15.02.2005

Bildungsmanager: Feinschliff für Bildungsprofis

Der zweijährige Aufbaustudiengang "Bildungsmanagement" ist in seiner berufsbegleitenden Ausrichtung bundesweit führend. Die Anmeldefrist für das nächste Studienjahr beginnt am 13. März 2005 ...

Mit dem zweijährigen Aufbaustudium "Bildungsmanagement" hat sich die PH Ludwigsburg einen bundesweiten Vorsprung auf dem Bildungsmarkt gesichert. An keiner anderen Hochschule bekommen Bildungsprofis eine vergleichbare Chance, sich berufsbegleitend weiter zu entwickeln. Der Studiengang ist ein Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg. Sie begegnet damit den neuen Herausforderungen im deutschen Bildungswesen. Die Anmeldefrist für das nächste Studienjahr beginnt am 15. März und endet am 15. Mai 2005.

Aktuell bildet die PH Ludwigsburg jährlich 30 Teilnehmer zu Bildungsmanagern aus. Das Studium richtet sich an künftige und aktuelle Schulleiter und an haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen. Das bisher einzigartige Konzept liegt laut Ulrich Müller, Leiter des Instituts für Bildungsmanagement, in der besonderen Zusammensetzung der 30 Studierenden. Sie kommen zu gleichen Teilen aus den Bereichen Schule, Erwachsenenbildung und Wirtschaft. "Das ermöglicht Lernen am Unterschied und den gezielten Blick über den Tellerrand".

Fragt man die aktuellen Teilnehmer, dann geht dieses Konzept auf. Martin Hermann ist Schulleiter einer Sonderschule. Besonders schätzt er an der PH das "Coaching", das es in dieser Form an keiner anderen deutschen Hochschule gibt. In Kleingruppen werden unter Anleitung von Profis Lösungen von echten Konflikten aus dem Arbeitsalltag der Studierenden gefunden. Hier kommt der Vorteil vom "Lernen am Unterschied" voll zum tragen. Die anderen Studienteilnehmer bringen ihren Blickwinkel in den Konflikt ein. "Wo bekommt man sonst den Rat eines Bildungsleiters aus der Wirtschaft oder der Leiterin eines Nonnenordens?", fragt Martin Hermann begeistert.

Der Studiengang macht ihn "wesentlich fitter für den Beruf". Seit Studienbeginn hat schon vieles am organisatorischen Ablauf seiner Schule geändert, von der Einarbeitung neuer Mitarbeiter über das gezielte Delegieren von Aufgaben bis hin zum Aufbau verschiedener Formulare. "Das Handwerkszeug des Studiengangs ist wirklich gut". Würde er sich das zusätzliche Wissen in einzelnen Fortbildungen aneignen, bräuchte er erheblich mehr Zeit. "Kompakt zu lernen ist einfach besser", sagt der 33-jährige.

So sieht es auch Oliver Rademann. Er ist Bildungsreferent und Geschäftsführer beim Schwäbischen Albverein in Stuttgart. Als Diplom Sozialarbeiter steuert er die Fortbildung von rund 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern. "Die neuen Studieninhalte wende ich immer gleich am nächsten Tag an. Besser kann man nicht lernen", sagt der 37-jährige. Details in seinem Projektmanagement habe er früher eher "dem Zufall überlassen". Jetzt produziert er klare Einsatzpläne für Mitarbeiter und führt regelmäßig Mitarbeitergespräche.

Die Vernetzung der drei Bereiche Schule, Erwachsenenbildung und Wirtschaft findet auch in neuartigen Projekten ihren Niederschlag. Beate Lienemann, 35, wissenschaftliche Referentin bei Südwestmetall, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, hat zusammen mit ihrer Studienkollegin und stellvertretenden Schulleiterin Rita Eichmann eine "Jobbörse" ins Leben gerufen. Hier berichten Eltern, ehemalige Schüler und Ausbilder in der Schule über ihren Beruf. So schlugen die beiden Bildungsmanagerinnen eine praktische Brücke zwischen Wirtschaft und Schule. "Wir halten es einfach für wichtig, Schulen frühzeitig mit der Wirtschaft in Kontakt zu bringen", sagt Beate Lienemann.

Der zeitliche Aufwand für die Studenten liegt bei rund drei Tagen im Monat. Zusätzlich verbringen sie einmal pro Semester in einer sogenannten "Präsenzphase" sechs Tage am Stück an der PH Ludwigsburg. Zusätzlich zur beruflichen Tätigkeit auch noch zu studieren ist laut Oliver Rademann zwar ein "erheblicher Aufwand", aber dennoch holt er "bedeutend mehr raus, als er reinsteckt".

Parallel zum Master-Studiengang bietet die PH Ludwigsburg ein "Kontaktstudium Bildungsmanagement" an, das weniger Zeit beansprucht. Es besteht unter anderem aus Seminaren zu den Themen "E-Learning mit einfachen Mitteln", "Führungskompetenz und Persönlichkeitsentwicklung", "Biete Bildung - suche Kunde" oder "Coaching für Frauen in Führungspositionen im Bildungsbereich".

Der Masterstudiengang "Bildungsmanagement" wird von mehreren Verbundpartnern unterstützt: vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft, von der Universität Hohenheim, vom Bildungswerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart und von der Führungsakademie Baden-Württemberg. In den kommenden Jahren soll die Anzahl der Studienplätze von 30 auf 60 zu erhöht werden.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie überwiegend selbst durchführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei, neben der Forschung und Wissenschaft, in der Förderung von Bildungs- und Jugendarbeit, Kunst und Kultur. Die Landesstiftung ist die einzige bedeutende Stiftung, die in dieser Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert.

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