12.02.2009

Literatursommer 2010 widmet sich dem Schriftsteller Johann Peter Hebel

Der Literatursommer 2010 steht im Zeichen des alemannischen Schriftstellers Johann Peter Hebel (1760-1826). Die Landesstiftung Baden-Württemberg richtet die Veranstaltungsreihe zum fünften Mal aus. 2010 jährt sich der Geburtstag des Literaten Hebel, der sich auch als evangelischer Theologe, Pädagoge und Politiker einen Namen machte, zum 250. Mal ...

Bild 1: Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg, eröffnete die Abschlussveranstaltung "Literatursommer 2008" im Stuttgarter Rathaus.

Bild 2: Den Auftakt der Veranstaltung machte der Deutsch-russische Kunst- und Kulturverein KOLOBOK mit einem Ausschnitt aus ihrem Programm "Alle Kinder sind willkommen".

Bild 3: Der im Schwarzwald lebende Schriftsteller und Kulturpreisträger der Landesstiftung Baden-Württemberg, José F.A. Oliver, las aus einem frühen Essay.

Bild 4: Die Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg zeigten einen Ausschnitt aus ihrem Programm "Sind wir du oder bist du ich?".

Bild 5: Ulrich Schlumberger (Akkordeon) und die Chassimo-Preisträgerin Sudabeh Mohafez aus Teheran bei ihrer musikalischen Lesung.

Bild 6: Dr. Dietrich Birk MdL, Staatssekretär im Kunstministerium Baden-Württemberg, bei seiner Ansprache.

Im Stuttgarter Rathaus ist am 12. Februar der Literatursommer 2008 unter dem Motto "Literanto - Kulturen begegnen sich" offiziell abgeschlossen worden. Im Mittelpunkt der Feierstunde am Abend standen Darbietungen von Künstlerinnen und Künstlern, die im Laufe des Literatursommers 2008 bei Veranstaltungen im ganzen Land aufgetreten waren. Insgesamt fanden 2008 landesweit mehr als 150 Literatursommer-Darbietungen statt, die sich zeitgenössischer Literatur interkultureller Prägung gewidmet haben.

Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk würdigte den Literatursommer 2008 als großen Erfolg. "Die Veranstaltung hat zum Dialog angeregt und zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz beigetragen." Birk verwies auf die neuesten Ergebnisse der Studie "Lesen in Deutschland 2008" der Stiftung Lesen, wonach durchschnittlich rund 36 Prozent der Bevölkerung ein- oder mehrmals wöchentlich zum Buch greifen. "Lesen hat auch angesichts der Konkurrenz durch die elektronischen Medien nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Deshalb misst das Land der Lese- und Literaturförderung große Bedeutung zu." Besondere Aufmerksamkeit müsse dabei den Kindern und Jugendlichen zukommen. "Lesebereitschaft ist eine wichtige Voraussetzung für den selbstbestimmten Zugang zu Information und Bildung. Schon in jungen Jahren muss der Grundstein für den Erwerb von Sprachkompetenz gelegt werden."

Der Abschluss-Festakt am Donnerstagabend diente zugleich als Auftakt zum Literatursommer 2010, der unter dem Motto "Johann Peter Hebel: Theologie – Humanismus – Sprachzauber" stattfinden wird. Hebel war 1760 in Basel geboren worden und lebte in Karlsruhe. Berühmtheit erlangte er unter anderem durch seine Kalendergeschichten, seine alemannischen Gedichte sowie seine biblischen Geschichten. Hebel starb im September 1826 während einer Dienstreise in Schwetzingen.

"Johann Peter Hebel war einer der berühmtesten Söhne unseres Landes. Diesem großen Schriftstellers, Theologen und Humanisten den Literatursommer 2010 der Landesstiftung Baden-Württemberg zu widmen, ist anlässlich des Jubiläumsjahrs nicht nur logisch, sondern geradezu selbstverständlich", sagte Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg. "Wir sind überzeugt, dass die Veranstaltungen im Zeichen Johann Peter Hebels im Jahr 2010 das Publikum begeistern werden, und zwar nicht nur im alemannischen Sprachraum. Hebel schrieb wunderbare Texte und Geschichten, Hebel ist Weltliteratur, Sprachzauber und großer Humanismus."

Im Vorfeld der Abschlussveranstaltung fand ein Fachgespräch zum Thema "Literatur und Literaturvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft" für interessierte Akteure des Literatursommers 08 und weitere Fachleute aus Baden-Württemberg statt. Die beiden Hauptreferenten, der Publizist Dr. Klaus Hübner und die Autorin Marica Bodrozic, befassten sich dabei mit Veränderungen und Entwicklungen der Literatur in Deutschland in den letzten 50 Jahren, insbesondere unter dem Aspekt der Migration und der globalen Mobilität.

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