24.11.2011

Umweltbewusstsein kinderleicht gelernt

Baden-Württemberg Stiftung unterstützt Modellprojekte für Kinder mit 1 Mio. Euro

Minister Franz Untersteller: Kindern zeigen, wie sie aktiv an der Veränderung gesellschaftlicher Prozesse mitwirken können

Die neue Programmlinie „Erziehung für nachhaltige Entwicklung“ der  Baden-Württemberg Stiftung soll Kindern frühzeitig und spielerisch ein umweltbewusstes Verhalten vermitteln.  Mit insgesamt 1 Million Euro werden landesweit 14 Modellprojekte umgesetzt. Der Startschuss für die neue Initiative fiel heute in Stuttgart im Rahmen eines wissenschaftlichen Kongresses

Stuttgart, 24. November 2011 - Umweltbezogene Herausforderungen in den Bereichen Energie, Klimaschutz, Wasser und Konsum beeinflussen unseren Alltag. Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit und Klimawandel sind Folgen, mit denen Generationen zu kämpfen haben. Deshalb ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, denjenigen Kompetenzen zu vermitteln, die in unserer zukünftigen Welt leben werden: unseren Kindern. Sie frühzeitig durch Ermutigung, Förderung und Aufklärung für ein umweltbewusstes Verhalten zu sensibilisieren, ist das Ziel des Programms „Nachhaltigkeit im Kindergarten“, das die Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehof Stiftung aufgelegt hat. In den kommenden drei Jahren werden landesweit 14 Modellprojekte mit insgesamt 1 Mio. Euro umgesetzt. Die heutige Tagung „Erziehung für nachhaltige Entwicklung“ bildete den Auftakt der Programmlinie.

Klassenzimmer „Streuobstwiese“
Die neue Initiative der Baden-Württemberg Stiftung legt ihren Schwerpunkt auf Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren. Nach dem Prinzip „Nachhaltigkeit vorleben und aktiv erleben“ sollen Kinder für die Belange des Naturschutzes, des Biodiversitätserhalts und der Umweltvorsorge sensibilisiert werden und Umweltbewusstsein erlangen. „Was wir unseren Kindern heute an Bildung und Wissen sowie an Sensibilität für den nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen mitgeben, wird die Welt von morgen positiv verändern. Es geht darum, Kindern zu zeigen, wie sie aktiv an der Veränderung gesellschaftlicher Prozesse mitwirken und in ihrem Lebensumfeld einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können“, sagte Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg.

Die ausgewählten Projekte haben sich viele kreative Konzepte einfallen lassen, um Kindern ein nachhaltiges Handeln zu vermitteln. So entwickelt beispielsweise der Kreisjugendring Rems-Murr e.V. das mobile ökologische Klassenzimmer „Streuobstwiese“. Kinder sollen den „Lebensraum Streuobstwiese“ mit viel Spaß und Neugier erschließen. Das modular aufgebaute Angebot soll Lehrern, Eltern und Erziehern zur Verfügung gestellt werden.

Licht und Wärme – der Energiepavillion
Ein weiteres Anliegen des Programms ist es, institutionenübergreifende Kooperationen zu unterstützen. So können Kindergärten mit Biobauernhöfen, Grundschulen mit Naturschutzorganisationen oder Bildungseinrichtungen mit nachhaltig wirtschaftenden Betrieben kooperieren. „Wir müssen alles Wissen bündeln, um Kindern nachhaltiges Handeln zu vermitteln. Mit dem neuen Programm bringen wir erstmals Erziehende und Experten zusammen, die Kindern die häufig komplizierten Zusammenhänge verständlich und spielerisch nahe bringen“, sagte Christoph Dahl, der Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Wie das in der Praxis umgesetzt wird, zeigt u.a. das Projekt der Pestalozzi-Schule und des Vereins Jugend in Arbeit in Friedrichshafen. Dort entsteht der Prototyp eines Energiepavillions, der in Holzbauweise hergestellt und mit Photovoltaik, Solartherme und einem Windrad ausgestattet wird. Die gewonnene Energie soll dann z.B. für einen Springbrunnen genutzt werden. Die interaktive Zusammenarbeit vor Ort soll die natürliche Neugier und die Begeisterungsfähigkeit der Kinder wecken.

Einladen, ermutigen, inspirieren - besondere Angebote für Eltern
Damit sich Kinder und Jugendliche gut entfalten können, brauchen sie kompetente Vorbilder, an denen sie sich orientieren können und eine Gemeinschaft, die ihnen Geborgenheit bietet. Diese Aufgabe kommt in erster Linie Eltern und den Erziehenden eines Kindes zu. Deshalb sieht das Programm „Nachhaltigkeit im Kindergarten“ besondere Module vor, die die aktive Einbindung der Eltern fördern und den Erziehenden mit Beispielen aus der Praxis Tipps für eine Erziehung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bieten. Erste Workshops fanden heute im Rahmen des Kongresses statt. 

Das Programm ist auf drei Jahre angelegt und wird wissenschaftlich begleitet.

Informationen

Eine Liste aller Projekte finden Sie im Downloadbereich.

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Fax +49 (0) 711 248 476-54 kovar(a)bwstiftung.de

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Christine Potnar Christine Potnar
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
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Fax +49 (0) 711 248 476-54 potnar(a)bwstiftung.de

Referentin Stabsstelle Kommunikation

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Fax +49 (0) 711 248 476-54 radicke(a)bwstiftung.de

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