22.02.2012

Hospizarbeit: Entlasten, unterstützen, Mut machen

Fachtag der Stiftung Kinderland und des HOSPIZ STUTTGART

Bei dem gemeinsamen Fachtag des HOSPIZ STUTTGART und der  Stiftung Kinderland Baden-Württemberg gibt es Grund zur Freude: das HOSPIZ STUTTGART begeht das 25-jährige Jubiläum und blickt auf zweieinhalb Jahrzehnte stationärer und ambulanter Hospizarbeit zurück und die Stiftung Kinderland schließt ihr Programm „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg“ erfolgreich ab. Damit steht erstmals  jeder Familie im Land, deren Kind unheilbar erkrankt ist, ein kostenloser Kinder- und Jugendhospizdienst in Wohnortnähe zur Verfügung. Schirmherr der Veranstaltung  ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Stuttgart, 22. Februar 2012 – Einen unheilbar erkrankten Menschen auf dem letzten Lebensweg zu begleiten, ist höchst schmerzhaft und belastend. Für die Betroffenen sind Hospizdienste eine Hilfe von unschätzbarem Wert. Bei einem Fachtag in der Filderhalle Leinfeld-Echterdingen berichten Experten der Hospizarbeit von der aktiven Hospizbewegung in Baden-Württemberg. Gastrednerin Katrin Altpeter MdL, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren lobt die Fortschritte der letzten Jahre: „Heute hat die Hospizbewegung in unserem Land ein breites Fundament. Ihre Leitgedanken finden immer stärker Eingang in die gesellschaftliche Diskussion. Es freut mich, dass sich in Baden-Württemberg rund 6.000 Ehrenamtliche in der Hospizbewegung engagieren.“

Flächendeckende Kinder- und Jugendhospizarbeit
In Baden-Württemberg leben rund 3.000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Nach Abschluss des mit 320.000 Euro unterstützten Programms „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg“ der Stiftung Kinderland haben erstmals alle Familien im Land Zugang zu einem kostenlosen Kinder- und Jugendhospizdienst in erreichbarer Nähe. Insgesamt 27 Dienste sind aktuell im Einsatz, weitere sechs Initiativen befinden sich kurz vor dem Start. Allein im vergangenen Jahr sind landesweit dank des Engagements von fast 450 Ehrenamtlichen rund 300 Familien betreut worden. „Innerhalb von drei Jahren haben wir ein dichtes Netz ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienste geschaffen“, erklärt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Unser dringendes Anliegen war, allen betroffenen Familien im Land Unterstützung in einer schweren und belastenden Zeit zu ermöglichen.“

Wege gehen, die die Mühe lohnen - 25 Jahre HOSPIZ STUTTGART
„Bei uns stehen die Bedürfnisse der Kranken und ihrer Angehörigen an erster Stelle“, sagt Dr. Annedore Napiwotzky, Gesamtleiterin des HOSPIZ STUTTGART. „Mehr als 200 Ehrenamtliche und etwa 40 Hauptamtliche setzen sich dafür ein, das Leben der unheilbar Erkrankten auch in den letzten Tagen so lebenswert wie möglich zu machen.“ Da die meisten Menschen zuhause sterben wollen, begann das HOSPIZ STUTTGART sein Angebot 1987 mit einem ambulanten Hospizdienst. Wenn die Pflege zu aufwendig wird und deshalb zuhause nicht mehr gewährleistet werden kann, können die sterbenden Menschen im seit 1994 bestehenden Stationären Erwachsenenhospiz ihre letzten Lebenstage verbringen. Mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospiz begleitet das HOSPIZ STUTTGART seit 2004 die Familien in Stuttgart; ein Stationäres Kinder- und Jugendhospiz befindet sich im Aufbau. Dort werden besonders belastete Familien, die durch ambulante Kinderhospizdienste daheim betreut werden, zur Entlastung der Eltern und Geschwister immer wieder einige Zeit verbringen können, nicht nur in der allerletzten Lebensphase.

Fachtag: Experten und Ehrenamtliche im Dialog
Der 6. Fachtag des HOSPIZ STUTTGART in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderland soll insbesondere den Austausch zwischen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern von Hospizdiensten sowie von Akteuren aus Politik und Gesellschaft ermöglichen. In Arbeitsgruppen werden Themen wie „Welche Kompetenzen sind in der ehrenamtlichen Arbeit wichtig?“, „Humor in der Palliative Care“ oder „Wenn die Zeit nicht alle Wunden heilt“ erarbeitet. Experten wie Prof. Dr. Andreas Heller von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Staatsrätin a.D. Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e. V. und Sabine Kraft, Vorsitzende des Bundesverbands Kinderhospiz e. V. geben einen umfassenden Überblick über die landes- und bundesweite Hospizarbeit. Als besonderer Programmpunkt wird das vom Musiker Bernhard König eigens komponierte und erste „Hospizlied“ überhaupt uraufgeführt.

Informationen

Weitere Informationen zum HOSPIZ STUTTGART sind auf der Internetseite
www.hospiz-stuttgart.de verfügbar.

Zum Programm der Stiftung Kinderland können Sie sich unter
www.kinderhospizarbeit-bw.de informieren.

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Die Pressemitteilung finden Sie hier.

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