Um „frischgebackene“ Eltern in der spannenden Zeit nach der Geburt zu unterstützen, hat die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg das „Aktionsprogramm Familienbesucher“ ins Leben gerufen: Speziell geschulte Fachkräfte besuchen und beraten junge Eltern. Das Netzwerk der Familienbesucherinnen wird nun weiter ausgebaut, wie bei einer Tagung in Stuttgart heute bekannt gegeben wurde. Interessierte Städte und Gemeinden können zur Schulung von Familienbesuchern ab sofort ein Handbuch für Multiplikatoren anfordern.
Stuttgart, 13. Juni 2012 – Die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist schön und aufregend – sie stellt viele Familien aber auch vor neue Herausforderungen. Um Eltern in dieser Phase mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, hat die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg, eine Unterstiftung der Baden-Württemberg Stiftung, 2007 das „Aktionsprogramm Familienbesucher“ initiiert. In Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg wurden anhand eines speziell entwickelten Curriculums rund 60 Fachkräfte ausgebildet, die bereits 700 junge Familien besucht und unterstützt haben.
Erfreulich positive Resonanz der Eltern
24 Multiplikatoren, die nach der erfolgreichen Pilotphase ab dem Frühjahr 2011 geschult wurden, sollen nun dazu beitragen, dass das Familienbesucher-Netzwerk weiter ausgebaut und damit dauerhaft fortgeführt wird. Bei einer Tagung in Stuttgart wurden auch die Ergebnisse der programmbegleitenden Evaluation vorgestellt. Demnach bewerteten etwa 90 Prozent der 300 befragten Eltern die Beratung der Familienbesucher als sehr gut oder gut. Fast 70 Prozent gaben an, neue Informationen über Angebote für Familien und Eltern erhalten zu haben und nahezu 80 Prozent sind hoch motiviert, die vermittelten Angebote in Anspruch zu nehmen.
„Das Aktionsprogramm Familienbesucher ist ein gelungenes Beispiel für eine aufsuchende Hilfe, die von den Eltern gut angenommen wird. Bei den Familienbesuchen durch die speziell geschulten Fachkräfte kann individuell auf die Situation der jeweiligen jungen Familie eingegangen werden, so dass jede Familie die Unterstützung erhält, die für sie hilfreich ist“, erklärte Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren.
Programm nachhaltig gesichert
„Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg möchte Familien von Anfang an unterstützen“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Gerade in den ersten paar Wochen hätten viele Eltern unzählige Fragen und wünschten sich einen besseren Überblick über die bestehenden Angeboten in ihrer Gemeinde oder Stadt. „Dass das Netzwerk an Familienbesuchern nach der eigentlichen Programmlaufzeit noch weiter ausgebaut wird, freut uns außerordentlich; zeigt es doch – neben der positiven Resonanz der Eltern –, dass wir mit unserem Ansatz genau richtig lagen.“






