern. Arbeitsbedingungen und Karrierechancen von Mitarbeitern können verbessert und geschlechtergerecht umgesetzt werden. Angebote für Bürgerinnen und Bürger lassen sich ausdifferenziert und interessensorientiert gestalten. Dies sind wichtige Schritte hin zu einer modernen, dienstleistungsorientierten Verwaltung.

Fünf Modellkommunen erprobten geschlechtergerechtes Arbeiten
Das Forschungsinstitut tifs e.V. Tübingen hat im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung mit dem „GeKom“-Projekt beispielhafte Prozesse geschlechtergerechter Arbeit in der Verwaltung in Gang gebracht. Die Kommunen Karlsruhe, Ulm, Leonberg, Nagold und der Landkreis Sigmaringen waren zwischen 2007 bis 2010 aktiv beteiligt.

Die Broschüre präsentiert die Ergebnisse: Neben der differenzierten Projektevaluation stellt sie charakteristische Lern- und Bildungsprozesse zur Entwicklung von Gender-Kompetenz vor. Anhand von Leitfäden, praxisnahen Instrumenten und Materialien gibt sie Empfehlungen für die Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit im kommunalen Raum.


Folgende Erfolge konnten in den Modellkommunen erzielt werden:
• Veränderungen in der Organisation der Kommunalverwaltung und Lernprozesse auf allen Ebenen
• Diese werden nachhaltig in Speichersystemen und Vorgaben verankert
• Verbesserung der Dienstleistungsqualität durch
     - Reflexion der geschlechterbezogenen Interessen: differenziertere Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger und ihrer Anliegen
      - geschlechterbezogene Handlungsqualität: Veränderung und Verbesserung der Angebote

Die Broschüre wird derzeit an die baden-württembergischen Kommunen versandt und kann beim Verlag Dashöfer bestellt werden (www.dashoefer.de). Sie ist als Download (19,80 Euro) oder als gedruckte Version (27,80 Euro) erhältlich. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Baden-Württemberg Stiftung wird die Fachbroschüre außerdem am 17. Oktober in Stuttgart der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Die Baden-Württemberg Stiftung hat das Programm „Chancen=Gleichheit. Gleiche Chancen für Frauen und Männer“ initiiert, um die tatsächliche Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Arbeitswelt, dem unmittelbaren Lebensumfeld und der individuellen Entwicklung zu verwirklichen. Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren sowie das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg begleiten das Programm und sind von der Baden-Württemberg-Stiftung mit der Projektträgerschaft beauftragt. Weitere Informationen zum Programm „Chancen=Gleichheit“ finden Sie hier.

Informationen

Die Broschüre können Sie hier beim Verlag DASHÖFER bestellen oder downloaden.

Stabsstelle Kommunikation

Julia Kovar Julia Kovar
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Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
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Fax +49 (0) 711 248 476-54 kovar(a)bwstiftung.de

Leiterin Stabstelle Kommunikation

Christine Potnar Christine Potnar
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