29.08.2003

Junge Stammzellforscher sind gefragt

Nachwuchsgruppenleiter-Programm "Adulte Stammzellforschung" der Landesstiftung Baden-Württemberg gestartet ...

Stuttgart. International herausragende Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der Adulten Stammzellforschung sollen durch das jetzt ausgeschriebene Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert werden. Die Forscher können sich dabei die Forschungseinrichtung in Baden-Württemberg, an der sie bevorzugt tätig sein wollen, selbst aussuchen.

"Mit diesem Forschungsprogramm will die Landesstiftung Baden-Württemberg ein wissenschafts- und gesellschaftspolitisches Signal setzen, weil sowohl wissenschaftliche als auch ethische Gründe für diese Art der medizinischen Forschung sprechen." sagt der Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg Prof. Claus Eiselstein.

Der große Vorteil bei der Arbeit mit adulten Stammzellen besteht darin, dass diese in der Regel aus Körperzellen des Patienten direkt gewonnen werden können, was spätere Abstoßungsreaktionen vermeidet. Vor einer therapeutischen Nutzung müssen jedoch grundlegende wissenschaftliche Fragen geklärt werden. Dazu zählen insbesondere die Reinheit der Stammzelltypen, ihre Differenzierung und Vermehrung, sowie die kontrollierte, voll funktionsfähige und langfristige Integration in das gewünschte Zielorgan, wie z.B. das Gehirn, das Herz oder die Leber.

Vor diesem Hintergrund hat die Landesstiftung das Programm weltweit ausgeschrieben und sucht herausragend qualifizierte Nachwuchswissenschaftler, die an einer Forschungseinrichtung ihrer Wahl in Baden-Württemberg als Teamleiter eigene Forschungsprojekte durchführen wollen.

Ein Team besteht in der Regel aus Leiter/in, Doktoranden/innen, Diplomanden/innen und Techniker/innen. Erwartet werden vor allem grundlagenorientierte Projektvorschläge mit klinischen Bezügen und sollen ein Volumen von maximal 1,25 Mio. Euro für 5 Jahre nicht überschreiten. Laborräume und sonstige Infrastruktur werden von der aufnehmenden Forschungseinrichtung zur Verfügung gestellt. Diese schließt auch die Arbeitsverträge ab. Die Forschung erfolgt im Auftrag der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Die Anträge werden von einem internationalen Gutachtergremium bewertet. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.2003.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie überwiegend selbst durchführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei, neben der Forschung und Wissenschaft, in der Förderung von Bildungs- und Jugendarbeit, Kunst und Kultur, Völkerverständigung und Sport. Die Landesstiftung Baden-Württemberg ist die einzige bedeutende Stiftung, die in dieser Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert und damit in die seiner Bürgerinnen und Bürger.

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