20.09.2007

Wie kommt das Licht in die Glühbirne?

Diese und andere Fragen können Kindergartenkinder in den elf Modellprojekten des Programms "naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte in Kindergärten" der Landesstiftung stellen. Spielerisch führen die Projekte die Kinder an das Thema heran und wecken so schon früh die Lust auf Wissenschaft und Technik. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch die EnBW Energie Baden-Württemberg ermöglicht ...

Bild 1: Staunen und Experimentieren: Die Kinder des Gustav-Werner-Kindergartens Feuerbach bei ihrem Modellprojekt "MatNat", das die Stiftung Kinderland durchführt.

Bild 2: Backpulver, Essig, ein Aluhütchen und Knoff-Hoff: Die Kinder des Gustav-Werner-Kindergartens bastelten eine Rakete und lernten dabei viel über Physik und Chemie. Die Stiftung Kinderland hat im Rahmen des Programms "naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte in Kindergärten" elf spannende Projekte im ganzen Land aufgelegt.

Bild 3: Feste Pusten mussten der Geschäftsführer der Landesstiftung, Herbert Moser (rechts) und Jürgen Hurst, Leiter Zentrales Personalmanagement bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die für das Programm "naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte in Kindergärten" die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht.

Bild 4:Fröhlicher Besuch bei der Landesstiftung: Die Kinder des Gustav-Werner-Kindergartens Feuerbach begrüßten das Maskottchen der Stiftung Kinderland sowie den Geschäftsführer der Landesstiftung, Herbert Moser (rechts) und Jürgen Hurst (links), Leiter Zentrales Personalmanagement bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die für das Programm "naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte in Kindergärten" die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht. Gemeinsam mit dem Experimentierclown Jörn Birkhahn (rechts hinten) und Dr. Gisela Wachinger (vorne links) zeigten die Kinder den Erwachsenen, wie viel Freude sie an Chemie und Physik haben.

Das Programm "naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte in Kindergärten" der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg zieht Halbzeitbilanz: Elf Modellprojekte im Land wecken bei Kindergartenkindern die Lust auf Wissenschaft und Technik. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch die EnBW Energie Baden-Württemberg ermöglicht.

Wenn Kinder Erwachsenen Löcher in den Bauch fragen, dann ist das spitze. Experten halten die bisweilen für Erwachsene anstrengende "Warum"-Phase für sehr wichtig: Wenn Kinder in dieser Zeit Antworten bekommen, dann werde bereits sehr früh ein gutes Fundament für die Bewahrung einer kindlichen Neugier gelegt. Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg, eine Unterstiftung der Landesstiftung, setzt aus diesem Grund bereits im Kindergarten an, um das Verständnis, die Freude und Lust an Naturwissenschaft und Technik zu wecken. Elf Projekte im Land arbeiten an der Umsetzung. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ermöglicht die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der innovativen Modellprojekte.

"Wir setzen ganz früh im Kindergarten an, um Kinder für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Damit legen wir ein Fundament, das durchaus für eine spätere Berufswahl bedeutend sein kann", sagt Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg. "In erster Linie geht es aber darum, die kindliche Neugier spielerisch zu befriedigen. Wenn uns das mit spannenden Experimenten und aufregenden Versuchen gelingt, ist das ein erster Schritt", so Moser.

"Wenn ich unsere Auszubildenden frage, warum sie sich bei der EnBW für einen technischen Beruf entschieden haben, erinnern sich viele die spannenden Physik-Experimente mit Blitzlicht oder elektrisiertem Haarschopf aus der Schulzeit. Solche Initiativ-Begegnungen mit den Naturwissenschaften möchten wir gemeinsam mit der Landesstiftung schon im Vorschulalter fördern", so Jürgen Hurst, Leiter Zentrales Personalmanagement bei der EnBW.

"Als einer der großen Arbeitgeber in Baden-Württemberg fühlen wir uns angesichts der weiter abnehmenden Zahl von Fachkräften in Deutschland in besonderem Maße für eine qualifizierte Nachwuchsförderung verantwortlich."

