07.09.2004

Zweiter Kulturpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben

Der zweite Kulturpreis ist nun ausgeschrieben. Er widmet sich der Darstellenden Kunst ...

Stuttgart. Der Kulturpreis Baden-Württemberg, der vergangenes Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, wird jetzt für den Bereich Darstellende Kunst (Schauspiel, Musik- und Tanztheater) neu ausgeschrieben. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der "Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg" getragen und wendet sich im zweijährlichen Turnus an Kunst- und Kulturschaffende. Der Preis wird im Spartenwechsel in Bildender Kunst, Darstellender Kunst, Film/Neue Medien, Literatur und Musik vergeben. Bis 30. November 2004 können Vorschläge eingereicht werden.

Der Kulturpreis Baden-Württemberg wurde als gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Stiftungswesen gegründet, um in diesem wichtigen Bereich Zeichen zu setzen - gerade in Zeiten knapper öffentlicher Gelder. Die Volksbanken Raiffeisenbanken wollen mit dem Kulturpreis Kreativität, Individualität und Fantasie fördern, die in der Region zu Hause sind, sagte Präsident Erwin Kuhn vom Württembergischen Genossenschaftsverband bei der Pressekonferenz zur zweiten Ausschreibung in Stuttgart. Die Förderung von Kunst sei ein gesellschaftliches Anliegen. Volksbanken Raiffeisenbanken übernähmen auf Grund ihrer regionalen Verwurzelung Verantwortung für die Menschen in ihrer Region. Deshalb sei Kunst auch für Volksbanken Raiffeisenbanken ein Thema. "Mit dem Kulturpreis unterstützen die Volksbanken Raiffeisenbanken das kulturelle Leben im Land, von dem wir alle profitieren." Die kulturelle Identität einer Region ist für Kuhn der notwendige Gegenpol zu einer grenzenlosen, globalisierten Welt.

Der Vertreter des Badischen Genossenschaftsverbandes in Karlsruhe, Präsident a. D. Egon Gushurst, Mitglied des Stiftungsrates, wies darauf hin, dass die Volksbanken und Raiffeisenbanken traditionell Kunst und Kultur fördern durch Ausstellungen in ihren Kundenhallen, aber auch immer wieder durch Ankäufe von Werken einheimischer Künstlerinnen und Künstler. Daher habe man sich trotz der allgemein schwierigeren Ertragslage auch nicht dem Anliegen der Landesstiftung verschlossen, als sie 2002 auf die beiden Genossenschaftsverbände in Karlsruhe und Stuttgart zukam, eine Kulturstiftung zu errichten, die zur Hälfte von den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie zur anderen Hälfte eben von der Landessstiftung Baden-Württemberg getragen werde. "Mit ihren finanziellen Engagements unterstreichen die Kreditgenossenschaften ihre enge Verbundenheit zu Land und Leuten, werden doch Persönlichkeiten ausgezeichnet, die der Kunst in Baden-Württemberg entscheidende Impulse gegeben haben", resümierte Gushurst.

Die zu gleichen Teilen in der Stiftung Kulturpreis vertretene Landesstiftung Baden-Württemberg sieht sich als Zukunftswerkstatt des Landes und hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Projekte in Baden-Württemberg in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung, Jugend und Familie, aber auch Kunst und Kultur zu fördern. "Mit dem Preis wollen wir nicht nur bereits erfolgreiche Künstler des Landes würdigen, sondern auch viel versprechenden Kunstschaffenden eine Unterstützung mit auf ihrem Weg geben" so die Sprecherin der Landesstiftung, Iris Berghold.

Das Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro gliedert sich in zwei Kategorien: Sowohl der Hauptpreis (20.000 Euro) als auch der Förderpreis (5.000 Euro) können an einzelne Künstler bzw. Künstlerinnen, an eine Künstlergruppe oder an eine Institution vergeben werden.

In der ersten Ausschreibungsrunde wurde der Preis in der Kategorie Bildende Kunst vergeben. Den Hauptpreis erhielt der im Raum Biberach lebende Künstler Wolfgang Laib. Der Förderpreis ging an die Kunststiftung Baden-Württemberg, die seit 1977 junge Künstler und Künstlerinnen unterstützt.

In beiden Kategorien (Haupt- bzw. Förderpreis) setzt die Auszeichnung einen erkennbaren Bezug der Preisträger zum Land Baden-Württemberg voraus. Der Kulturpreis zeichnet Künstler, Künstlerinnen oder Institutionen aus, die der Kunst im Land entscheidende innovative Impulse geben.

Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat der "Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg" auf Vorschlag einer qualifizierten Jury. Für die zweite Ausschreibungsrunde besteht sie aus Andreas Mölich-Zebhauser (Festspielhaus Baden-Baden), Dr. Peter Kastner (Kulturreferat Esslingen), Prof. Dr. Rüdiger Krohn, Dr. Christoph Hauser (Südwestrundfunk), Amélie Niermeyer (Theater der Stadt Freiburg), und Dr. Peter Selbach (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg).

Die Preisverleihung soll im Juni 2005 im Rahmen des Festivals "Theater der Welt" in Stuttgart stattfinden.

Vorschläge preiswürdiger Künstlerinnen, Künstler oder Institutionen werden unter dem Stichwort "Kulturpreis Baden-Württemberg" erbeten an die:

Landesstiftung Baden-Württemberg
Richard-Wagner-Str. 51
70184 Stuttgart

Die Vorschläge sollten mit einer kurzen Begründung versehen sein.
Einsendeschluss ist der 30. November 2004.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

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