11.04.2003

Ein Schuljahr im Ausland - Für 40 Jugendliche geht ein Traum in Erfüllung

Minister Palmer und Prof. Eiselstein überreichen Urkunden für Baden-Württemberg Stipendium für Schülerinnen und Schüler ...

Ein ganzes Schuljahr in einem europäischen Land verbringen, vielleicht sogar als Pionier in Osteuropa. Für 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg wird dieser Traum Wirklichkeit. Sie erhielten am Freitag im Stuttgarter Alten Schloss die begehrten Stipendium-Urkunden der Landesstiftung Baden-Württemberg und reisen bereits in den nächsten Monaten zu ihren ausländischen Gastfamilien. Für alle Jugendliche bedeutet das: fremde Sprachen lernen, spannende Kulturen entdecken und neue Freunde gewinnen.

Möglich macht es das "Baden-Württemberg-Stipendium für Schülerinnen und Schüler" der Landesstiftung Baden-Württemberg. Es dient vor allem dem Austausch mit anderen europäischen Ländern, den Beitrittsländern zur Europäischen Union und weiteren osteuropäischen Nationen.

Der Minister des Staatsministeriums und für europäische Angelegenheiten, Dr. Christoph Palmer, Aufsichtsratsmitglied der Landesstiftung Baden-Württemberg, und Prof. Claus Eiselstein, Geschäftsführer der Landesstiftung, würdigten den Mut und die Bereitschaft der Jugendlichen, für ein Jahr ins Ausland zu gehen und übergaben am Freitag im Stuttgarter Alten Schloss die Urkunden an die glücklichen Stipendiaten. "Ein längerer Auslandaufenthalt ist immer eine Chance für die persönliche Entwicklung", sagte Palmer. "Man lernt nicht nur eine neue Sprache, sondern lebt in einer Gastfamilie und nimmt neben dem Schulleben auch am Alltag teil". Diese Erfahrungen seien im schnell zusammenwachsenden Europa von unglaublich hohem Wert, denn Kenntnisse anderer Sprachen und Kulturen würden für das spätere Berufsleben immer wichtiger.

"Respekt, Offenheit und Vertrautheit mit anderen Menschen, Ländern und Kulturen sind wichtige Bausteine für unsere Zukunft und stehen auch für die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs. Fast zwei Drittel der Jugendlichen gehen nach Osteuropa. Länder, mit denen Baden-Württemberg eine lange Geschichte und besondere Beziehungen verbindet, die in naher Zukunft noch enger gestaltet werden sollen", so Eiselstein. Doch Internationalität beruhe auch auf Gegenseitigkeit: Gesucht würden auch Familien in Baden-Württemberg als Gastgeber für ausländische Schülerinnen und Schüler.

Unter dem Motto "Die Welt steht dir offen" konnte sich jeder baden-württembergische Schüler, der im letzten Oktober die 10. Klasse besuchte, für das Stipendienprogramm der Landesstiftung bewerben und unter folgenden Ländern auswählen: Bosnien-Herzegowina, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn. Ein Kriterium für die Stipendienvergabe war die wirtschaftliche Situation der Familie: Niemand soll aus finanziellen Gründen auf ein Auslandsjahr verzichten müssen. Auch Familien, die sich einen derartigen Aufenthalt normalerweise nicht leisten können, werden mit dem Baden-Württemberg Stipendium angesprochen.

Mit dem Baden-Württemberg-Stipendium unterstützt die Landesstiftung in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Schüleraustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. erstmals in diesem Jahr 40 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren, die überwiegend in mittel- und osteuropäische Länder gehen. Im Gegenzug kommt die gleiche Anzahl an Schülerinnen und Schüler aus den Partnerländern für ein Schuljahr nach Baden-Württemberg.

Die AFS führt bereits seit über 50 Jahren internationalen Schüleraustausch und Freiwilligendienste durch und hat in diesem Zusammenhang auch langjährige Erfahrungen mit dem Schüleraustausch in Osteuropa. Die Organisation unterhält in den Ländern des Stipendienprogramms Büros und ehrenamtliche Strukturen.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie hauptsächlich selbst durchführt oder als Projektzuschüsse bereitstellt. Das wichtigste Ziel dabei ist es, die Zukunftsfähigkeit des Landes Baden-Württemberg zu stärken und zu sichern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt neben Forschung auch im Bildungssektor und in der Jugendarbeit. Denn gerade Kinder und Jugendliche sind es, denen die allergrößte Sorgfalt gelten sollte. Nur wenn für sie heute die besten Voraussetzungen geschaffen werden, können sie mutig und engagiert in eine lebenswerte Zukunft gehen.

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