Das Thema Naturwissenschaften für Kinder begreifbar und erlebbar zu machen, ist nicht neu. Nach dem Pisa-Schock und der gewonnenen Erkenntnis, dass vor allem in Naturwissenschaft und Technik Nachholbedarf besteht, wurden Ratgeber geschrieben und die Politik änderte die Lehrpläne. Dennoch: Mathematik, Physik oder Chemie stehen auch heute nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala von Schülern.

Deshalb setzt das Programm der Stiftung Kinderland früher an: Elf naturwissenschaftlich-technische Modellprojekte im ganzen Land sollen Kindergartenkindern Lust auf Wissenschaft und Technik machen. Schwerpunkt aller Angebote ist das Begreifen, in einem ganz wörtlichen Sinn. Die Kinder kommen meist in Form von Projekttagen oder wöchentlichen Experimentierstunden mit naturwissenschaftlichen Phänomenen in Kontakt: Sie führen selbst Versuche durch, vor allem aber dürfen sie ohne Grenzen Fragen stellen. Die Projekte dauern zwischen einem und drei Jahren und werden insgesamt mit einer Summe von 200.000 Euro gefördert.

Wenn der Experimentierclown Jörg Birkhahn des Kindergartenlabors Mannheim in den Kindergarten kommt, wissen die Kinder: Jetzt wird es aufregend. Aber wie kann man Mathematik spannend machen? Dr. Gisela Wachinger mit dem Projekt "MatNat" erklärt "von nichts bis unendlich" oder "von klein bis groß". Ein weiterer Schwerpunkt in der Ausschreibung der Modellprojekte durch die Stiftung Kinderland war die Forderung nach Kooperationen: Die Projekte sind eng vernetzt mit Wissenschaftlern, Hochschulen und anderen pädagogische Einrichtungen wie etwa in Konstanz dem Bodensee-Naturmuseum. Eines der Projekte, nämlich das der Gesellschaft für Umweltbildung Baden-Württemberg e.V., hat inzwischen eine ganz besondere Würdigung erfahren: Bernd Schlag wurde für seine Projektidee von den Vereinten Nationen ausgezeichnet und zum "Offiziellen Projekt der UN-Weltdekade 2007/2008 Bildung für nachhaltige Entwicklung" erklärt.

Das Programm wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Peter Menzel (Universität Hohenheim) und Dr. Marco Spurk vom Fehling-Lab, dem gemeinsamen Experimentierlabor der Universitäten Stuttgart und Hohenheim.

Das Licht kommt übrigens so in die Glühbirne: Bei der Glühbirne wird ein Metallfaden aus Wolfram durch den durchfließenden Strom erhitzt und beginnt hell zu glühen, wie der Name schon sagt. Er kann nicht verbrennen, weil sich im Inneren des Glaskörpers ein Vakuum befindet, also kein Sauerstoff da ist. Bei einer klaren Glühbirne kann man das gut sehen.

Folgende Projekte arbeiten im Modellprogramm:

  • Kinderakademie Pfiffikus, Bad Herrenalb: "Pfiffikus von Anfang an – Naturwissenschaft und Technik erleben
  • "Investition in Technologie, Trossingen: "Neugier wecken – Physik entdecken" in Trossingen
  • Schulförderverein der Michel-Buck-Schule, Ertingen : "Kleine Entdecker – der Umwelt auf der Spur"
  • Daniela Fanta, Freiburg: "Kinder forschen"
  • Naturschule Konstanz: "Spielerisch die Welt erforschen in Konstanz"
  • Gesellschaft für Umweltbildung Baden-Württemberg, Weinheim: "Förderung der Naturwissenschaften und Umweltbildung in Kindergärten der Metropolregion Rhein-Neckar in Baden-Württemberg"
  • Open Mind Talent Training, Staufen: "Lernabenteuer - Natur und Wissenschaft im Kindergarten"
  • Dr. Monika Jakob, Walzbachtal: "Naturwissenschaften für Vorschulkinder"
  • Dr. Gisela Wachinger, Stuttgart: "MatNat - Ein modulares Paket mit kindgerechten Projekten zum Thema: Mathe ist mehr als Rechnen"
  • Jörn Birkhahn, Kindergartenlabor, Mannheim: "Der Clown macht Experimente"
  • Barbara Schweitzer, Kinder-Kultur-Werkstatt, Nürtingen: "www - wir wollen's wissen!"

Weiterführende Links

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