22.11.2010

Aktionsprogramm „Familienbesucher“: Pilotphase erfolgreich abgeschlossen

Eine der schönsten Herausforderungen der Welt ist der Start in ein neues Leben als Familie. Gleichzeitig stellen sich junge Eltern aber viele Fragen rund um das Neugeborene, seine Entwicklung und Gesundheit sowie zu Betreuungs- und anderen Angeboten. Die Stiftung Kinderland hat zusammen mit dem Universitätsklinikum Ulm das Aktionsprogramm „Familienbesucher“ ins Leben gerufen. Qualifizierte Fachkräfte unterstützen in diesem Projekt junge Eltern ab der Geburt ihres Kindes.

Ulm, 22. November 2010. Entwickelt sich mein Kind richtig? Mache ich auch nichts falsch? Wo finde ich Kontakt zu anderen Eltern? Diese und viele weitere Fragen stellen sich frischgebackene Eltern häufig. Eine Antwort darauf geben die „Familienbesucher“, die den Eltern seit 2009 mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zum Abschluss der Pilotphase des Programms wurden heute die Ergebnisse und Erfahrungen im Ulmer Stadthaus vorgestellt und von Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern aus den Kommunen und Praktikern diskutiert. Dabei hatten sowohl interessierte Bürger als auch weitere Kommunen die Möglichkeit, sich detailliert über die Familienbesuche zu informieren.

Die Stiftung Kinderland, eine Unterstiftung der Baden-Württemberg Stiftung, führt das Aktionsprogramm mit Fördermitteln von 1 Mio. Euro durch. Damit setzt die Stiftung ein klares Zeichen, dass ihr die Unterstützung von Familien ein zentrales Anliegen ist. Im Auftrag der Stiftung entwickelte das Universitätsklinikum Ulm unter der Leitung von Prof. Dr. Fegert ein entsprechendes Ausbildungskonzept, das ein Jahr lang in acht Modellkommunen erprobt wurde. Die Familienbesucher, allesamt Fachkräfte, waren in dieser Zeit erste Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Neugeborene und standen den jungen Eltern auch mit Informationen über die im Land bereits bestehenden Beratungs- und Hilfsangebote zur Seite. Ein hochkarätiges Expertengremium aus Wissenschaftlern und erfahrenen Praktikern begleitete konstruktiv die Arbeit der Forschungsgruppe.

„Die Familienbesucher sind ein sehr willkommener Beitrag zum Kinderland Baden-Württemberg. Sie helfen mit, unser kinder- und familienfreundliches Gemeinwesen auszubauen“, sagte die Sozialministerin und Kinderbeauftragte der Landesregierung Dr. Monika Stolz. Es gehe nicht nur darum, eine gute medizinische Betreuung in der Schwangerschaft und bei der Geburt zu gewähren. „Es geht auch darum, den Kindern von Anfang an die Chance zu geben, sich körperlich und seelisch so zu entwickeln, dass sie erfolgreich ihren eigenen Lebensweg gehen können.“ Vielen Eltern sei das bereits vorhandene, breit gefächerte Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten in ihrer Kommune oft nicht bekannt. „Genau hier setzt das Modell der Familienbesucher an“, lobte Stolz.

Positive Zwischenbilanz
Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, eröffnete die Veranstaltung: „Wir freuen uns über die positive Resonanz aus den Familien. Deshalb werden wir als nächsten Schritt ein Multiplikatorensystem entwickeln, damit das erfolgreiche Projekt auch in anderen Kommunen Baden-Württembergs beginnen kann“. Eine erfreuliche Bilanz zieht auch Prof. Dr. Jörg M. Fegert: „Die besuchten Familien beurteilten die Qualifikation der Familienbesucher als durchweg positiv.“ Insgesamt wurden rund 700 Rückmeldungen sowohl der Fachkräfte als auch der besuchten Eltern ausgewertet. Rund 90 Prozent der Teilnehmer kennen seit dem Programm Angebote ihrer Stadt oder Gemeinde, die vor den Besuchen nicht bekannt waren. „Es kann daher festgehalten werden, dass wir mit dem Aktionsprogramm unser Ziel, eine Brücke zwischen den Bedürfnissen der Eltern und den Angeboten der Städten und Gemeinden für Familien zu schlagen, erreicht haben“, erklärte Prof. Fegert weiter.

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