04.12.2003

Neue Medien sinnvoll nutzen

Landesstiftungsprogramm "Jugend und verantwortungsvolle Mediennutzung" gestartet. Fachtagung bietet Erfahrungsaustausch mit Jugendeinrichtungen im Land ...

Stuttgart. "Jugend und verantwortungsvolle Mediennutzung" heißt ein Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg, das mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes durchgeführt wird. In 129 Projekten an 61 Standorten in ganz Baden-Württemberg haben sozial benachteiligte Jugendliche seit diesem Jahr die Chance, sich mit den vielfältigen Möglichkeiten von Computern und neuen Medien vertraut zu machen. Am 4. Dezember trafen sich in Stuttgart im Beisein von Minister im Staatsministerium Dr. Christoph-E. Palmer knapp 300 Teilnehmer der beteiligten Jugendeinrichtungen zu einem Fachforum, um erstmals Erfahrungen zu dieser Thematik auszutauschen.

Wer Zugang zu den Medien hat, hat auch Zugang zur Welt, so heißt es. Aber genau hier sind die Chancen ungleich verteilt. Benachteiligte Kinder und Jugendliche haben deutlich weniger Möglichkeiten, die neuen Medien auszutesten als Heranwachsende aus stabilen sozialen Verhältnissen. Aus diesem Grund hat die Landesstiftung Baden-Württemberg ein Programm "Jugend und verantwortungsvolle Mediennutzung" ausgeschrieben, an dem insgesamt 129 Projekte an 61 Standorten in Baden-Württemberg teilnehmen. In den Projekten werden chancengeminderte Kinder und Jugendliche mit den vielfältigen Möglichkeiten von Computer und neuen Medien vertraut gemacht, sie sollen spielerisch soziale Kompetenz und Selbstbewusstsein lernen, um für ihren späteren Lebens- und Berufsweg besser gerüstet zu sein.

Die Palette der Projektthemen ist außerordentlich breit und reicht von technischen Problemlösungen über das Angebot zum Erstellen einer Homepage bis hin zur Umsetzung eines Videoclips.

Die Landesstiftung stellt für dieses bundesweit viel beachtete Programm 2,5 Mio. Euro zur Verfügung. Die Projektstandorte verteilen sich flächendeckend über ganz Baden-Württemberg und umfassen sowohl ländliche als auch städtische Einrichtungen.

"Dies ist eine vorbildliche Initiative zur Jugendförderung und unterstreicht die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche sorgfältig an neue Medien heranzuführen und sie mit ihnen vertraut zu machen", so Dr. Christoph-E. Palmer, Minister des Staatsministeriums Baden-Württemberg und Mitglied im Aufsichtsrat der Landesstiftung. Das Programm der Landesstiftung und die Projektbeteiligten leisteten hier ausgezeichnete Arbeit, so der Minister in seiner Ansprache zum Tagungsbeginn vor knapp 300 Gästen aus Diensten und Einrichtungen der Jugendhilfe.

Prof. Dr. Claus Eiselstein, Geschäftsführer der Landesstiftung, war mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. "Wir wollten im Rahmen eines Fachtages den beteiligten Organisationen eine Plattform bieten, um Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen zu bieten. Dies ist uns heute gelungen", sagte Claus Eiselstein im Anschluss an die Fachtagung.

In insgesamt fünf Fachforen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit projektbezogenen Fragen auseinander zu setzen. Es wurden beispielsweise Fragen zu medienpädagogischen Themen oder zur beruflichen Mediennutzung der Jugendlichen erörtert. In weiteren Foren setzten sich die Teilnehmer mit der Informationsflut in unserer Gesellschaft auseinander und diskutierten, wie Jugendliche vor der Beeinflussung durch neue Medien besser geschützt werden können.

Für Hansjörg Böhringer, Landesgeschäftsführer Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg stand fest: "Wir haben unser Ziel erreicht, weitreichende Optimierungsmöglichkeiten der eigenen Projektarbeit aufzuzeigen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von der Vielschichtigkeit der Ergebnisse aus den Fachforen".

Die Veranstaltung im Gospelforum zeigte, wie wichtig der gemeinsame Erfahrungsaustausch ist. Denn nur so können benachteiligten Jugendlichen auch in Zukunft zentrale Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden - und dies unter Berücksichtigung einer selbstbewussten Persönlichkeitsentwicklung und zur Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Leiterin Stabsstelle Kommunikation

Julia Kovar (in Elternzeit) Julia Kovar (in Elternzeit)
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-16
Fax +49 (0) 711 248 476-54 kovar(a)bwstiftung.de

Pressesprecherin

Christine Potnar Christine Potnar
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-17
Fax +49 (0) 711 248 476-54 potnar(a)bwstiftung.de

Referentin Stabsstelle Kommunikation

Henny Radicke
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-71
Fax +49 (0) 711 248 476-54 radicke(a)bwstiftung.de

Veranstaltungskalender