19.05.2009

Frauen gesunden anders - Institut für Frauengesundheit legt Zwischenbilanz vor

Seit drei Jahren untersucht das Institut für Frauengesundheit in Tübingen die Grundlagen für eine bessere medizinische Versorgung von Patientinnen. Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat das an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen angesiedelte Institut in der Startphase finanziell unterstützt. Nun wird eine erste Zwischenbilanz vorgelegt. Bis Mitte des Jahres soll eine umfangreiche Informationsbroschüre für Frauen erscheinen ...

Frauen unterscheiden sich nicht nur anatomisch von Männern. Ihr Hormonhaushalt ist anders und bedingt völlig unterschiedliche körperliche und psychische Vorgänge. Schwangerschaft, Wechseljahre und geschlechtsspezifische Erkrankungen machen eine ganz andere medizinische Versorgung notwendig als bei Männern. Selbst Krankheits- und Heilungsverläufe, die nicht geschlechtsgebunden sind, bedürfen besonderer Beachtung, zumal die Unterschiede längst noch nicht hinreichend erforscht sind.

Hier setzt das Tübinger Institut für Frauengesundheit an: Es treibt die geschlechtsspezifische Forschung voran und informiert über häufig tabuisierte Themen wie Geschlechtskrankheiten, Hormon-Therapie, Kinderwunsch, Mammographie-Screening oder HPV-Impfung. "Bei diesen Themen herrscht bei vielen Frauen große Unsicherheit, weil die dazu verfügbaren Informationen häufig nicht laienverständlich aufbereitet sind und über diese Tabuthemen nur ungern gesprochen wird", sagt Professor Diethelm Wallwiener.

Professor Wallwiener und sein Team greifen diese sensiblen Themen auf, indem sie wissenschaftlich abgesichertes Expertenwissen und neueste Forschungsergebnisse verständlich aufbereiten und über die Homepage des Instituts, über Flyer oder über die vom Institut betreute Frauenakademie, die zahlreiche, interessante Vorträge und Kurse zu frauengesundheitlichen Themen anbietet, zugänglich machen. Außerdem baut das Institut ein landesweites Kompetenznetzwerk aus Versorgungseinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Wissenschaftlern und Vertretern aus Politik, Verbänden, Krankenkassen und Krebsorganisationen auf. Sie alle ziehen am selben Strang, indem sie beispielsweise Aktionen zur Prävention organisieren oder Messkriterien zur Qualitätssicherung formulieren. Auf der Internetseite www.institut-frauengesundheit.info können sich Frauen und Fachkreise informieren.

Nun legt das Institut eine Zwischenbilanz vor, die von einem ausgewiesenen Expertenteam kritisch unter die Lupe genommen wird. "Die Landesstiftung misst der Gesundheitsförderung in Baden-Württemberg eine ausgesprochen große Bedeutung zu und unterstützt daher zahlreiche gesundheitsbezogene Präventionsprojekte", so Rudi Beer, stellvertretender Geschäftsführer der Landesstiftung. Um Frauen über alle wichtigen Frauengesundheitsthemen umfassend und gut verständlich zu informieren, wird die Landesstiftung zusammen mit dem Institut für Frauengesundheit eine Broschüre herausbringen. Sie wird Frauenärzten und Krankenkassen zur Weitergabe zur Verfügung gestellt.

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