15.08.2001

Landesstiftung Baden-Württemberg fördert optische Technologien

Erstes Forschungsprogramm der Landesstiftung im Bereich optische Technologien ausgeschrieben ...

Optische Technologien sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Ihr Einsatz findet sich bereits in zahlreichen Industrien wie der Materialbearbeitung, der Medizin und der Informationstechnik. Weltweit wird davon ausgegangen, dass rund 30 % der derzeitigen elektronischen Technologien künftig durch optische Technologien ersetzt werden können.

Das von der Landesstiftung Baden-Württemberg eingerichtete Photonik-Zentrum, in dem namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertreten sind, hat unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Entwicklungen, strategische Forschungsfelder im Bereich der Photonik identifiziert. Unter besonderer Berücksichtigung der baden-württembergischen Struktur in Wissenschaft und Wirtschaft wurde ein Forschungsprogramm definiert. Es konzentriert sich auf zwei Schwerpunktbereiche, die Gegenstand der ersten Ausschreibung der Landesstiftung im Bereich Forschung sind.

Erster Schwerpunkt ist das Design optischer Systeme. Ziel ist es, neuartige und innovative Konzepte und Lösungen für die Entwicklung optischer Systeme - vom kostenoptimierten Konsumprodukt bis zur Speziallösung mit komplexer Funktionalität - zu erforschen. Im Rahmen der Ausschreibung sollen Forschungsarbeiten zur Simulation und rechnerischen Optimierung optischer Systeme im Hinblick auf neue Funktionalitäten nach den neuesten Technologien vergeben werden. Dabei soll die gesamte Wertschöpfungskette vom Entwurf bis zur Fertigung und Messtechnik in den Forschungsarbeiten berücksichtigt werden.

Der zweite Schwerpunkt liegt im Bereich der Laserstrahlquellen. Gegenstand der Forschung sind optische Laserstrahlquellen hoher Leistung (größer 1 Watt) bei nahezu beugungsbegrenzter Strahlqualität. Laserstrahlquellen dieser Art werden als Schlüsselkomponenten in nahezu allen Märkten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Kompaktheit der Strahlquellen und ihre Integration in verschiedene Systeme gerichtet werden.

Auf die Ausschreibung können sich bis 17. Oktober 2001 baden-württembergische Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg bewerben. Kooperationen unter den Forschungseinrichtungen und gemeinsame Forschungsinitiativen sind erwünscht.

Das Programm ist mit insgesamt 7 Mio. DM dotiert. Die Forschungsarbeiten werden im Auftrag der Landesstiftung vergeben, die Rechte aus der Forschung verbleiben bei der Landesstiftung. Die Landesstiftung hat den Verein Photonics BW mit der Projektträgerschaft beauftragt. Weitere Informationen können dort abgerufen werden unter T. 0 73 64/49 06 oder per e-mail grub(a)zeiss.de.

Im Rahmen der von der Landesstiftung Baden-Württemberg bei der Unternehmensberatung Roland Berger in Auftrag gegebenen Untersuchung wurde im Bereich Photonik festgestellt, dass Baden-Württemberg sowohl in der Forschung als auch in der Wirtschaft bereits ein wichtiger Wettbewerber ist. Dieser in Baden-Württemberg bereits gut positionierte Technologiebereich wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg im Hinblick auf die Zukunftssicherung des Landes mit Priorität gestärkt und weiter ausgebaut werden.

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