26.10.2010

Festlicher Abschluss des Literatursommers 2010

Über 130 Veranstaltungen im Zeichen von Johann Peter Hebel

Mit einem Programmvolumen von 500.000 Euro förderte die Baden-Württemberg Stiftung den nunmehr fünften landesweiten Literatursommer. Unter dem Motto „Johann Peter Hebel: Theologie – Humanismus – Sprachzauber“ fanden von Mai bis Oktober über 130 Veranstaltungen im ganzen Land statt. Mit einem Vortrag von Arnold Stadler, Hebelpreisträger 2010, und einer Lesung von José F.A. Oliver fand der Literatursommer heute in Tuttlingen seinen festlichen Abschluss.

Stuttgart, 26. Oktober 2010. Johann Peter Hebel, bedeutender alemannischer Dichter und Theologe, stand im Mittelpunkt des Literatursommers 2010. Seinem Werk zu neuer Popularität zu verhelfen und die Relevanz seines offenen und liberalen Denkens für die heutige Zeit einer breiten Zielgruppe zu vermitteln, war unter anderem das Ziel der Festwochen. Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe an 55 Orten im Land waren Lesungen aus Werken Hebels, aber auch von Schriftstellern und Autoren, deren Werke im Geiste Hebels entstanden sind. Auch in zahlreichen Ausstellungen und Theaterproduktionen wurden Leben und Wirken Hebels den Besuchern näher gebracht. Gedichtvertonungen, Projekte für Kinder und Jugendliche sowie literarische Wanderungen rundeten das breite Spektrum des Literatursommers ab. Hebel, dessen Geburtstag sich am 10. Mai 2010 zum 250. Mal jährte und seine Literatur im Zeichen der Aufklärung und Toleranz, beeinflusst bis heute zahlreiche Schriftsteller und Philosophen.

Über die Landesgrenze hinaus

Von einem deutsch-französischen Gedankenaustausch in Straßburg und Karlsruhe bis hin zu einem Figurentheater auf Tournee durch Baden-Württemberg – Hebel erfreute sich vielfältiger Verwendung in den Veranstaltungen des Literatursommers. Neben einer großen Zahl überregional bekannter Vereine und öffentlicher Einrichtungen hatte sich auch eine Vielzahl kleiner Vereine erfolgreich um die Teilnahme beworben. Der Literatursommer fand dieses Jahr erstmalig auch in der Schweiz und in Frankreich statt. „Wir freuen uns, dass unser Programm auch über die Landesgrenze hinaus viel Anklang gefunden hat“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Dass Hebel auch zeitgenössische Schriftsteller noch sehr beeinflusst, beweist seine immer noch starke Relevanz“.

Im Rahmen eines bemerkenswerten Projekts hatte sich u.a. José F.A. Oliver, einer der renommiertesten Schriftsteller seiner Generation und Träger des Baden-Württembergischen Kulturpreises 2007, auf Hebel eingelassen und neue „Kalendergeschichten“ in Lyrik und Prosa geschrieben. Die Kalendergeschichte "Wortkommando", inspiriert durch Johann Peter Hebels "Der preußische Krieg vom Jahr 1806/1807", trug Oliver in Tuttlingen vor.

Arnold Stadler, Schriftsteller und Hebelpreisträger 2010, wurde vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg in „die vorderste Reihe der deutschsprachigen Autoren seiner Generation“ eingeordnet. Er würdigte den Dichter  mit einem Vortrag, in dem auch die wahrscheinlich bekannteste Figur Hebels, der „Kannitverstan“, eine tragende Rolle spielte.

Leiterin Stabsstelle Kommunikation

Julia Kovar (in Elternzeit) Julia Kovar (in Elternzeit)
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-16
Fax +49 (0) 711 248 476-54 kovar(a)bwstiftung.de

Pressesprecherin

Christine Potnar Christine Potnar
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-17
Fax +49 (0) 711 248 476-54 potnar(a)bwstiftung.de

Referentin Stabsstelle Kommunikation

Henny Radicke
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-71
Fax +49 (0) 711 248 476-54 radicke(a)bwstiftung.de

Veranstaltungskalender