24.09.2002

Zweite Ausschreibung der Landesstiftung zur Förderung der Familienbildung hat begonnen

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert Familienbildung ...

Die Familie als Lebensform hat sich im Lauf der letzten Jahre grundlegend verändert. Die "klassische" Familie, in der der Mann das Geld verdient und die Frau mit den Kindern zuhause bleibt, ist immer mehr von anderen modernen Lebensformen abgelöst worden. Begriffe wie Alleinerziehende, Patchwork- oder Migranten-Familie gehören mittlerweile zum alltäglichen Sprachschatz. Mit dem jetzt aufgelegten „Aktionsprogramm Familie“ will die Landesstiftung Baden-Württemberg Familien helfen, die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels zu verstehen und mit ihnen umgehen zu können.

Die "Fortbildungs-Gesellschaft" macht auch vor der Familie nicht halt. Die "Keimzelle der Gesellschaft" hat sich so tiefgreifend verändert, dass der Familienbildung heute eine zentrale gesellschaftspolitische Bedeutung zukommt. Das jetzt ausgeschriebene Aktionsprogramm der Landesstiftung Baden-Württemberg will neue Bildungsansätze fördern und Anreize zur ihrer Weiterentwicklung geben.

Zur Teilnahme an dem Aktionsprogramm aufgerufen sind alle gemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, Körperschaften, Verbände und Organisationen, die örtlich, überörtlich oder landesweit mit Familienbildung befasst sind. Hierzu zählen insbesondere Verbände der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege, freigemeinnützige Träger der Jugendhilfe und Gemeinden, Stadt- und Landkreise (Jugendämter).

Das neue Aktionsprogramm der Landesstiftung Baden-Württemberg gliedert sich in zwei gleichwertige Teile: Erstens in Projekte zur Verbindung von Familienbildung mit Familienerholung und zweitens in Familienbildungs-Projekte ohne Erholung. Projekte des erst genannten Typs sollen Familienbildungsseminare im Rahmen von Aufenthalten in Familienerholungseinrichtungen mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten und unterschiedlichen Zielgruppen (z.B. Eltern mit behinderten Kindern) sein. Die Seminare müssen in einer Familienerholungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg durchgeführt werden. Außerdem sollen sie zwischen drei und sieben Tagen (mindestens zwei Übernachtungen) dauern und eine Zuschusshöhe von 7.500 Euro pro Veranstaltung nicht überschreiten. Reine Erholungsmaßnahmen werden nicht bezuschusst.

Projekte des zweiten Typs (Familienbildung ohne Erholung) sollen neue inhaltliche und methodische Ansätze im Bereich Familienbildung aufweisen und z.B. die besondere Lebenssituation von Migranten- oder Patchwork-Familien berücksichtigen. Die Maßnahmen zu beiden Projekttypen müssen innovativ und zeitlich begrenzt sowie als Modellprojekte übertragbar sein.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat für eine Gesamtdauer des Förderprogramms von 3 Jahren (2002 – 2004) für beide Programmteile ein Fördervolumen von 0,75 Mio. Euro bereitgestellt. Aus diesen Mitteln können geeignete Maßnahmen anteilig finanziert werden. Die Landesstiftung Baden-Württemberg erwartet einen angemessenen Eigenanteil des jeweiligen Maßnahmeträgers. Soll die Maßnahme nach Abschluss des Förderzeitraums fortgesetzt werden, muss vor ihrem Beginn die Anschlussfinanzierung sicher gestellt sein. Maßnahmen, die einen Anspruch auf Landesförderung haben, können durch die Landesstiftung Baden-Württemberg nicht gefördert werden.

Für das Förderjahr 2003 sind die Anträge bis zum 25. Oktober 2002 beim Landesfamilienrat Baden-Württemberg, Rotebühlstaße 131 in 70197 Stuttgart einzureichen. Die Anträge müssen sich auf eines der beiden Projekte beziehen und eine detaillierte Inhaltsbeschreibung (mit Angabe der Zielgruppe und ggf. der Kooperationspartner), die Dauer des Vorhabens sowie einen Kosten- und Finanzierungsplan enthalten. Weiterführende Informationen finden Sie in der Rublik "Ausschreibungen".

Leiterin Stabstelle Kommunikation

Christine Potnar Christine Potnar
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Fon +49 (0) 711 248 476-17
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Referentin Stabsstelle Kommunikation

Henny Radicke Henny Radicke
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Senior Referentin Stabsstelle Kommunikation

Julia Kovar Julia Kovar
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