08.03.2005

Kulturpreis Baden-Württemberg entschieden

Der Kulturpreis Baden-Württmberg 2005 ist entschieden. Drei Preisträger aus der Sparte der Darstellenden Kunst können sich über insgesamt 25.000 Euro Preisgeld freuen ...

Der Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg wird in diesem Jahr in der Sparte "Darstellende Kunst" verliehen. Jury und Stiftungsrat geben ein klares Zeichen für Avantgarde und anspruchvolles Musiktheater. Den Hauptpreis teilen sich die spektakuläre Theatertruppe PAN.OPTIKUM und der für seine Entdeckungen gerühmte Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Der Förderpreis geht an den in Stuttgart tätigen Choreographen Marco Goecke.

Die im Jahr 2002 gegründete "Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg" vergibt den Preis alle zwei Jahre im thematischen Wechsel. Er ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und teilt sich grundsätzlich in einen Haupt- und einen Förderpreis. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film/Neue Medien, Literatur und Musik, die einen erkennbaren Bezug zum Land Baden-Württemberg aufweisen. In diesem Jahr ist der Preis für die Darstellende Kunst ausgeschrieben.

Den Hauptpreis, der mit insgesamt 20.000 Euro dotiert ist, teilen sich das Theater PAN.OPTIKUM und Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble. Beide stammen aus dem badischen Freiburg und genießen internationales Renommee.

PAN.OPTIKUM ist bekannt geworden mit seinen spektakulären Inszenierungen, in denen auf einzigartige Weise Aktionstheater, Schauspiel, Musik, Tanz und Akrobatik verschmelzen. Das Theater hat mehrfach internationale Preise gewonnen, war im letzten Jahr mit der Produktion ORPHEUS auf der RuhrTriennale zu sehen und ist kürzlich von André Heller für das offizielle Begleitprogramm zur diesjährigen Fußballweltmeisterschaft ausgewählt worden.

Thomas Hengelbrock und der Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble begeben sich ebenfalls regelmäßig auf Entdeckungsreise. Sie sind spezialisiert auf das Musiktheater des 17. und 18. Jahrhunderts, beleben auf eindrückliche Weise in Vergessenheit geratene Werke und bieten immer wieder überraschende Neuinterpretationen bekannter Repertoires. Im Mittelpunkt steht dabei die intensive Auseinandersetzung mit einem Werk in seinem historischen Zusammenhang.

Marco Goecke, dem aus Wuppertal stammenden und am Stuttgarter Ballet tätigen Choreographen, attestieren viele das, was einen Künstler in besonderem Maße auszeichnet: eine eigene Handschrift. Mit seinen 32 Jahren gehört er zwar noch zur jungen Riege, doch bereits 2003 gewann er den begehrten Prix Dom Perignon und arbeitete 2002 mit den Tänzern des New York City Ballet zusammen.

"Der Kulturpreis Baden-Württemberg ist ein besonderer Ausdruck des Engagements der Wirtschaft für Kunst und Kultur" führte der Stiftungsratsvorsitzende, Staatssekretär Michael Sieber, aus. "Die Verantwortung für Kunst und Kultur darf nicht dem Staat allein überlassen werden, sondern muss von der ganzen Gesellschaft getragen werden", so Sieber weiter.

"Kunst ist auch für Volksbanken Raiffeisenbanken ein Thema, denn sie übernehmen auf Grund ihrer regionalen Verwurzelung Verantwortung für die Menschen in ihrer Region", sagte Präsident Erwin Kuhn vom Württembergischen Genossenschaftsverband. "Die Volksbanken Raiffeisenbanken wollen mit dem Kulturpreis Kreativität und Fantasie fördern, die in der Region zu Hause sind." Sie unterstützen "vor Ort" alle kulturellen Aktivitäten nicht nur ideell sondern auch finanziell, erwähnte Ehrenpräsident Egon Gushurst vom Badischen Genossenschaftsverband Karlsruhe. Sie bringen damit ihre traditionelle Verbundenheit mit allen Bevölkerungskreisen nicht nur zum Ausdruck, sondern sind Mitträger des Kulturschaffens in Stadt und Land.

Claus Eiselstein, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg, ergänzte "Die Zukunftsfähigkeit eines Landes bemisst sich auch in der Leistungsfähigkeit und im Innovationspotential seiner Kunstszene. Dies gilt es zu honorieren und wir freuen uns sehr darüber, dass der Kulturpreis hier einen wichtigen Beitrag leisten kann."

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des Festivals "Theater der Welt" am 27. Juni 2005 in Stuttgart statt.

Über die Vergabe von Haupt- und Förderpreis entscheidet der Stiftungsrat der "Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg" auf Vorschlag einer Jury, deren Mitglieder alle zwei Jahre in der jeweils auszuzeichnenden Sparte auf Grund ihrer spezifischen Qualifikation benannt werden.

Die Jury des Kulturpreises 2005 bestand aus namhaften Experten aus dem Bereich Theater bzw. darstellenden Kunst: Andreas Mölich-Zebhauser (Festspielhaus Baden-Baden), Dr. Peter Kastner (Kulturreferat Esslingen), Prof. Dr. Rüdiger Krohn (Kritiker), Dr. Christoph Hauser (ARTE), Amélie Niermeyer (Theater der Stadt Freiburg) und Dr. Peter Selbach (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg).

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